Enterococcus

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Allgemeines

Diese sehr speziellen Streptokokken   bilden nur sehr kurze Ketten. Die Bakterien   kommen im Kot von Mensch und Tier vor und bilden einen Teil der normalen Darmflora aus. Des Weiteren sind sie in Abwässern, an Pflanzen, in Futter- und Lebensmitteln und in der Milch   zu finden. Als Krankheitserreger   kommt ihnen eher eine untergeordnete Rolle zu.

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Erreger

Enterococcus MikrophotoEnterococcus SelektivagarMorphologisch   handelt es sich um grampositive, kleine, runde bis leicht ovale   Zellen, die sich paarweise oder in sehr kurzen Ketten anordnen. Als Besonderheit zu den anderen Streptokokken wachsen sie auf Nährböden, die mit verhältnismäßig hoher Konzentration an Kochsalz (6,5%) versetzt wurden. Auch Gallensalze und Methylenblau hemmen das Wachstum der Enterokokken nicht.

Obwohl die optimale Temperatur bei 37°C liegt, wachsen sie im Gegensatz zu gewöhnlichen Streptokokken auch bei 45° Celsius.

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Krankheitsbilder

Wie die anderen Bakterien der Gattung Streptokokkus   können diese Erreger, wenn es ihnen gelingt, sich in atypischen Körperregionen anzusiedeln, ein Krankheitsbild erzeugen. Als Krankheitserreger können sie Harnwegsinfektionen, Scheiden-, Gesäuge  -, Herzklappen- und Lungenentzündungen verursachen. Pathogene Stämme verfügen über Hämolysine  , mit denen sie die roten Blutzellen zerstören können. Auch toxische   Stoffe können von pathologischen Formen abgesondert werden.

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Therapie

Für Infektionen   mit Enterokokken ist die Behandlung   ähnlich wie bei den Streptokokken. Als Darmbakterien haben sie Gelegenheit, Kontakt mit Antibiotika   zu haben und eine Resistenz gegen häufig eingesetzte Stoffe zu entwickeln. Der Behandlung sollte immer ein Resistenztest - Antibiogramm   - vorausgegangen sein. Im Einzelfall muss abgestorbenes Gewebe   oder infiltriertes Brustdrüsengewebe chirurgisch entfernt werden, wonach sich dann die topische (oberflächliche) Behandlung anschließt. Bei schwerwiegenden Erkrankungen und Vergiftungen ist ein Klinikaufenthalt mit Infusionstherapie, Entgiftung und eventueller Dialyse nicht zu vermeiden. Die Enterokokken können in sehr seltenen Fällen durch Biss- und Kratzwunden auf den Menschen übertragen werden.

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