Echinococcose

Echinococcus VergleichBei der Echinococcose handelt es sich um Infektionen   mit Bandwürmern der Gattung Echinococcus. Diese extrem kleinen Bandwürmer sind weltweit verbreitet und verfügen über eine Reihe von Familienmitgliedern. Diese sind unter anderem: Echinococcus granulosus (Echinococcus cysticus), Echinococcus multilocularis, (Echinococcus alveolaris), siehe Abbildung Größenvergleich, Echinococcus patagonicus, Echinococcus oligarthrus, Echinococcus vogeli, Echinococcus ortleppi (Rinder  ), Echinococcus equinus (Pferde  ) und Echinococcus shiquicus. Die beiden Erstgenannten kommen in Europa vor und sind für den Menschen von großer Bedeutung. Um einen besseren Überblick zu erhalten, lesen Sie bitte auch unsere Themen zum  Fuchsbandwurm und  Hundebandwurm.

Da der Mensch für diesen Wurm einen Zwischenwirt darstellt, können wir bei uns und unseren Kindern den Wurm nicht durch Einnahme einer einfachen Wurmkur beseitigen, sondern erfahren die Konsequenzen, die durch das Larvenstadium dieser Parasiten   in unseren Organen ausgelöst werden.

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Echinococcus cysticus oder Hydatidose des Menschen

Echinococcus Leberyste beim MenschenDie zystische Echinokokkose wird durch Echinococcus granulosus verursacht und überwiegend durch Hunde übertragen, die rohe Schlachtabfälle von Rind, Schaf oder Wild zum Fressen erhalten haben. Dieser mögliche Befall kann dann beim Menschen zur Hydatidose führen. Bei dieser Krankheit   werden große Wasserblasen, beispielsweise in der Leber, ausgebildet. Platzen diese Wasserblasen in der Bauchhöhle, kommt es zur unkontrollierten Aussaat der Protoscolexe in die Bauchhöhle mit einem allergischen Schock  , was zum Tod des Individuums führen kann. Im Allgemeinen verursachen die hydratidischen Zysten   keine Unterleibsschmerzen, können aber in der Leber zum Gallenstau und zu Gelbsucht führen. Diese hydratidischen Zysten können dann nur unter großen Schwierigkeiten chirurgisch entfernt werden, wobei ein Platzen möglich ist und die bereits beschriebenen Komplikationen eintreten.

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Echinococcus alveolaris oder Hydatidose calcicans

Echinococcus-alveolarisDie Alveoläre Echinococcose wird durch Echinococcus multilocularis verursacht, der gehäuft in Russland, Sibirien und Alaska zu diesem Krankheitsbild führt. Die Larven werden mit verschmutzter Nahrung aufgenommen und bilden in der Leber schwammartige Gebilde. Die sehr kleine Zysten bilden Kalkablagerungen in den Brutkapseln, deren Trümmer und Kalkkörperchen den sogenannten Hydatidensand bilden. Das Wachstum der Finnen ist langsam und kann mehrere Jahre dauern. Während des Wachstums wird das Lebergewebe langsam zerstört, die Leber vergrößert, und durch den Gallenstau kommt es zur Gelbsucht. Später staut sich auch die Pfortader, was wiederum zur Bauchwassersucht führen kann. Eine Behandlung   dieser sich ausbreitenden Pseudotumore kann häufig nur chirurgisch erfolgen. Chemotherapie   kann hilfreich sein, Bestrahlungen haben häufig schwere Nebenwirkungen.

Am wichtigsten ist die Vorbeugung durch regelmäßige und rigorose Entwurmungs-Kampagnen in Gebieten mit hohem Infektionsrisiko. Die Entwurmung sollte vor allem bei Hunden und Katzen erfolgen. Es sollte auch kein rohes und unbehandeltes Fleisch an die Tiere verfüttert werden.

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