Schmerzen

Schmerzen

gr.: algos = Schmerz -> med. Algesie     lat.: dolor = Schmerz

Hund und KatzeJedes Tier interagiert mit seiner Umwelt, in der es lebt. So können Reize, die auf einen Organismus   einwirken, als angenehm und das Wohlbefinden fördernd wahrgenommen werden. Negative Reize werden als unangenehm empfunden und führen zu einer Schutzhaltung des Tieres. Dies führt zu einem Schutzmechanismus, der das Überleben des Tieres in der freien Natur sichert. In Abhängigkeit des Entwicklungstands des Nervensystems können Tiere den Reiz differenzieren und genauer wahrnehmen. So kann beispielsweise ein Regenwurm, der über ein einfaches ZNS   verfügt, zwischen Wärme und Kälte sowie Feuchtigkeit und Trockenheit unterscheiden, nicht aber, wie ein Säugetier, zwischen Bauch- oder Muskelschmerzen differenzieren.
Der Schmerz bildet ein akutes Geschehen, das ein Warnsystem des Organismus darstellt. Beim Säugetier beruht der Schmerz auf einer komplexen, subjektiven Wahrnehmung, die auf der Reizverarbeitung zwischen Sinnesorganen und Gehirn   beruht und von unangenehm bis unerträglich reicht.
Hält der auslösende Reiz an, können akute   Schmerzen zu chronischen Schmerzen werden.
Schmerzreize werden durch Nozizeptoren   wahrgenommen, die sich in sämtlichen Organen der Wirbeltiere befinden, außer im Gehirn und in der Leber.
Diese Nervenendigungen können

  1. mechanisch auf Druck oder Durchtrennung reagieren.
  2. thermisch auf Hitze oder Kälte reagieren
  3. chemisch auf Giftstoffe, Säuren, Basen etc. reagieren.

Die von diesen Sensoren ermittelten Reize werden über Nervenfasern an das Rückenmark übertragen. In den meisten Fällen findet die Übertragung über das Rückenmark an das Gehirn statt. Im Gehirn werden die Signale interpretiert und gegebenenfalls als Schmerz wahrgenommen und eine Gegenmaßname ergriffen.
Schmerzen werden in akute, chronische   und sympathisch-unterhaltene Schmerzen unterteilt. Genauere Erklärung erhalten sie in den Abschnitten Ursachen der Schmerzen.

Lernen Sie, wie der Schmerz ausgelöst wird. Unter der Schmerzkaskade sehen Sie die Vorgänge, die von der Entstehung des Schmerzes bis zur Reparatur des geschädigten Gewebes stattfinden.

Ursachen des Schmerzes: sehen Sie die Zusammenhänge der unterschiedlichen Schmerzen von akut   bis chronisch  , von Knochenschmerzen bis hin zu Schmerzen der Weichteile, wie Nierenkoliken und Darmkrämpfe.

Schmerzen können durch Schnitt- oder Stichwunden ausgelöst werden, die nicht selten bei Hund und Katzen sind.

Schmerzen nach Sportverletzungen, wie Zerrungen und Gelenkdehnungen, sind beim Agility, aber auch beim wilden Spielen mit dem Ball ein wichtiges Thema. 

Verstehen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze, wenn diese einen Knochenbruch erleiden. Welche Gefahren lauern und sollten berücksichtigt werden.
Tumore   führen in den meisten Fällen nicht zu Schmerzen, doch es gibt Ausnahmen.

Entwicklungsstörungen und Missbildungen an den Knochen und Gelenken führen nicht nur bei Hunden und Katzen zu Schmerzen. Beispiele hierfür sind der isolierte Prozessus anconeus, der fragmentierte Processus coronoideus medialis ulnae  , die Osteochondrosis dissecans   und andere.

Viele Hunde, Katzen und Pferde   leiden unter Arthritis  , Osteoarthritis   oder Arthrosen. Wichtige Themen sind die HD  , ED  , OCD  , Legg-Perthes.

Ein häufig ignorierter Schmerzfaktor bei Hunden und Katzen sind faule Zähne. Dieses Thema wird häufig vom Tierhalter übersehen oder ignoriert.

Im Haushalt lauern Gefahren durch Chemikalien in Haushaltsreinigern, die zu Verätzungen an der Haut und Schleimhäuten führen können.

Entzündungen und mechanische Reizungen, wie beispielsweise Harn- oder Gallensteine, können erhebliche Schmerzen auslösen. Vor allem bei Pferden sind die kolikartigen Schmerzen durch Parasiten   ein gefürchtetes Übel!

Wissen Sie, wie Sie Schmerzen bei Ihrem Tier erkennen können? Ist der Schmerz erkannt, kann der Weg zum Tierarzt   / Tierärztin gemacht werden, um dem Liebling schnellstmöglich Leid zu ersparen.

Zu guter Letzt wird das Thema der Therapie   von Schmerzen behandelt. Oftmals werden vom Besitzer frei verkäufliche Medikamente   aus der Apotheke eingesetzt. Diese können aber erhebliche Gefahren und gesundheitliche Risiken für Hund und Katze in sich bergen.

Das Team von Tierklinik  .de hofft, Ihnen mit diesen Beiträgen einen Einblick in die Problematik der Schmerzen bei unseren Haustieren geben zu können.

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