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Impfung von Hunden

Allgemeines
Damit Hunde kraftvoll Sport treiben können und vergnügt mit Freunden auf den Hundewiesen toben können, sind Schutzimpfungen unerläßlich. Durch regelmäßige und konsequente Impfprogramme lassen sich Epidemien auf ein Minimum reduzieren und die Hundepopulation vor allem in Ballungsgebieten oder besonders gefährdeten Bezirken kann geschützt werden. In ländlichen Regionen sind vor allem Tollwut und Leptospirose von großer Bedeutung für Hunde und Menschen, da es sich bei diesen Infektionskrankheiten um Zoonosen handelt, also Krankheiten die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Zum Schutz der Menschen und seiner Familie ist somit eine regelmäßige Schutzimpfung die einzige Möglichkeit, einen optimalen Schutz zu erzielen. Auch Krankheiten wie beispielsweise Staupe, Katzenseuche und die infektiöse Leberentzündung (Hcc) können erfolgreich mit der richtigen Impfpraxis von Ihrem Tier abgewendet werden.
Wenn dies eingehalten wird, werden Sie lange freudige Jahre mit Ihrem Liebling verbringen können!

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Schutzimpfung von Hunden
  1. Parvovirose (Katzenseuche, Parvovirus)
  2. Staupe (Distemper, Adenovirus)
  3. Canine Virus-Leberenzündung (Hepatitis contagiosa canis-Adenovirus Typ 2)
  4. Virus-Zwingerhusten (Canines Parainfluenzavirus Typ 2)
  5. Stuttgarter Hundeseuche (Leptospira canicola)
  6. Leptospirose (Weil´sche Krankheit durch Leptospira icterohaemorrhagiae)
  7. Tollwut (Rabies, Rhabdovirus)
  8. Bakterieller Zwingerhusten (Bordetella bronchiseptica) : Für normale Haushunde im Herbst zur Erkältungssaison zusammen mit Parainfluenza-Lebendimpfstoff zu empfehlen. Hunde, in Tierheimen, Zwingern oder von Züchtern ist diese Impfung im halbjährlichen Abstand anzuraten.
  9. Lyme-Borreliose (Borrelia burgdorferi sensu stricto)
  10. Dermatomykosen (Hautpilzerkrankungen)
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Von uns empfohlenes Impfschema für Hunde

Standard Jahresimpfung fünf- bis achtfach Vakzination:
Bei Züchtern mit hohem Infektionsdruck (Problemzuchten) kann die erste Impfung von 1.(Parvovirose) und 2.(Staupe) im Alter von 6 Wochen erfolgen. Bei einem sehr niedrigen Antikörpertiter kann diese Erstimpfung auch früher erfolgen, was vom behandelnden Tierarzt jeweils entschieden werden muss. In Zuchten sollte auf jeden Fall eine Serumtiterbestimmung beim Muttertier am Ende der Trächtigkeit durchgeführt werden, um die Immunlage der Welpen abschätzen zu können. Dadurch kann der Tierarzt einen Hinweis auf den günstigsten Impfzeitpunkt erhalten. Noch besser ist es, die Antikörpertiterbestimmung bei den Welpen durchführen lassen, da diese die Immunlage der Welpen genau anzeigt. Anhand dieser Laborergebnisse kann der behandelnde Tierarzt das geeignetste Impfschema entwickeln.
Impfung bei normalen Haushunden
  1. Erste Vakzination der Welpen im Alter von 8 Wochen Parvovirose, Staupe, Canine Virus-Leberentzündung, Stuttgarter Hundeseuche, Weil´sche Krankheit (Leptospirose).
  2. Erste Wiederholungsimpfung drei bis vier Wochen später, in Tollwutgebieten einschließlich Tollwut. Parvovirose, Staupe, Canine Virus-Leberentzündung, Viruszwingerhusten, Stuttgarter Hundeseuche, Weil´sche Krankheit, (evtl. Tollwut).
  3. Auffrischungsimpfung nach drei bis vier Wochen jetzt einschließlich der Tollwutvakzine. Parvovirose, Staupe, Canine Virus-Leberentzündung, Viruszwingerhusten, Stuttgarter Hundeseuche, Weil´sche Krankheit, Tollwut.

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Bakterieller Zwingerhusten - Impfung ja oder nein?

"Ja" auf jeden Fall für Hunde mit erhöhtem Risiko: Dazu gehören Hunde:
  • die in Zwingern gehalten werden
  • die eine Hundeschule besuchen
  • die auf Hundeaustellungen gezeigt werden
  • die vermehrt Kontakt mit anderen Hunden auf großen Hundewiesen oder in Hundepensionen haben
Die Impfung sollte grundsätzlich 72 Stunden vor der Erhöhung des Infektionsdruckes oder rein vorsorglich im Herbst erfolgen. Die Impfstoffe gegen Bakteriellen Zwingerhusten werden heutzutage als Nasentropfen direkt in die Nase eingebracht. Es muss also nicht "gepiekst" werden. Durch diese Impfung wird die örtliche Abwehr der Nasenschleimhaut aktiviert und die Eintrittspforte gegen Bordetella bronchiseptica und Canines Parainfluenzavirus verschlossen.

Frage: Da gegen das Canine Parainfluenzavirus schon bei der Jahresimpfung verabreicht wurde, ist diese Impfung jetzt nicht doppelt gemoppelt oder gar schädlich durch überimpfen?

Antwort: Nein, diese Impfung ist nicht schädlich, sondern nützlich da bei dieser Impfung das Abwehreiweiß IgA gebildet wird. Dieser Eiweißstoff verschließt die Schleimhaut, die ansonsten Eintrittspforte für Viren und / oder Bakterien bildet, und steht kurz nach der Vakzination bereit steht. Der bei der Jahresimpfung gebildete Eiweißstoff IgG steht erst nach einer längeren Anlaufzeit für eine Abwehrreaktion im Blut bereit. Diese Verzögerung gibt dem Erreger die Möglichkeit, sich erst reichlich zu vermehren bevor er bekämpft werden kann.

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Borrelioseimpfung

Im Anschluß an die sechs- bis achtfach Impfung kann nach einer Wartezeit von vier Wochen die Impfung gegen die Borreliose erfolgen. Nach Möglichkeit sollte diese nicht zusammen mit den erstgenannten Impfungen verabreicht werden. Bei hohem Infektionsdruck durch Zecken verwenden Sie bitte ein entsprechendes Acarazid (Mittel zum Vorbeugen gegen Zeckenbefall). Ihr Tierarzt kann Ihnen sicherlich ein oder zwei Mittel empfehlen oder verschreiben.

Diese Impfung muss nach drei bis vier Wochen aufgefrischt werden und sollte danach jährlich, vorzugsweise im Zeitraum zwischen März bis April aufgefrischt werden, um eine höhere Sicherheit während der Zeckenperiode zu haben.

Die Borrelioseimpfung bietet keinen Schutz gegen Zecken sondern nur einen Teilschutz gegen Borreliose!


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