Erste Hilfe am Unfallort

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Allgemein

Wenn ein Tier in einen Unfall verwickelt wurde, gilt es zunächst einmal, Ruhe zu bewahren!

Bild: Hund vor einem AutoDie meisten schwerverletzten Tiere versuchen unter Schockeinwirkung vom Unfallort zu fliehen. Hierdurch werden in aller Regel die Verletzungen verschlimmert, das Tier verirrt sich in seiner Panik und entzieht sich einer dringend notwendigen tierärztlichen Behandlung  .

Verunfallte Tiere können unter der Schockeinwirkung manchmal unberechenbares Verhalten zeigen. Der Retter sollte daher immer auf der Hut sein und eine vorsichtige und behutsame Handhabung des verletzten Tieres anstreben.

Klassifizierung

Fenstersturz:

Kommt am häufigsten bei Katzen vor. Es sollte grundsätzlich der Tierarzt   zu Rate gezogen werden, da eine Reihe von Verletzungen im Inneren des Körpers lokalisiert sein können. Obwohl das Tier auf den ersten Blick unauffällig erscheint, kann beispielsweise ein Blasenriss, Milzriss, Leberriss oder gar ein Lungenriss vorliegen. Auch Knochenbrüche und Gaumenspalten oder Nierenprellungen sind mögliche innere Verletzungen.

Kippfenster:

Auch hier sind am häufigsten Katzen betroffen. Die Katze versucht, durch ein offenstehendes Kippfenster die Wohnung oder das Haus zu verlassen, rutscht aber bei dem Versuch ab und bleibt zwischen Beckenknochen und dem hinteren Rippenbogen mit dem Körper im Spalt gefangen. Die Katze gerät in Panik, versucht sich aus dieser tödlichen Falle zu befreien und verausgabt sich bei den Versuchen vollständig. Erschöpft gibt das Tier schließlich auf, wobei die Kante des Fensters die Körperschlagader abdrückt. Es bildet sich ein Blutgerinnsel, welches zur Lähmung und dann zum Absterben des Hinterteils führt.

Verkehrsunfall:

Kommt sowohl bei Hunden als auch bei Katzen verhältnismäßig häufig vor. Um weitere Unfälle zu vermeiden, sollte nach Sicherung der Unfallstelle das Tier umgehend aus dem Gefahrenbereich geborgen und vom Helfer bis zum Transport in eine Tierklinik   grundversorgt werden.

Sofortmaßnahmen

Zehn Punkte, mit denen Sie Leben retten können:

  1. Sichern Sie die Unfallstelle (bitten Sie Passanten um Mithilfe).
  2. Nähern Sie sich vorsichtig und ruhig dem verunfallten Tier.
  3. Beobachten Sie während der Annäherung das Tier genau, um bei evtl. Abwehrreaktionen keine Verletzungen davonzutragen.
  4. Überprüfen Sie die Atemwege (Atemwege) und befreien Sie gegebenenfalls den Rachenraum von Blut, Schleim oder Erbrochenem mit einem Taschentuch.
  5. Überprüfen Sie die Herztätigkeit (Herztätigkeit) und den Puls und leiten Sie gegebenenfalls eine Herzmassage (Wiederbelebungsmaßnahmen) ein, die von einer künstlichen Beatmung begleitet werden sollte.
  6. Stillen Sie stark spritzende Blutungen (Blutungen).
  7. Bereiten Sie das Tier für den Transport vor, indem Sie es behutsam auf ein Brett, in einen Karton oder eine Kiste legen oder es mit Hilfe einer Wolldecke transportieren (Transport).
  8. Durch den Schock   (Schock) verliert das Tier Wärme. Halten Sie es mit Decken oder Folien warm.
  9. Lassen Sie das Tier keinen Augenblick unbeobachtet (Fluchtgefahr, Überwachung von Atmung und Puls).
  10. Benachrichtigen Sie eine Tierklinik in der Nähe über Ihre Ankunft und fahren Sie dann unverzüglich mit dem verunfallten Tier zum Tierarzt (Nottierarztsuche).

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