

Bakterieller Zwingerhusten - Impfung ja oder nein?
"Ja" auf jeden Fall für Hunde mit erhöhtem Risiko: Dazu gehören Hunde:
- die in Zwingern gehalten werden
- die eine Hundeschule besuchen
- die auf Hundeaustellungen gezeigt werden
- die vermehrt Kontakt mit anderen Hunden auf großen Hundewiesen oder in Hundepensionen haben
Die Impfung sollte grundsätzlich 72 Stunden vor der Erhöhung des Infektionsdruckes oder rein vorsorglich im Herbst erfolgen. Die Impfstoffe gegen Bakteriellen Zwingerhusten werden heutzutage als Nasentropfen direkt in die Nase eingebracht. Es muss also nicht "gepiekst" werden. Durch diese Impfung wird die örtliche Abwehr der Nasenschleimhaut aktiviert und die Eintrittspforte gegen Bordetella bronchiseptica und Canines Parainfluenzavirus verschlossen.
Frage: Da gegen das Canine Parainfluenzavirus schon bei der Jahresimpfung verabreicht wurde, ist diese Impfung jetzt nicht doppelt gemoppelt oder gar schädlich durch überimpfen?
Antwort: Nein, diese Impfung ist nicht schädlich, sondern nützlich da bei dieser Impfung das Abwehreiweiß IgA gebildet wird. Dieser Eiweißstoff verschließt die Schleimhaut, die ansonsten Eintrittspforte für Viren und / oder Bakterien bildet, und steht kurz nach der Vakzination bereit steht. Der bei der Jahresimpfung gebildete Eiweißstoff IgG steht erst nach einer längeren Anlaufzeit für eine Abwehrreaktion im Blut bereit. Diese Verzögerung gibt dem Erreger die Möglichkeit, sich erst reichlich zu vermehren bevor er bekämpft werden kann.