Die Überträger der Borreliose sind Blut saugende Zecken. Die Zecken gehören zu den Spinnentieren (8-beinig) und haben Saison von März bis November. Die Hauptinfektionszeit ist jedoch von Mai bis September. Die Zecke infiziert sich schon während ihrer Entwicklung. Larven 5%, Nymphen 12% und adulte Zecken sind bis zu 35% infiziert. (Die Angaben können je nach geografischen Unterschieden variiren). Da die Zecke über ein örtliches Betäubungsmittel im Speichel verfügt, wird der Biß häufig vom Opfer nicht bemerkt.
Bei einer Blutmahlzeit von einem infizierten Tier, das ein natürliches Reservoir (Feldmaus, Marder etc.) für die Borrelien bildet, werden schon Larven und Nymphen der Zecke infiziert. Die Borrelien vermehren sich im Mitteldarm der Zecke und gehen dann in eine Ruhephase über. Bei einer erneuten Blutmahlzeit wandern die Bakterien vom Mitteldarm in die Speicheldrüsen um mit dem Speichel in den Wirt der Zecke gepumpt zu werden. Dieser Vorgang dauert 48 Stunden. Die in den Wirt injizierten Bakterien vermehren sich zunächst an der Eintrittsstelle, so daß sich ein Erythem (Hautrötung) an der Bißstelle bildet (
siehe Abbildung). Dies ist aber nur bei hellhäutigen Tieren und beim Menschen sichtbar (nicht in allen Fällen). Danach strömen die Bakterien über die Blutbahn aus um den Körper zu erobern. Dabei nisten sie sich in den Gelenken, im Herzmuskel und in einigen Fällen im Gehirn ein und führen zu Erkrankungen der betroffenen Organe. Der erkrankte Wirt kann dann Borrelien an eine nicht infizierte Zecke abgeben, so daß sich der Kreis wieder schließt.