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Darmentzündung | Enteritis


Definition


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Leidet das Tier unter einer Enteritis, ist die Passage des Kontrastmittels durch den Darm stark beschleunigt. In diesem Fall ist der Dünndarm nach 5 Minuten gefüllt.


Unter einer Enteritis versteht man eine Darmentzündung oder einen Darm-katarrh mit Durchfall (Stuhl / Kot der über eine dünne Konsistenz verfügt). Der Kot wird häufiger als normal in großen Mengen abgesetzt, verursacht duch die beschleunigte Passage durch den Darm. Die Darmentzündung kann entweder den Dünndarm oder den Dickdarm oder auch den gesamten Darm betreffen. Der Kot enthält eine größere Menge an Wasser und Salzen sowie unverdaute Futterbestandteile und Fett. Es können auch Schleimbeimengungen und/ oder Blut in der Ausscheidung enthalten sein. Sowohl akute als auch chronische Krankheitsverläufe sind möglich.


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Symptome

Das Hauptsymptom einer Enteritis ist Durchfall. Zusätzlich können die folgenden Symptome beobachtet werden:
  • Apathie des Tieres (Antriebsarmut)
  • Körpertemperatur kann normal (zwischen 38 und 39°C) sein, kann aber auch darunter oder darüber liegen (39,5°C, Fieber)
  • häufiger Drang Kot abzusetzen
  • große Mengen an flüssigem Kot werden abgesetzt
  • übelriechender, stark stinkender Kot mit Schleim- oder Blutbeimengung
  • Austrocknung - durch den Wasser- und Salzverlust
  • Auszehrung - durch den Verlust von Nährstoffen und Fett
  • Tenesmen - beständiger schmerzhafter Stuhldrang

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Ursachen

Zunächst möchten wir ein weitverbreitetes Mißverständnis aus der Welt schaffen: Durchfall ist keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom für eine ganze Reihe von Erkrankungen des Darmtraktes, die durch eine Vielzahl verschiedener Ursachen hervorgerufen werden können, z.B.
  • Bakterien (Salmonellen, Yersinien, EHEC, Campylobacter, Clostridien etc.)
  • Pilze - Mykosen (Darmbesiedelung durch Hefen oder Schimmelpilze)
  • Viren (Rotavirus, Coronavirus, Parvovirus etc.)
  • Darmparasiten (Kokzidien, Giardien, Spulwürmer etc.)
  • streßbedingte Faktoren (durch Störung des vegetativen Nervensystems)
  • giftige Substanzen (Reinigungsmittel, Pflanzenschutzmittel, Dünger etc.)
  • Futtermittelallergien (vor allem durch Konservierungs- und Farbstoffe)
  • plötzliche Umstellung des Futters (häufig bei Welpen)
  • Füttern von Tischabfällen (ungeeignet für den Verdauungstrakt von Fleischfressern)
  • verdorbene Nahrungsmittel (durch bakterielle Besiedlung oder Pilzgifte verdorben und ungeeignet für die Fütterung unserer Haustiere)

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    Diagnose

    Die Diagnose kann nur durch den Tierarzt / die Tierärztin gestellt werden. Zunächst wird eine genaue Anamnese (Krankengeschichte) erstellt. Hier ist es besonders wichtig, daß Sie alle wichtigen Beobachtungen möglichst genau Ihrem Tierarzt schildern, z.B. Zeitpunkt des ersten Auftretens, Fütterung und Art des Futters, andere erkrankte Tiere, ob irgendetwas Ungewöhnliches aufgenommen wurde usw.. Es folgt eine gründliche klinische Untersuchung. Hier wird ermittelt, ob eine Untertemperatur oder Fieber aufgetreten ist, der Austrocknungsgrad des Patienten wird bestimmt, durch Abtasten kann der Zustand des Darmes beurteilt werden und die Kontrolle der Schleimhäute liefert wichtige Informationen über das Kreislaufgeschehen des Patienten. Der Tierarzt / die Tierärztin muß aufgrund der vielseitigen Ursachen der Enteritis eingehende weiterführende Untersuchungen einleiten. Hierzu zählen unter Umständen Kotuntersuchungen, Röntgen mit und ohne Kontrastmittel, Ultraschall und Untersuchungen des Blutes, die bei schweren Durchfällen Hinweise auf Infektionen, Austrocknung und die Ausdehnung der Erkrankung geben können. In seltenen komplizierten Fällen werden endoskopische Untersuchungen (Darmspiegelungen), Computertomografien (CT) oder Kernspinuntersuchungen (MRI) notwendig.

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    Therapie

    Die Behandlung richtet sich nach der Diagnose oder Verdachtsdiagnose des Tierarztes / der Tierärztin. In einigen Fällen ist eine genaue Diagnosestellung nicht möglich und es muß eine symptomatische Therapie zunächst eingeleitet werden. Bei leichten Enteritiden (Darmentzündungen) genügt häufig ein Futterentzug über einen Zeitraum von 24 Stunden mit anschließender Fütterung von ausschließlich Magendarm-schonender Kost. Der Futterentzung ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung , da auf diese Weise der Verdauungsapparat die Möglichkeit hat, sich zu erholen. Eine anschließende leicht verdauliche Kost kann das Gleichgewicht im Darm wieder herstellen. Bei schwerwiegenderen Fällen der Enteritis müssen therapeutische Maßnahmen an den jeweiligen Fall angepaßt werden, wie beispielsweise die Gabe von Entwurmungsmitteln, Antibiotika, Passivimpfstoffen (Gammaglobuline), Interferone, Dauertropfinfusionen oder gar Bluttransfusionen.

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