Winterschlaf

Der Winter ist eine Phase der Ruhe, in der einige Tiere Kraft für das kommende Jahr sammeln. Vor allem für die Fortpflanzung der Tiere ist eine winterliche Ruhephase wichtig, aber nicht zwingend erforderlich, vorausgesetzt die Temperaturen sinken nicht sehr stark. Damit der Winterschlaf nicht zur Todesfalle wird, sollten die Tiere über ein angemessenes Gewicht verfügen und somit über ausreichende Fettreserven. Eine Entwurmung trägt zu einem guten Gesundheitszustand bei.

 Igel | Schildkröte

 Igel

Igel Winterschlaf  

Der Igel gilt nach der Bundesartenschutzverordnung von 1980 als ganzjährig geschütztes Tier und darf nur in menschliche Obhut, wenn das Tier krank ist oder zum Winteranfang weniger als 500 g Körpergewicht aufweist. Dies ist vor allem bei Spätwürfen wichtig.

Grundsätzlich sollte angestrebt werden, gesundgepflegte Igel oder Jungigel noch im Herbst auszuwildern. Sollte es jedoch notwendig sein, einem Tier in häuslicher Umgebung eine Möglichkeit zur Überwinterung zu bieten, stellt man im besten Fall ein geschütztes Gehege, ein kaltes Zimmer oder Gartenhäuschen, ohne direkte Sonneneinstrahlung, mit niedrig gehaltenen Temperaturen zur Verfügung.

Unter 6 Grad Celsius fällt der Igel in einen Dämmerschlaf. Der Überwinterungsplatz sollte über ein Schlafhäuschen verfügen, das aus Spanplatten oder notfalls einem größeren Karton mit Schlupfloch besteht. Zur Isolierung vor der Kälte und zum Schlafnest-Bau sollte reichlich zusammengeknülltes Zeitungspapier zur Verfügung gestellt werden. In das Gehege stellt man ein Schälchen Katzentrockenfutter oder Igelfutter und ein Schälchen frisches Wasser. Eine Unterbrechung des Winterschlafes tritt bei steigenden Temperaturen auf. Dann sollten eiweißreiches Futter und frisches Wasser zur Verfügung stehen. Kühlen die Temperaturen wieder ab, verfällt der Igel erneut in den Winterschlaf.

Auch schlafende Igel müssen kontrolliert werden!

Die Winterruhe ist ein physiologischer Prozess (ein normaler Lebensprozess), der meist bis Ende März oder Mitte April anhält. Nach dem Aufwachen müssen die Igel auf ihr ursprüngliches Körpergewicht, das sie vor dem Winterschlaf hatten, gebracht werden. Dies kann zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen. Danach kann der Igel ausgewildert werden. Im Allgemeinen ist der beste Auswilderungsort der Fundort des Igels. Die Auswilderung sollte auf jeden Fall in einem Freigehege beginnen, damit sich die Tiere erst orientieren können, aber noch geschützt sind.

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Schildkröte

Schildkröten Winterschlaf


(Land-)Schildkröten - Der Winterschlaf bedeutet bei Schildkröten keine Kältestarre. Er ist ein physiologischer Prozess, der nicht nur eine Ruhephase darstellt, sondern den Eisprung oder die Ausbildung von Samenfäden vorteilhaft beeinflußt. Häufig deutet eine nachlassende Aktivität der Tiere im Herbst trotz optimaler Haltungsbedingungen die bevorstehende Winterruhe an. Sollte sich im späten Herbst jedoch eine unverminderte Aktivität der Tiere abzeichnen, sollte der Winterschlaf nicht erzwungen werden. Die Winterruhe kann im Freiland, im Keller oder im Kühlschrank bei 4 Grad Celsius erfolgen. Die Phase des Winterschlafs dauert von Oktober/November bis März/April. Sollten die Schildkröten schon nachsechs bis acht Wochen aufwachen, darf die Kühlhaltung nicht fortgesetzt werden. Zunächst verbringt man die Tiere in einen geheizten Raum, dann wird in einem lauwarmen Bad die Darmtätigkeit angeregt, der Kotabsatz gefördert und die Futteraufnahme beobachtet. Ein Wärmestrahler oder Wärmestein sollte zum Inventar des Terrariums gehören. Eiweißreiches und mit Vitaminen angereichertes Futter sollte in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden.

Wasserschildkröten - Achten Sie bitte darauf, dass die Panzerlänge des Tieres mindestens 10 cm beträgt. Tiere mit einem kürzeren Panzer sind noch zu jung und nicht kräftig genug für die Überwinterung bzw. den Winterschlaf. Wasserschildkröten überwintern am besten in Aquarien oder Plastikwannen. Der Wasserspiegel darf die Höhe des Panzers nicht überschreiten, damit die Schildkröten den Kopf aus dem Wasser heben können. Die Behälter mit den Tieren werden im Keller oder Kühlschrank überwintert, bei einer Temperatur zwischen 4 - 5 Grad Celsius. Zum Wecken genügt ein langsames Anheben der Temperatur über einen Zeitraum von etwa einer Woche.

Für genaue Auweisungen zur Überwinterung von Tieren im Freiland, Keller oder Kühlschrank ist es ratsam, sich entsprechende Spezialkenntnisse durch Fachliteratur und Spezialisten einzuholen, zumal auch die unterschiedlichen Arten besondere Ansprüche haben!

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