Die Zuckerkrankheit

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Hund
Diabetes-Teststreifen
Diabetes
Katze

Definition

Diabetes-Spritze Insulin

Diabetes mellitus   ist eine Krankheit  , die durch den Mangel des Bauchspeicheldrüsenhormons Insulin hervorgerufen wird. Der Körper kann den Blutzuckerspiegel nicht mehr oder in nicht ausreichender Weise senken. Diese Krankheit ist häufig die Folge einer Schädigung der Bauchspeicheldrüse nach einer Entzündung   durch eine Infektion  .

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Faktoren, die eine Erkrankung   an Diabetes mellitus hervorrufen oder die Entstehung begünstigen können

Rasse:

Bestimmte Hunderassen, wie Zwerg-Schnauzer, Zwerg-Pudel, Zwerg-Spitz, Drahthaarterrier, Scotch Terrier, Deutsche Schäferhunde, Möpse und Teckel zeigen eine höhere Anfälligkeit als andere Rassen. Bei Katzen sind keine rassespezifischen Unterschiede bekannt.

Geschlecht:

Bei Hunden sind vor allem unkastrierte Hündinnen doppelt so häufig betroffen wie Rüden. Im Gegensatz hierzu sind bei Katzen vor allem kastrierte Kater deutlich anfälliger als Kätzinnen.

Alter:

Die Zuckerkrankheit   kann in jedem Alter auftreten, jedoch ist eine statistisch relevante Häufung in der Altersgruppe zwischen sieben bis acht Jahren zu verzeichnen.

Körperliche Konstitution:

Tiere, die an Übergewicht   leiden, entwickeln häufiger das Krankheitsbild eines Diabetes mellitus.

Hormonelle Veränderungen:

Im Zusammenhang mit der Läufigkeit der Hündin kann durch die hormonelle Umstellung, vor allem bei vermehrt auftretenden Scheinträchtigkeiten, Diabetes ausgelöst werden. In einigen Fällen sind es auch Medikamente  , die eine Zuckerkrankheit auslösen können. Es scheint erwiesen, dass bei der Kastration   von jungen, unreifen Katern, die zum Zeitpunkt der Kastration jünger als sieben Monate sind, im Alter vermehrt mit dem Auftreten eines Diabetes mellitus zu rechnen ist.

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Symptome

Ein an Diabetes erkranktes Tier kann die folgenden Symptome aufweisen:

  • Gesteigerter Durst
  • Erhöhter Harnabsatz mit größeren Urinmengen als üblich (Polyurie)
  • Gewichtsverlust
  • Veränderung in der Futteraufnahme: Zunächst gesteigerter Appetit, bei fortschreitender Erkrankung Appetitabnahme.
  • Niedergeschlagenheit, leichte Ermüdbarkeit nach leichten körperlichen Anstrengungen.
  • Gehäuftes Erbrechen
  • Katarakte (grauer Star bei Hunden) können zur Erblindung des Tieres führen.

Bei Auftreten dieser Symptome sollte auf jeden Fall Ihr Tierarzt   oder eine Tierklinik   konsultiert werden.

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Diagnose des Diabetes mellitus

Zuckerkranker Hund mit TierärztinDie Diagnose der Krankheit kann nur in der Praxis Ihres Tierarztes oder einer Tierklinik gestellt werden. Hierzu wird der Tierarzt, nach einer allgemeinen Untersuchung Ihres Tieres, eine Blutuntersuchung sowie die Harnuntersuchung anordnen.

Im Blut kann der Gehalt der Glucose (Blutzucker) direkt gemessen werden. Steigt bei einem Hund der Zucker über 180 mg/dl im Blut an, werden sofort die Nieren aktiviert, die überschüssige Glucose auszuscheiden. Die Körperzellen benötigen Glukose als Energielieferanten, jedoch muss der Zucker zur Verbrennung in die Zellen gelangen. Hierzu wird das Insulin als "Türöffner" benötigt, um die Glucose in die Zelle   zu transportieren. Fehlt das Insulin, beginnen die Zellen zu "hungern" und der Körper gewinnt Energie aus anderen Quellen, wie Fettgewebe und Muskelgewebe (Eiweiß). Dies kann zu erheblichen Störungen im Stoffwechsel   führen. Als Veränderungen sind Störungen im Säure-Basen-Haushalt des Blutes sowie bei den Salzen Natrium und Kalium anzuführen. Die Folge des gestörten Stoffwechsels ist die Bildung von Ketonkörpern. Aber auch schwerwiegende Leberschädigungen, Nierenschäden und Herzmuskelschäden können folgen.

Im Urin wird durch Überschreiten der Nierenschwelle Glucose nachgewiesen. Auch die aus dem Stoffwechsel stammenden Ketonkörper können vorhanden sein und Hinweise auf den Schweregrad der Diabetes geben. Da im Urin eines zuckerkranken Tieres größere Mengen an Glucose enthalten sind, kann es häufig zu einer zusätzlichen Besiedelung der Harnwege durch Bakterien   und/oder Hefepilze   kommen, die eine Untersuchung des Harns unumgänglich machen.

Eine Katze kann in einer Angstsituation, z. B. bei einem Tierarztbesuch, eine stressbedingte Überzuckerung des Blutes zeigen. Durch das Stresshormon Adrenalin werden kurzfristig Glucosereserven freigesetzt, die den Anschein einer Zuckerkrankheit haben können, ohne dass das betroffene Tier erkrankt ist. In diesem Fall wird aber meistens die Nierenschwelle von etwa 200 mg/dl nicht oder gerade eben erreicht, so dass im Urin keine oder nur geringe Glucosekonzentrationen nachgewiesen werden können.

Es können zwei Formen der Diabetes beobachtet werden:

Typ 1 = Insulinabhängiger Diabetes:

Dieser Typ des Diabetes mellitus ist der häufigste und bedeutet, dass Ihr Tier Insulininjektionen erhalten muss!

Typ 2 = Insulinunabhängiger Diabetes:

Bei diesem Typ des Diabetes mellitus werden noch kleine Mengen körpereigenes Insulin gebildet. Eine Behandlung   kann möglicherweise auf Injektionen von Insulin verzichten. Die Therapie kann auf einer angepassten Diät und auf Erhaltung eines normalen Körpergewichtes aufbauen.

Bei beiden Formen der Diabetes ist eine Kontrolle durch den Tierarzt notwendig!

Eine regelmäßige Untersuchung des Allgemeinzustandes des Patienten sowie die Überprüfung des Normalgewichtes sind von entscheidender Wichtigkeit. Ein regelmäßiger Blut- und Harnstatus ist erforderlich, um frühzeitig Infektionen   und Stoffwechselstörungen zu erkennen.

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