Akute Niereninsuffizienz

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Allgemeines

Die akute   Niereninsuffizienz kann bei Katzen häufiger als bei Hunden auftreten. Tiere jeden Alters können betroffen werden, vor allem unter dem Einfluss von Infektionserregern, die die Nieren befallen und die Erkrankung   mit Zerstörung von gesundem Nierengewebe verursachen.

Eine genaue Krankheitsursache kann in den meisten Fällen durch eine gründliche Harnuntersuchung ermittelt werden. Bakterielle Infektionen   können anhand von Keimisolierung und Resistenztest in vielen Fällen gut behandelt werden. Bakterien   die Giftstoffe (Toxine  ) ausscheiden, können schwere Nierenschäden verursachen und in einigen Fällen zum Tod des Tieres führen. So können Corynebakterien zu einer heftigen Ansammlung von Eiter in der Niere führen. Dieser Eiter kann zu einer Ablaufstörung des Harnes führen, was unweigerlich schwere Nierenschäden oder den Untergang der Niere bedeutet. Auch andere akute Infektionen mit Viren   oder Pilzen können eine akute Nierenentzündungen nach sich ziehen.

Auch Krankheiten  , die mit den Nieren in keiner direkten Verbindung stehen, können schwere akute Niereninsuffizienzen verursachen. Als Beispiel soll hier auf die Herzinsuffizienz hingewiesen werden, die durch einen Blutdruckabfall und Minderdurchblutung der Nieren zu einer akuten Niereninsuffizienz führen kann. Ein Darmverschluss oder eine Blutvergiftung, wie auch ein Verschluss der Harnwege durch einen Blasenstein oder eine Blasenlähmung, können zu einer akuten Niereninsuffizienz führen.

Es muss also nicht immer eine infektiöse Ursache hinter einer Nierenerkrankung stecken!

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Symptome

Symptome, bei denen Sie Ihren Tierarzt   sofort aufsuchen sollten:

  • vermehrte Flüssigkeitsaufnahme
  • erhöhter, häufiger Harnabsatz
  • Appetitmangel und/oder Erbrechen
  • Mundgeruch
  • Lustlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Durchfall
  • schlechter Zustand von Fell und Haut

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Nierenfunktion

Die Funktion der Nieren ist lebenwichtig! Eine Fehlfunktion wird allgemein erst bemerkt, wenn etwa 70 % der Nierenfunktionen ausfallen.

Für detaillierte Informationen rufen Sie bitte das Kapitel Nierenerkrankungen auf.

Die harnkonzentrierende  sowie die Filterfunktion der Nieren lässt im Alter der Tiere allmählich nach. Häufiger Harnabsatz und vermehrtes Trinken sind die üblichen Anzeichen. Darüber hinaus sammeln sich Abfallprodukte im Blutkreislauf, führen zu Mundgeruch und den bereits aufgeführten klinischen Symptomen, die sich als Anzeichen der chronischen Niereninsuffizienz deutlich darstellen.

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Fütterung

Fütterung bei chronischer Niereninsuffizienz

Welche Anforderungen sind an die Ernährung bei chronischer Niereninsuffizienz zu stellen?

  • Verminderung des Eiweißgehaltes im Futter, jedoch ohne dass eine Unterversorgung des Körpers mit Eiweiß auftritt, sodass es zu keinem Abbau der Muskulatur kommt oder zur Schwächung des Abwehrsystems.
  • Ein niedriger Gehalt an Phosphor (viel Phosphor ist beispielsweise in Frischfleisch und Knochen enthalten) hilft dem Fortschreiten der Niereninsuffizienz Einhalt zu gewähren.
  • Zusatzstoffe (spezielle Rohfasern und/oder Wirkstoffe aus Schalen- und Krustentieren), die Giftstoffe im Darm binden können und dadurch bei der Entgiftung des Blutes die Nieren entlasten.
  • Zusätze von Puffersalzen, die einer Übersäuerung des Blutes entgegenwirken.
  • Ein ausgeglichener Gehalt an ungesättigten Fettsäuren sowie Vitamine A-C-E tragen erheblich als Bremse der Niereninsuffizienz bei.
  • Obwohl es sich um ein Diätfutter handelt, sollte es dem Patienten möglichst gut schmecken.

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Wichtiger Hinweis zur Fütterung

Bei Nierendiäten handelt es sich um verschreibungspflichtiges Futter. Das bedeutet, dass Ihr Tierarzt die Futterdosis bestimmt und Ihnen auch Anweisung zu ergänzenden Hilfstoffen und zusätzlichen Medikamenten gibt. Es sollten auch in bestimmten Abständen Kontrolluntersuchungen des Patienten sowie des Blutes und des Harnes durchgeführt werden.

Bitte beachten Sie, dass preiswertere rezeptfreie Nierenfuttermittel im Zoohandel erhältlich sind. Sollten diese aber verfüttert werden, so ist eine sehr strenge und häufige tierärztliche Kontrolle des Patienten anzuraten!

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