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Einleitung


Stärke ist ein Polysaccharid, also ein langkettiger Zucker, der von den Tieren als Energiequelle genutzt werden kann. Wird mit dem Futter ein Überangebot an Energie angeboten, können beim Jungtier nach Verstoffwechselung Wachstumsstörungen auftreten. Hieraus folgen Erkrankungen des Skelettsystems und der Gelenke. Diese Wachstumsstörungen zeigen sich vor allem bei schnell- und großwüchsigen Hunderassen. Bei Tieren die das Wachstum abgeschlossen haben, führt ein Überangebot von leicht verdaulichen Kohlenhydraten und Stärke zur Verfettung.

Eine Unterversorgung kommt heutzutage in Europa nur selten oder gar nicht mehr vor. Möglichkeiten einer Unterversorgung bestehen bei Arbeitshunden mit hohem Leistungsaufwand und weiblichen Tieren, die während des Säugens der Welpen einen hohen Energiebedarf haben.

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Getreidekörner

Hierzu zählen Reis, Hafer, Mais, Weizen, Hirse, Gerste und Roggen. Sie bestehen aus einer Frucht, umgeben von einer Samenschale in die der Pflanzenkeimling mit seinem Nahrungsreservoir eingebettet ist. Die Jungpflanze enthält die Nahrung aus dem Endosperm, das etwa 80% des Samenkorns ausmacht und aus Stärke besteht. Diese soll der Jungpflanze helfen, das Licht der Welt zu erblicken. Diese Pflanzensamen sind reich an Energie und haben einen geringen Eiweißgehalt. Damit unsere Haustiere diese Energiequelle nutzen können, müssen erst einige Verfahren angewandt werden, um diese Nährungsmittel aufzuwerten. Reis muss beispielsweise mehrfach poliert werden, Hafer und Gerste müssen entspelzt werden. Hierdurch gehen Rohfasern und Vitamin B verloren, die Verdaulichkeit nimmt jedoch zu. Damit die Verdaulichkeit noch gesteigert werden kann, ist die Herstellung von Flocken das Verarbeitungsverfahren der Wahl. Vor allem Haferflocken haben eine gute Akzeptanz durch den relativ hohen Anteil an Fett. Sie enthalten somit wichtige ungesättigte Fettsäuren und werden häufig für Hundeflocken, aber auch zur ergänzenden Fütterung von Heimtieren wie z.B. Nagern genutzt. Bei der Fütterung von Reis ist vor allem ungeschälter Reis besonders wertvoll durch sein reichhaltiges Angebot an Nährstoffen, die auch nach dem Kochen zum Großteil erhalten bleiben.

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Gereide -Mehle, -Nudel, -Brot

Bei der Herstellung von Getreidemehl gehen Samenschale und große Anteile des Pflanzenkeimlings verloren und damit wertvolle Bestandteile wie Rohfaser, wasserlösliche Vitamine, Vitamin E und Mineralien. Das Produkt ist somit einseitiger als der Ausgangsstoff - das Korn!

Frisches Brot sollte weder an Hunde noch an Heimtiere (Kaninchen, Meerschweinchen etc.) verfüttert werden, da es zu Fehlgärungen im Darm führen kann. Altes, abgelagertes Brot hingegen ist durchaus geeignet, zumal die Kautätigkeit unterstützt wird. Nudeln weisen eine höhere Verdaulichkeit als Brot auf. Sie sind durchaus zum Strecken und Ergänzen einer Schonkost geeignet.

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Nebenprodukte der Getreideverarbeitung

Zu diesen Produkten zählen Weizenkeime. Sie sind reich an Fetten, Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren, werden aber leicht ranzig. Ein weiteres Produkt ist Biertreiber, der in geringen Mengen Hundefutter zugesetzt werden kann. Er ist reich an Rohfasern und Eiweiß, sollte jedoch nur getrocknet verwendet werden. Zu guter Letzt sind Mais- und Weizenkleber zu erwähnen. Auch bei diesen Produkten sollte ein eher kleiner Anteil einer Futterration zugesetzt werden, da diese leicht zu Verklebungen im Maul und zu Allergien führen können.

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Hülsenfrüchte, wie Erbsen und Bohnen

Diese enhalten einen höheren Eiweißanteil von etwa 25%, die Stärke kann im Dünndarm von unseren Freischfressern aber nicht verdaut werden. Sie wird jedoch von den Darmbakterien im Dickdarm gespalten. Wichtig ist, dass diese Nahrungsmittel erst gekocht werden, damit die Schadstoffe zerstört werden. (Siehe unseren Abschnitt über Gemüse.)

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