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Giardiose


Inst. Parast. TiHo
Mikrofotografie einer Zyste
Dieser Parasit zeigt eine weltweite Verbreitung und befindet sich nach eigenen Untersuchungen in etwa 2% der Kotproben von Hund uns Katze. Besonders Jungtiere, bei denen ein hartnäckiger, wechselnd schleimiger Durchfall auftritt, welcher gelegentlich auch blutig sein kann, sind befallen. In den meisten Fällen verläuft der Befall jedoch ohne Symptome. Untersuchungen die im Jahr 2006 durch die tierärztliche Hochschule Hannover durchgeführt wurden, ergaben bei 22 % der Hunde und 23 % der Katzen mit Durchfall einen positiven Giardien Nachweis beim Antigennachweis im Kot.

Die Trophozoiten befallen vorzugsweise den Dünndarm, wo sie für eine Entzündung desselben verantwortlich sind. Durch das Ansaugen mit ihren Haftscheiben sorgen sie für eine vermehrte Abschuppung der Zellen der Darmschleimhaut, was zu einer Rückbildung der Darmzotten führt, woraus für das Tier eine schlechtere Versorgung mit Nährstoffen folgt. Eine reichhaltige Ernährung mit überwiegend kohlehydrathaltigen Inhaltsstoffen begünstigt diese Parasitose. Die Übertragung kann sowohl durch Schmierinfektionen als auch durch Vektoren wie z.B. Fliegen erfolgen.


Inst. Parast. TiHo)
Trophozoit mit 8 Geißeln 2 Zellkernen und Haftscheibe

Die Giardiose ist auch für den Menschen ansteckend. Wenn Sie freilaufende Katzen haben, sollten Sie den Kot Ihrer Tiere regelmäßig untersuchen lassen, da die Katzen nicht selten ihre "Schätze" in einem Sandkasten (Kinderspielplatz) vergraben.. Aber auch der Kot von Hunden sollte eingesammelt werden und mit einem Kunststoffbeutel im Müllbehälter entsorgt werden!


Vor allem beim Chinchilla können Giardien im Darm häufig nachgewiesen werden! Beim Frettchen sind Giardien seltener beobachtet worden, ebenso bei Wellensittichen, Nymphensittichen und Papageien.

Der Nachweis des Erregers kann direkt im Kot durch Identifizierung der Zysten (bis zu 10 Millionen Zysten pro Gramm Kot) oder der Trophozoiten erfolgen. Ein Kopro-Antigen-Nachweis ist eine sehr empfindliche Methode, Giardien im Kot zu bestimmen. Eine Behandlung kann mit Fenbendazol oder Metronidazol durch den Tierarzt erfolgen.

Eine Impfung die für Hunde und Katzen entwickelt wurde, steht seit kurzem zur Verfügung, ist in Deutschland aber noch nicht zugelassen. Bei Bedarf kann sie über die internationale Apotheke erworben werden. Die Wirksamkeit ist umstritten. Bei Züchtern oder Tierheimen, wo der Infektionsdruck sehr hoch ist, kann die Schutzimpfung begrüßt werden.


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