Katzenschnupfen-Komplex
Definition | 







Definition
Unter dem Begriff "





Erreger
Da es sich bei dieser Krankheit um einen Krankheitskomplex handelt, der durch eine Vielzahl von Erregern, wie Herpesviren, felinen Caliciviren, Picornaviren, Reoviren, Parainfluenzaviren, 







1. Calicivirus
Das Calicivirus der Katze zählt zur Gruppe der Picornaviren und ist daher ein sehr kleines 



2. Herpesvirus

Das Herpesvirus vom Typ-1 der Katzen ist ein 



3. Chlamydien

Chlamydien sind eine Erregerform, die zwischen Virus und Bakterie steht. Chlamydien pflanzen sich in einer Wirtszelle fort, einem Virus ähnlich, können aber im Gegensatz zu 





4. Bordetella 



Diese kleinen gramnegativen kurzen Stäbchen sind bewegliche Bakterien, denen seit Kurzem erst Aufmerksamkeit im Katzenschnupfen-Komplex geschenkt wird. Beim 

5. sekundär Flora
Mykoplasmen sind sehr kleine 


















Übertragung
Die Übertragung erfolgt durch Versprühen von infektiösem Material durch Niesen oder Husten, also als Tröpfcheninfektion von Katze zu Katze. Auch über den Speichel kann eine 

Krankheit
Der Katzenschnupfen-Komplex sollte nicht mit einer gewöhnlichen Erkältung verwechselt werden! Es handelt sich, wie bereits beschrieben, um eine schwere Erkrankung der oberen Atemwege und der Schleimhäute der Augen. Die Krankheit bricht je nach verursachendem Erreger nach ein bis fünf Tagen aus. Zunächst röten sich die Schleimhäute durch eine vermehrte Durchblutung und schwellen durch das Entzündungsgeschehen an. Die Viren zerstören Zellen der Schleimhaut, welche aufbricht und geschwürartige Defekte bilden kann. Diese werden von Bakterien besiedelt, die durch ihre Giftstoffe die Gewebeschädigung verstärken.
Die Kätzchen haben starke Schmerzen beim Fressen und der Wasseraufnahme. Das abgestorbene 







Bei Infektionen mit dem Herpersvirus können auch Krankheitsrezidive auftreten, da das Virus im Körper verbleibt. Beispielsweise bildete sich bei dieser erwachsenen Katze, die zuvor schon einen Katzenschnupfen erlitten hatte, erneut ein Zungengeschwür nach einer Stresssituation, wodurch die Abwehrlage vermindert wurde und die Krankheit ausbrach.
Auch Herpesinfektionen am Auge können rezidivieren (erneut auftreten). Das Auge der Katze ist mit einem Farbstoff angefärbt; sichtbar sind die typischen dendritischen (strahlenförmig) Ausläufer auf der Hornhaut. Eine Behandlung ist auf jeden Fall notwendig. Schwere Augenentzündungen können zur Erblindung und zum Verlust des Augenlichtes führen.
Diagnose
Die Diagnose kann nur der 

Therapie
Die Therapie sollte möglichst frühzeitig begonnen werden. Sie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Allgemeinzustand des Patienten.
Der Tierarzt kann eine Passivimpfung einsetzen, die dem Tier vorgefertigte Abwehrstoffe gegen Herpes- und Caliciviren zur Verfügung stellt. Antibiotika können bakterielle Sekundärinfektionen bekämpfen oder verhindern. Künstliche 

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Prophylaxe 

/ Vorbeugung


Die beste Möglichkeit, eine schwere Schnupfenerkrankung zu verhindern, ist die Impfung. Es stehen hochwirksame Impfstoffe zur Verfügung gegen Calicivirus, Herpesvirus, Chlamydien und Bordetella bronchiseptica. Die Impfung sollte jährlich erfolgen, aber Ihr Tierarzt wird sicherlich die speziell für Ihr Tier notwendige Impfpraxis entscheiden. Auch was geimpft werden soll, entscheidet am besten Ihr Tierarzt / Ihre Tierärztin, der / die Ihren Liebling am besten kennt.
Um Erkältungskrankheiten vorbeugen zu können, müssen allgemein vorsorgliche Maßnahmen getroffen werden, die sich immununterstützend auswirken und einen Angriff durch Bakterien und Viren abzuwehren helfen. Sehr wichtig ist eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft. Bei nassem Wetter sollten durchnässte Katzen mit einem Handtuch trocken gerieben werden und an einen warmen Ort zur Nachtrocknung gesetzt werden (Ofen oder Heizung, nicht zu heiß!). In der Übergangszeit vom Herbst zum Winter können Vitaminpräparate das Abwehrsystem unterstützen. Therapeutika, sei es Homöopathika oder pflanzliche Präparate, sollten nur nach tierärztlicher Anleitung und Absprache verabreicht werden. Die trockene Heizungsluft im Winter belastet auch die Schleimhäute unserer Haustiere, so dass eine Luftbefeuchtung durch Zimmerbrunnen oder Raumbefeuchter anzuraten ist.
Wichtig: Entgegen der fälschlichen allgemeinen Meinung müssen auch reine Hauskatzen und alte Katzen regelmäßig gegen Katzenschnupfen geimpft werden!
Auch bei alten Menschen wird die Grippeschutzimpfung empfohlen, da im Alter das Abwehrsystem träge wird und so ein wenig auf Trab gebracht wird!
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