Kaninchen sind possierliche kleine Tiere die besonders von Kindern sehr geschätzt werden. Es lauern jedoch Gefahren die durch das Pflücken von frischem Futter oder durch den Stich eines blutsaugenden Insekts übertragen werden können. Um die Gesundheit dieser Tiere erhalten zu können, sollten regelmäßige Impfungen gegen die wichtigen Kaninchenseuchen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Je nach Infektionsdruck muss eine Impfung häufiger oder nicht so häufig erfolgen. Da Kaninchen vor dem Gesetzgeber als Fleischlieferanten gelten, kann der Tierarzt bei der Anwendung von Antibiotika einige Einschränkungen erfahren.
Myxomatose: Die Erstimpfung erfolgt mit 4-6 Wochen. Die Auffrischungsimpfung erfolgt 4 Wochen später. Erwachsene Tiere werden im Abstand von 4 bis 6 Monaten nachgeimpft, oder der Tierarzt entscheidet sich für einen anderen Impfplan je nach Infektionsdruck.
RHD (Kaninchen Hämorrhagie-Virus, Rabbit haemoragic disease): Die Impfung sollte ab der 6. Lebenswoche durchgeführt werden. Eine Auffrischungsimpfung erfolgt nach 3 bis 4 Wochen. Zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes ist eine jährliche Impfung erforderlich.
Kaninchenschupfen (Pasteurella multocida und Bordetella bronchiseptica): Jungkaninchen und Junghasen können ab dem ersten Lebensmonat (30 Tage) geimpft werden. Eine Auffrischung sollte nach 14 Tagen erfolgen. Wiederholungsimpfungen sollten vor allem in Zuchtbetrieben halbjährlich erfolgen.
Tollwut: Ist vor allem in Tollwut gefährdeten Bezirken sehr wichtig!
Dermatomykosen: Gegen Hautpilzerkrankungen von Kaninchen ist in Deutschland zur Zeit kein Impfstoff zugelassen.