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Ernährung bei Lebererkrankungen


Allgemein

Lebererkrankungen können sehr vielseitig sein, da dieses Organ über schätzungsweise 1500 Funktionen verfügt. Hierzu gehören die Umwandlung der Nährstoffe in Energie oder Speicherprodukte im Stoffwechsel, die Entgiftung, Bildung von Blutbestandteilen und Speicherung von Mineralstoffen und Vitaminen. Die meisten Erkrankungen der Leber werden durch Viren, Bakterien, Parasiten, Chemikalien, Medikamente und in seltenen Fällen durch Pilze verursacht. Wird durch einen Erreger eine Entzündung der Leber verursacht, wird dies unter dem Begriff Hepatitis zusammengefasst.

Wenn Sie zu diesem Thema genauere Informationen wünschen, besuchen Sie bitte den Abschnitt Lebererkrankungen in unserer Rubrik "Medizin - Gastroenterologie - Leber" - von der Anatomie bis zu häufigen Lebererkrankungen, alles wissenswertes bei Tierklinik.de.

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Faktoren, die unter gegebenen Umständen das Auftreten von Lebererkrankungen begünstigen können:

Alter:
Störungen in der Entwicklung während der embryonalen Phase können zu Leberstörungen führen. Beispielsweise sorgt ein Porto-Systemischer-Shunt (Kurzschluss in den Lebergefäßen) dafür, dass ein Großteil des Blutes die Leber umgeht, also nicht von ihr entgiftet wird.Symptome sind sehr früh zu erkennen und können zum Tod führen. Tumore der Leber kommen eher bei den Senioren unter den Tieren vor, können aber auch durch Infektionskrankheiten wie Leukose verursacht werden.

Rasse:
Manche Rassen sind für einige Lebererkrankungen anfälliger als andere. z.B. Cocker Spaniel und Deutscher Schäferhund (Leberzirrhose); West Highland White Terrier und Bedlington Terrier (chronische Hepatitis und Kupferspeicherkrankheit). Siamkatzen z.B. Leberlipidose (Fetttröpfenchenkrankheit) und Leberamyloidose (Abwehreiweißablagerung nach Entzündungen).

Umwelt:
Die Aufnahme von Pflanzenschutzmitteln, Rattengift, Reinigungsmitteln im Haushalt oder Chemikalien in einer Werkstatt z.B. Propylenglycol können Leberschäden verursachen ebenso wie die Aufnahme von Medikamenten die im Haushalt frei zugänglich aufbewahrt werden, z.B. hochdosierte Vitaminpräparate für den Menschen, die Antibabypille oder Herzmedikamente.

Körperliche Konstitution:
Stark übergewichtige Tiere können Fett in die Leber einlagern und das Lebergewebe schädigen. Bei Hungerperioden von mehr als 4 Tagen können leberschädigende Stoffwechselstörungen auftreten. Übergewichtige Tiere neigen zur Entwicklung eines Diabetes, wobei leberschädigende Ketonkörper gebildet werden.

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Symptome, die auf eine Herzerkrankung hinweisen können:

Die Zeichen für eine Lebererkrankung sind nicht sehr eindeutig im Anfangsstadium, sie können auch als Begleitsymptome bei anderen Krankheiten auftreten. Eine Diagnose kann nur durch den Tierarzt gestellt werden. Die hier aufgeführten Symptome sollten Sie veranlassen, Ihren Tierarzt zu konsultieren. Eine Behandlung in der frühen Krankheitsphase kann den Krankheitsverlauf maximal abmildern bei diesem wichtigen Organ.

