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Allgemeines
Die Familie der Bandwürmer (Taenien) verursachen Erkrankungen, die als 



Zwischenwirte sind meist herbivore (pflanzenfressende) Säugetiere, wie z. B. 



Morphologie der Bandwürmer
Der Anfang des Bandwurmes wird durch den Skolex (Kopfbereich) des 


Proglotid von Taenia solium vor der 

1. Genitalpore
2. Ausscheidungskanal
3. 

4. 



5. Dotterdrüse
6. Gebärmutter (

7. Scheide (

Entwicklungs-Zyklus

A: Normaler parasitärer Zyklus

1. Eier oder trächtige Proglotiden werden mit dem Kot ausgeschieden und warten im Gras auf den Wirt.
2. Rinder (Taenia saginata; Sa) und Schweine (Taenia solium; So) werden durch die Aufnahme von durch Eier oder Proglotiden verseuchte Futterpflanzen infiziert.
3. Im Zwischenwirt (Rind, Schwein) angelangt, platzt das Ei auf und setzt die Onkosphären (Larvenstadium) frei. Diese durchdringen die Darmwand und wandern über die Blutgefäße in Leber, Muskeln etc.
4. An ihrem Bestimmungsort angekommen, entwickelt sich die Onkosphäre nun zur Metazestode (Finne) oder dem Cysticercus. Dieser reift im 

5. Durch die Aufnahme von rohem Rinder- oder Schweinefleisch kann ein Fleischfresser (auch der Mensch) den Cysticercus verschlucken, der dann in seinen Darm den Skolex ausstülpt und sich in der Darmwand verankert.
6. Im Darm wächst der Bandwurm schnell heran. Durch das reichhaltige Nahrungsangebot wird er geschlechtsreif. Nach dem Geschlechtsakt reifen 35.000 bis 150.000 Eier in der Gebärmutter der Proglotiden.
7. Die trächtigen Proglotiden können sich durch Muskelkontraktionen fortbewegen. So können sie den Wirt über den After verlassen und im saftigen Gras bis zu drei Tage überleben, um verschluckt zu werden.
8. Das Verschlucken der Onkosphären durch den Endwirt, z. B. Fleischfresser (auch Menschen), kann gelegentlich zur Fehlentwicklung von Metazestoden im Endwirt führen. Die Finnen siedeln sich dann häufig im Unterhaut- und Muskelgewebe an. Die versehentliche Einnistung in Auge oder 

Zwischen den einzelnen Taenia-Arten bestehen enge Gemeinsamkeiten in der Epidemiologie (wissenschaftliche Disziplin, bei der die Auswirkung von 

Familie Taeniidae
- Taenia saginata - Rinderbandwurm des Menschen (Endwirt) - Cysticercose beim Rind (Zwischenwirt)
- Taenia solium - Schweinebandwurm des Menschen (Endwirt),
Erreger der Cysticercose beim Schwein (Zwischenwirt) durch Cysticercus cellulosae

- Taenia hydatigena (Cysticercus tenuicollis) (Endwirt: Hund, Fuchs, andere Fleischfresser, Zwischenwirt: Schwein, Rind, Schaf)
- Taenia multiceps (Endwirt: Hund, Fuchs, andere Fleischfresser, Zwischenwirt: Rind, Schaf) Cysticercus-Finne = Coenurus cerebralis, die Wasserblase kann im Gehirn des befallenen Tieres maximal die Größe eines Hühnereis erreichen. Die Finne verursacht die Zönurose, die zur "Drehwurmkrankheit" führen kann.
- Taenia ovis (Endwirt - Bandwurm: Hund, Fuchs, andere Fleischfresser, Zwischenwirt - Finne: Schaf, Ziege - Cysticercus ovis)
- Taenia taeniaeformis (Endwirt: Katze, Fuchs, andere Fleischfresser)
Zwischenwirt: Nager - Finne: Cysticercus fasciolaris in der Leber von z. B. Ratten.
- Taenia pisiformis (Endwirt: Hund, Fuchs, andere Fleischfresser, Zwischenwirt: Hase, Kaninchen)
- Taenia serialis (Endwirt: Fuchs, Hund und Katze, Endwirt: Wildkaninchen, Hase und Nagetiere)
- Echinococcus (Hunde- und Fuchsbandwurm) Hauptwirt: Fleischfresser, Zwischenwirt: z. B. Mensch, zystische Echinokokkose - Alveoläre Echinokokkose)
- Taenia crassiceps (ähnl. Echinokokkose, ist selten)
Infektion

