Behandlung von Wunden
1. Wegschneiden des Fells:
Mit einer Schere (z. B. Nagelschere) wird das die Wunde umgebende Fell weggeschnitten. Von den Wundrändern ausgehend genügt es, auf einer etwa 1 cm breiten Fläche das Fell ganz kurz um die Wunde zu schneiden. Bei langhaarigen Hunden erfolgt zusätzlich das Ausdünnen des Fells, damit die Haare bei Bewegung des Tieres nicht in die Wunde fallen können und so die gesäuberte Wunde verschmutzen. Beim Schneiden der Haare ist unbedingt auf die Sauberhaltung der Wunde zu achten, hierzu wird das Wundgebiet mit einer sterilen Wundgaze oder einem sauberen Tuch abgedeckt.
2. Fremdkörper aus der Wunde entfernen:
Eventuelle Fremdkörper müssen aus der Wunde entfernt werden. Hierzu zählen Blätter, Dornen und kleine Äste oder rostige Metallteile. Auch Erde und Speichel (nach Bisswunden) können durch Ausspülen mit einer 3 %igen Wasserstoffsuperoxidlösung oder verdünnten Braunollösung aus der Wunde entfernt und so das Risiko einer Tetanusinfektion gesenkt werden.
Es dürfen von dem Helfer keine größeren Fremdkörper aus dem Körper des Tieres gezogen werden, wenn diese tief im Auge, Brustkorb oder



3. Wundreinigung:
Die oberflächliche Wunde wird mit einer sterilen Gaze oder einem sauberen, nicht fusselnden Tuch abgetupft, das zuvor mit einer verdünnten lauwarmen Desinfektionslösung (z. B. Braunollösung) getränkt wurde. Watte darf nicht als Tupfer eingesetzt werden, da sie fusselt. Tiefe Wunden sollten nur durch den Tierarzt versorgt werden. Bei 

Verboten ist der Einsatz von Salben, Puder und Wundspray durch den Laien, da diese eine 

4. Trocknen der Wunde:
Nach der Wundreinigung wird die Wunde mit steriler Gaze getrocknet. Anschließend desinfiziert man, z. B. mit Hansa med Spray oder unverdünnter Braunol 2000 Lösung. Das feuchte Fell um das Wundgebiet wird mit Küchenkrepp getrocknet.
5. Wundschutz:
Die gereinigte und desinfizierte Wunde muss jetzt sauber gehalten werden, auch das weitere Einreißen oder Nachbluten der Wunde ist zu verhindern. Um dieses zu erreichen, sollte ein Verband angelegt werden. Dieser darf nicht zu locker sein, so dass er rutschen kann, aber auch nicht zu fest, um eine Unterbrechung der Blutzufuhr oder das Anschwellen eines Bereiches zu vermeiden. Als Materialien kommen in einem Notfall Kopftücher aus dünnem Stoff, der nicht fusselt, saubere Taschentücher, Hemdsärmel, Gazetupfer, Mullbinden, Klebeband, Heftpflaster, Stoffstreifen und Küchentücher in Frage.
6. Anlegen von Verbänden:
Es gibt verschiedene Verbandstechniken; Verbände anlegen für die unterschiedlichen Körperteile, die einen optimalen Sitz und Schutz der Wunde bewirken sollen.
7. Aufsuchen eines Tierarztes oder einer Tierklinik 

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