Im Winter lauert der Tod
Der tödlich süße Geschmack der Frostschutzmittel!
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In der Wintersaison werden von vielen Kraftfahrern die Fahrzeuge wintertauglich gemacht. Hierzu wird den Scheibenwasch-Anlagen das Frostschutzmittel Ethylenglycol und dem Kühlwasser das Frostschutzmittel Propylenglycol zugeführt. Tiere finden oft achtlos weggeworfene Dosen und Flaschen, aus denen Frostschutz ausgelaufen ist oder Reste, die beim Einfüllen übergelaufener oder verschütteter Chemie-Cocktails auf der Straße nicht versickern oder auf dem Garagenboden liegen bleiben. Da diese farblosen und geruchsneutralen Chemikalien einen süßlichen Geschmack aufweisen, können naschhafte Hunde und Katzen leicht versucht sein, die Flüssigkeit aufzuschlecken.
Es reicht die Aufnahme von geringen Mengen (wenige Milliliter). Propylen- und Ethylenglycol bilden im Körper Kristalle, die sich überwiegend in den feinen Hirngefäßen ablagern und schwere Gehirnschäden verursachen. Des Weiteren können sich die feinen Kristalle in den Filtereinheiten der Nieren (Glomerulum) ablagern, welche infolgedessen verstopfen, was schließlich zum Versagen der Nieren führt. Es folgt dann der Tod in Abhängigkeit der aufgenommenen Menge des Giftes in ein bis acht Stunden.
Anzeichen einer Vergiftung
Anzeichen einer Vergiftung sind nicht unbedingt sehr klar zu deuten. Es treten Erbrechen und ein torkeliger, unkontrollierter Gang auf. Die Tiere zeigen eine beschleunigte Atmung, gefolgt von Krämpfen bis hin zur Bewusstlosigkeit und zum Tod. Ist die aufgenommene Menge gering, so ist der Verlauf als schleichend zu bezeichnen. Die betroffenen Tiere zeigen neben vermehrtem Durst und häufigem Harnabsatz nur wenig spektakuläre Symptome.
Erste Hilfe nach Giftaufnahme
Die Eingabe von in Wasser gelösten Kohlekompretten kann die Aufnahme der Giftstoffe im Darm verzögern. Schnelle tierärztliche Hilfe ist dringend erforderlich!
Die Chance für ein Tier, die Vergiftung zu überleben ist, umso größer, je kürzer die Zeitspanne zwischen der Aufnahme und der Behandlung liegt. Beim Tierarzt erhalten die Tiere ein Brechmittel oder besser eine Magenspülung. Hierdurch verhindert der Tierarzt, dass größere Mengen der Chemikalien die Blutbahn erreichen. Anschließend wird ein Gegengift (Antidot - Ethanol) verabreicht. Der Alkohol wird in diesem Fall als Dauertropfinfusion direkt in die Vene verabreicht. Das Ethanol verhindert die Kristallbildung, und der Tropf bewirkt eine beschleunigte Ausscheidung des Giftes aus dem Körper über die Nieren des Tieres.
Denken Sie bitte immer daran, dass nur der sorgfältige Umgang mit häufig im Haushalt verwendeten Chemikalien das Leben Ihres Haustieres schützen kann!
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