Die häufigste Infektionsquelle für den Menschen stellt der Verzehr des rohen Fleisches der Zwischenwirte dar. Beispielsweise rohes Rinder- oder Schweinefleisch auf einem Mettbrötchen. Durch Verschlucken der Metazestoden (Finnen), die sich in rohem, also unbehandeltem Fleisch befinden, kann sich der Bandwurm entwickeln. Die Metazestoden werden durch die Verdauungssäfte des Endwirtes aus ihrem Schlaf geweckt. Die Finnen stülpen nach ihrer Freisetzung den Skolex aus der Finnenblase in das Darmlumen (Darminnenraum) aus. Mit Hilfe des Rostellum (Hakenkranz) und der vier Saugnäpfe verankert sich der Wurm in der Darmschleimhaut. Dieser Skolex ernährt sich von dem im Verdauungssaft befindlichen Nährstoffen und wächst so langsam zu einem langen Bandwurm heran. Ein ausgewachsenes, geschlechtsreifes Exemplar kann eine Länge von 15 bis 250 cm erreichen. Sind mehrere Würmer im Darm vorhanden, kann eine geschlechtliche Fortpflanzung stattfinden. Die Würmer verfügen aber über beide Geschlechter, sie sind also Hemaphroditen (

Die vom Zwischenwirt aufgenommenen Eier oder Proglotiden setzen die Onkosphäre frei, die den 

Die Selbstinfektion des Menschen (Autoinfektion) kann durch Verschlucken trächtiger Proglotiden oder Eier erfolgen, vor allem wenn während des Schlafes im Afterbereich gekratzt wird und unter den Nägeln Eier oder Teile von Proglotiden in den Mund oder mit Nahrung in den Mund geschleust werden. Am Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde vor allem unter übergewichtigen Damen das "Schlucken von Bandwürmern" eine geläufige Praxis. Jeder, der es sich leisten konnte, hatte seinen Bandwurm als "Haustier im Körper"! Es wurden gereinigte Bandwurmproglotide (sanitized tapeworms) im Glas angeboten, die leicht zu schlucken waren und keine krankmachenden Effekte haben sollten. Die Anwendung der Bandwürmer versprach der Werbung nach einen schlanken Körper, ohne dass dabei auf eine übermäßige Nahrungsaufnahme verzichtet werden musste oder gar lästige sportliche Aktivitäten vonnöten waren. Als Beweis haben wir das Plakat von 1920 für Sie im Internet entdeckt.
Gegen diese Therapie spricht, dass Probleme bei einem Fehlzyklus des Bandwurmes auftreten können. Dies geschieht, wenn im Endwirt die Onkosphäre aus dem Ei freigesetzt wird und sich der Cysticercus im Gehirn, Auge oder anderen wichtigen Organ ansiedelt und zu Störungen führt!
Diagnose
Die Diagnose kann schon durch Beobachtung von Proglotiden im Kot oder Perianalbereich des erkrankten Tieres gestellt werden. Der 





Therapie
Die 



Die Behandlung von Tieren, die durch Bandwürmer erkrankt sind, muss wiederholt werden und sollte durch den Tierarzt überwacht werden.
Die Behandlung der Metazestoden (Finnen) ist schwierig. Bei entsprechenden Beschwerden muss in diesen Fällen der Cysticercus chirurgisch entfernt werden.
Vorbeugung
Verzicht auf rohes, unbehandeltes Fleisch. Wenn das Fleisch roh verzehrt werden soll, muss es zuvor tiefgefroren werden, so dass im Kern (Zentrum) eine Temperatur von -18°C erreicht und über 72 Stunden konstant gehalten wird. Die Kristallbildung im gefrorenen Fleisch führt zum Tod der Metazestoden (Finnen). Haustiere sollten in regelmäßigen Abständen entwurmt werden und kein rohes Fleisch als Futter erhalten.
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