Harnwegserkrankungen bei Heimtieren

Einleitung | Harnsteine | Infektionen   | Nierenerkrankungen | Tumore  

Warnung:
Unsere anatomischen Seiten enthalten Abbildungen von Präparaten, die bei einigen Lesern zu Unwohlsein führen können. Wenn Sie zu dieser Gruppe von Personen gehören, lesen Sie bitte auf eigene Gefahr weiter.

Einleitung

Zu den Heimtieren zählen überwiegend unsere kleinen Nager. Beispiele sind Kaninchen, Meerschweinchen, Rennmäuse, Mäuse, Ratten, Degus und Chincillas, aber auch Fleischfresser, wie Marder und Frettchen. Bei diesen Tieren handelt es sich um Säugetiere, so dass die für Hund und Katze beschriebenen Erkrankungen der Harnwege auch für diese Tierarten in den meisten Fällen zutreffen. Die Behandlung   gestaltet sich jedoch als schwierig, da die Erkrankungen meist erst in einem sehr fortgeschrittenen Krankheitsstadium vom Tierhalter bemerkt werden. Probenmengen sind gering, da diese Tiere meistens sehr klein sind und häufig über ein kompliziertes Verdauungssystem verfügen, das durch Antibiotika   schnell geschädigt oder zerstört werden kann.

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Harnsteine

Harnwegserkrankungen RÖ NierenverkalkungDie Bildung von Harnsteinen (Steine) bei Heimtieren ist ein verhältnismäßig häufiger Befund. Da Heimtiere   sich von Pflanzen ernähren, ist der Urin sehr alkalisch und stark konzentriert, was die Bildung von Steinen begünstigen kann. Auch falsche Futterzusammensetzungen und chronische   Harnwegsinfekte können die Entstehung von Steinleiden begünstigen. Auch bei Heimtieren kommt es zur Verlegung (Verstopfung) des Harnabflusses, ähnlich wie beim Hund oder bei FUS   (FUS) oder FLUTD   (FLUTD) bei der Katze. Bei einigen Kaninchen kann es zu heftigen Ablagerungen von Salzen in den Nieren oder im Nierenbecken kommen, die im Extremfall zum Untergang der Niere führen können. Sehen Sie hierzu die Röntgenaufnahme von einem Kaninchen zur Verdeutlichung der Nieren (gelb umrandet). Platzieren Sie Ihren Mauszeiger auf der Abbildung. Wenn Sie jetzt die Abbildung wieder verlassen, werden die steinigen Kalkherde verdeutlicht.

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Infektionen

Der alkalische und konzentrierte Urin ist ein guter Nährboden für Keime. Infektionen (Infektionen) treten vermehrt bei Stress, schlechten Haltungsbedingungen und chronischen Infektionen auf. Eine Rotfärbung des Urins kann bei gesunden Kaninchen auftreten, es kann aber auch eine Haematurie (Urinuntersuchung) ursächlich sein. Nur Ihr Tierarzt   kann eine normale Verfärbung unterscheiden und die genaue Diagnose   stellen.

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Nierenerkrankung

Die Ursachen für Nephrithiden und Nephrosen sind bei Heimtieren weitestgehend ungeklärt. Vermutet werden in diesem Zusammenhang: erbliche Belastung, chronische Erkrankungen, Parasiten   und Störungen des Salzstoffwechsels. Nierenerkrankungen werden bei Heimtieren in der Regel häufig erst sehr spät bemerkt, so dass dann die Behandlung in vielen Fällen leider aussichtslos ist.

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Tumore

Harnwegserkrankungen Rö Ratte Tumor lHarnwegserkrankungen RÖ Ratte Tumor r


Ratte, weiblich, 1 Jahr, mit einem Sarkom  . Der Tumor   füllt den größten Teil des Bauchraumes aus. Leider sind Tumore bei Ratten keine seltene Diagnose.

Harnwegserkrankungen Tumor weiblichen RatteBei diesem Tumor handelt es sich um eine bösartige Neoplasie   (Neubildung). Unter dem Mikroskop betrachtet, beobachtet man runde, ovale   oder spindelige Zellkerne von unterschiedlicher Größe. Die Zellbegrenzungen sind nicht mehr eindeutig sichtbar. Die Zellen sind sehr aktiv und mit einer Vielzahl an Zellteilungen beschäftigt. Auf der Abbildung links ist die Gebärmutter und ein Teil des Dickdarms noch sichtbar. Blase, Scheide und Darmanteile sind vollkommen mit dem Geschwulst   verwachsen. Der Ursprung des Tumors ist auch vom Pathologen nicht mehr zu klären. Der Tumor besitzt wegen seiner Größe auch abgestorbene Bereiche, in die Bakterien   vom Darm durchgebrochen sind.


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