Ehrlichiose
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Allgemeines
Bei der Ehrlichiose handelt es sich um eine Bakteriengruppe, die eine Vielzahl von Tieren und auch den Menschen befällt. Die Übertragung findet üblicherweise durch Zecken statt. Häufig werden nicht nur Rickettsiose und Ehrlichiose übertragen, sondern auch 









Erreger
Er handelt sich um gramnegative, obligat intrazelluläre 

- Ehrlichia canis, E. chauffeensis, E. muris und E. ewingii
- Ehrlichia phagozytophilia - Anaplasma phagocytophilum
- Neoickettsia sennetsu, N. ristici, N. minthocea und weitere
In der 



Vektoren 



Der Vektor ist in vielen Fällen die Zecke, Ixodes ricinus. Aber auch Flöhe, Läuse, Milben und in sehr seltenen Fällen Mücken, können als Vektoren agieren. In diesen Vektoren durchläuft das Bakterium für gewöhnlich keinen Infektionszyklus, sondern wird lediglich beim Blut-/ Lymphesaugen in den Wirt injiziert.
Infektionszyklus

- Der Vektor Zecke injiziert intrazelluläre Bakterien, z. B. Ehrlichen, in den Wirt: Hund, Mensch, Hirsch etc.
- Eindringen in die Zelle durch Endozytose, wobei die
Zellmembran eingestülpt und

- als kleines
Bläschen , die Zytoplasmavakuole, abgeschnürt wird. Hierbei nimmt die Zelle das Bakterium wie einen festen Futterbestandteil in einem flüssigkeitsgefüllten Bläschen auf.

- Vermehrung der Initialkörperchen in Fall von Ehrlichia canis, 5 Tage nach der
Infektion .

Ausbildung einer Morula (2-5 µm im Durchmesser), in der die Einschlusskörperchen 10 bis 20 Tage nach Beginn der Infektion reifen.

- a) Freisetzung der bakteriellen Partikel durch Exozytose. Hierbei wird der Inhalt der
Vakuole in den Kreislauf des Wirtes abgegeben. Die freigesetzten Bakterien können eine neue Zelle infizieren, so dass sich der Kreislauf ohne den Vektor wiederholt. Oder die Bakterien können erneut von einem Vektor, z. B. einer Zecke, aufgenommen werden, um einen neuen Wirt zu infizieren.

b) Freisetzung der Bakterien durch Apostose der Wirtzelle. Hierzu zerstören die Bakterien die Zelle des Wirtes, um die Freiheit wieder zu erlangen und neue Zellen zu infizieren oder erneut von einem Vektor aufgenommen zu werden.
Klinik
Die 

In der akuten Phase können Mattigkeit, Fieberschübe, Lymphknotenschwellung und Gelenkschmerzen, die mit einer Bewegungsunlust vergesellschaftet sind, vorherrschen. Eine Beteiligung des Zentralnervensystems (

Häufiger ist der 



Der Deutsche Schäferhund und der Dobermannpinscher erkranken sehr schwer.
Diagnose
Zyklus)" />
Im Blutausstrich können Morulas in den Monozyten, neutrophilen und eosinophilen Granulozyten bei der lichtmikroskopischen Untersuchung nachgewiesen werden. Auch aus Biopsien der Milz oder veränderten Lymphknoten können Makrophagen, die Morula enthalten, nachgewiesen werden. Diese Untersuchung kann in einer Tierarztpraxis mit ausreichend ausgebildetem Personal durchgeführt werden.
Der hier gezeigte ELISA-Test kann auch in einem praxiseigenen Labor duchgefüht werden. Er hat aber eine sehr viel höhere Wahrscheinlichkeit, etwa 98 %, den Erregernachweis zu erbringen.
In spezialisierten Laboren kann der Erreger mittels IFAT - Immunluoreszenz-Antikörpertest - (links im Bild) nachgewiesen werden. Dieser Test ist spezifisch aber nicht so empfindlich, da der Erreger erst nach 7 - 21 Tagen nach der Infektion nachgewiesen werden kann. Heutzutage findet hier die 



Therapie
Die Therapie sollte nach Diagnosesicherung mit Doxicyclin als Mittel der ersten Wahl zweimal täglich über 3 - 4 Wochen eingesetzt werden. Alternativ kann auch mit klassischen Tetrazyklinen oder Chloramphenicol behandelt werden. Beim Vorliegen einer Babesiose sollte eine zusätzliche Therapie mit Imidocarbdipropionat (Imizole®) durchgeführt werden.
Vorbeugung - Prävention
Dieses ist das wohl wichtigste Kapitel, zumal Sie Ihr Tier schützen können!
Am besten sind sogenannte Reppelentien/Antiektoparasitika geeignet, die den Vektor (Zecken, Flöhe, Läuse etc.) abschrecken oder abtöten und - möglichst vor dem Stich - in die Flucht schlagen. Das Präparat wird üblicherweise alle vier Wochen auf das Tier aufgebracht. Bei Reisen in Regionen mit hohem Infektionsrisiko sollte eine 

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