Die Schutzimpfung ist heutzutage sicher, sie wurde erheblich verbessert und ist sehr wirksam!
Im Jahre 1879 veröffentlichte Prof. Bertier an der tiermedizinischen Fakultät in Lyon, Frankreich, einen Impfstoff gegen die Tollwut. Am 6. Juli 1885 setzte der französische Bakteriologe Pasteur diesen Impfstoff erstmals mit Erfolg beim Menschen ein und rettete damit dem kleinen Jungen Joseph Meißner das Leben.
Schutzimpfung beim Menschen: Die Impfung erfolgt am Tag 0, 7 und 28, eine vierte Impfung findet nach 12 Monaten statt, danach besteht Schutz für 3 bis 5 Jahre. Die Schutzrate beträgt 100%, die Impfung ist gut verträglich, denn die Zeiten der sehr schmerzhaften Injektionen in die Bauchdecke, die zusätzlich auch schlecht verträglich waren, sind in Europa Gott sei Dank Vergangenheit. Die Schutzimpfung wird auch für Personen empfohlen, die viel reisen.
Therapeutische Impfung: Da das Virus verhältnismäßig langsam zum Gehirn wandert, wo es sich vermehrt, kann eine Schutzimpfung auch nach einer Infektion erfolgen. Durch die gute Verträglichkeit der modernen Impfstoffe können sogar Frauen während der Schwangerschaft geschützt werden.
Schutzimpfung beim Tier: Es können alle Säugetiere geimpft werden. Vor allem Hunde müssen geimpft werden, aber auch Katzen und Weidetiere wie Pferde und Kühe sind nicht zu vergessen, auch Kleinsäuger wie beispielsweise Kaninchen, die draußen gehalten werden oder zur Futteraufnahme auf dem Grundstück herumhoppeln. Die Schutzimpfung unserer Tiere ist jährlich aufzufrischen, sie kann von jedem niedergelassenen Tierarzt durchgeführt werden. Bei Reisen mit Tieren in tollwutfreie Länder gelten besondere Vorschriften, bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor Reisebeginn. Sie können auch unseren Reiseratgeber (
Ratgeber-Urlaub) verwenden.
Die Wiederholung/Auffrischung der Tollwut-Schutzimpfung in Deutschland bedarf einer jährlichen Wiederholung. In der Schweiz beträgt das Intervall zwischen zwei Tollwut-Schutzimpfungen beim Hund 3 Jahre und bei der Katze 2 Jahre.