Salmonellosen
Definition | 







Allgemeines
Die Salmonellose ist eine Infektionskrankheit bei Mensch und Tier, die durch 















Erreger




Salmonellen verfügen über eine kurze Stäbchen- oder Eiform. Sie messen 0,5-0,8 µm im Durchmesser und 1-3,5 µm in der Länge. Sie können sich mithilfe kleiner Härchen (peritricher Begeißelung) bewegen (siehe Elektronenmikrophotografie). In der 



Da Salmonellen über sehr viele serologische Gruppen verfügen, muss eine Bestimmung der Antigenmerkmale oder biochemischen Stoffwechseleigenschaften der Bakterien folgen. Die Gattung Salmonella (S.) wird in zwei Spezies aufgrund von biochemischen Kriterien unterteilt: S. 



Übertragung
Die Übertragungswege bei Nutztieren sind häufig verschmutzte Weiden oder mit Salmonellen verseuchte Futtermittel. Eine Übertragung von einem ausgewachsenen Tier auf ein Jungtier oder vom Muttertier auf den Fötus beschränkt sich auf die an den Wirt angepassten Salmonellenstämme. Eine 



Krankheit
Alle Bakterien der Gattung Salmonella gelten als 





Erkrankung 

bei landwirtschaftlichen Nutztieren:


Bei Rindern
sind meistens die Kälber betroffen. Sie zeigen hohes Fieber, Darmentzündungen, starke Bauchkrämpfe mit heftigen Durchfällen, die Blut und Schleimhaut enthalten. Blutvergiftungen (Septikämien) sind nicht selten und erlauben dem Bakterium das Ausschwärmen in den Körper, wo es Gelenkentzündungen und Lungenentzündungen verursacht. Die Todesrate ist hoch.
Bei Schafen
sind Verkalbungen ab dem 4. Monat der Trächtigkeit häufig, da die Infektion meist subklinisch (ohne offensichtliche Symptome) verläuft. Ziegen sind verhältnismäßig resistent gegen den Erreger.
Pferde 



erkranken eher sekundär nach anderen schweren Infektionskrankheiten. Fohlen sind jedoch sehr empfindlich und erkranken an den Folgen einer 

Bei Schweinen
sind vor allem die Saugferkel und Jungschweine betroffen. Sie zeigen hohes Fieber, Durchfall und Lungenentzündungen mit hoher 



Hunde und Katzen
sind ziemlich resistent.
Es wird eine verhältnismäßig hohe Keimzahl von 106-109 Salmonellen benötigt, um eine Erkrankung zu verursachen. Die Virulenz der Erreger und die Abwehrlage der Tiere ist von entscheidender Bedeutung für den Verlauf der Erkrankung. Die Inkubationszeit beträgt 3-6 Tage.
Die Salmonellen vermehren sich zunächst in den Darmzotten des Dünndarms. Von hier dringen die Bakterien in die regionalen Lymphknoten ein. Bei schlechter Abwehrlage kann eine Besiedlung der Leber, Milz und Nieren über die Blutbahn erfolgen. Durch bakterielle 









Lebensmittelvergiftung und Typhus beim Menschen
Bei Aufnahme von Lebensmitteln, die mit Salmonellen verseucht sind, können Krankheitssymptome, wie Erbrechen und Durchfall, nach 6-72 Stunden entstehen. Die Salmonellen können mit verschmutztem Trinkwasser, rohem Fleisch (vor allem Geflügelfleisch) und Eiern aufgenommen werden. Die notwendige Infektionsdosis für einen erwachsenen Menschen liegt beim Typhus bei 100, bei weniger virulenten Stämmen bei 1.000.000 Exemplaren je Milliliter.
Das Typhusfieber (Typhus abdominalis) wird durch Salmonella thyphi bei Menschen verursacht. Von den infizierten Personen erkranken jedoch nur etwa 20 % nach einer Inkubationszeit von 7-28 Tagen. Der klinische Verlauf beinhaltet Mattigkeit, Kopfschmerzen, 40-41°C Fieber, Milzschwellung und Durchfall, bei Komplikationen auch Darmdurchbrüche, Entzündungen am Herzen und an den Lungen sowie Knochenentzündung und Hirnhautentzündung. Der Paratyphus zeigt einen milderen Krankheitsverlauf. Im Jahre 2004 konnte Salmonella cholerea suis beim Menschen nachgewiesen werden. Dieser Keim zeigt sich außerordentlich virulent und resistent gegen 

Diagnose
Die Diagnose muss durch ein spezialisiertes Laboratorium erfolgen. Während der Anfangsphase der Krankheit kann der Erreger im Blut mit Hilfe von Blutkulturen nachgewiesen werden. Der serologische Nachweis kann erst nach 2 - 3 Wochen erfolgen. Bakterien können aus Kot oder Organproben nach drei Wochen durch Kulturen nachgewiesen werden. Der Erreger muss identifiziert werden!
Therapie
Die Therapie kann, wenn sie bei der entsprechenden Tierart erlaubt und sinnvoll ist, durch Antibiotika erfolgen. Begleitend muss eine symptomatische 

Vorbeugung
Für Tiere, wie Rinder, Kälber, Schafe, Schweine und Geflügel stehen Impfstoffe zur Verfügung. Für Pferde steht kein zugelassener Impstoff in Deutschland zur Verfügung. Die Impfung von einigen Tieren in Ländern - wie beispielsweise der Schweiz - ist jedoch nicht zulässig. Für den Menschen steht eine Schluckimpfung mit einer Schutzwirkung von 50 bis 70 % und eine klassische intramuskuläre 

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