Erste Anzeichen sind sehr unspezifisch und treffen auch auf andere Krankheiten zu:

• Apathie (Niedergeschlagenheit)
• Inappetenz (mangelnde Fresslust)
• Vomitus (Erbrechen)
• Diarrhoe (Durchfall, in einigen Fällen gelblicher Kot)
• Gewichtsverlust
• Polydipsie (vermehrter Durst vor allem bei Hunden)

Bei fortschreitenden Lebererkrankungen werden die Symptome deutlicher, die Behandlung aber schwieriger:

• Ikterus (Gelbsucht, Gelbfärbung der Schleimhäute (Zahnfleisch und weißer Teil des Auges) bei Fortschreiten wird auch die Haut gelb gefärbt, was durch das Fell schwer zu sehen ist)
• Aszites (Bauchwassersucht, geschwollener Bauch)
• ungewöhnliches Verhalten (leichte Erregbarkeit, Agressivität, Krämpfe)
• Koma (Bewusstseinsverlust in der finalen Phase)

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Diagnose

In den meisten Fällen kann der Tierarzt während der klinischen Untersuchung und beim Abtasten des Bauchraumes und des Lebersaumes Symptome finden, die einen Verdacht rechtfertigen. Weiterführende Untersuchungen sind Blutbild, Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG), Prüfung von Eiweißstoffwechsel, Kohlenhydratstoffwechsel, Wasserhaushalt und Entgiftung durch die Leber (Bromsulphalein-Probe), Gallenfarbstoffbestimmung sowie Bestimmung der Serumenzyme Transaminasen (ALT, AST, GLDH, LDH, AP und γ-GT) und Überprüfung der Gerinnung (PTT und Hepato-Quick). In seltenen Fällen müssen einzelne Gerinnungsfaktoren getestet werden. Eine Prüfung der Serumgehalte von Eisen und Kupfer kann weitere Aufschlüsse geben. Schließlich kann die Kontrolle des Fettstoffwechsels wertvolle Hinweise geben.

Bildgebende Verfahren können notwenidg werden wie Röntgen, Ultraschall oder Dopplersonografie (Durchblutungsmessung) oder sogar chirurgisches Vorgehen wie Laparotomie (Eröffnung der Bauchhöhle), Laparoskopie (endoskopische Untersuchung) mit anschließender Leberbiopsie (Entnahme kleinster Gewebeproben für die Analyse durch einen Histopathologen). In einigen Fällen müssen Kotuntersuchungen auf Parasiten, Bakterien, Pilze oder auf Viren durchgeführt werden. Bei allgemeinen Infektionskrankheiten, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder der Nieren können noch weitere aufwendige Untersuchungen vonnöten sein, das ist je nach Erkrankung sehr verschieden, z.B.:

Leberamyloidose - Leberbiopsie
Leberdegeneration (Schrumpfleber, Fettleber, Leberzirrhose) - Blut, Röntgen, Ultraschall, Biopsie
Leberentzündung (Bakterien die über die Blutbahn oder die Gallenwege die Leber erreichen sind am häufigsten) - Blutuntersuchung, Kotuntersuchung, Ultraschall, Leberbiopsie
Leberparasiten (einige Parasiten wandern durch die Leber oder bewohnnen dieses Organ und richten erheblichen Schäden an) - Kotuntersuchung, Endoskopie, Biopsie
Lebertumore - Ultraschall, Laparotomie, Biopsie
Porto-Systemischer-Shunt - Blutwerte, spezielle Röntgenverfahren, Ultraschall
Vergiftungen - Blutuntersuchung, Biopsie, toxikologische Analyse
• viele weiter sind möglich!

Weitere Informationen:

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Futter-Rezeptur

Da die Leber sehr kompliziert ist, kann die Fütterung nicht mit einem einfachen Rezept sichergestellt werden, sondern bedarf der Diagnose und des tierärztlichen Rates. Es ist zu empfehlen, ein Fertigfutter zu verwenden, da die Zusammensetzung von leberunterstützendem Futter kompliziert ist. Fertige Verschreibungsdiäten die bei Ihrem Tierarzt erhältlich sind, sind sehr zu empfehlen, da sie alle notwendigen Nährstoffe enthalten. Sie bedürfen dennoch der Überwachung des Patienten durch den Tierarzt. Aus diesem Grund sind die Diäten nicht im freien Handel erhältlich und müssen durch den behandelnden Tierarzt verschrieben werden. Sie können auch einen Ernährungspezialisten konsultieren. Bitte wenden Sie sich an einen Experten in unserer Spezialistendatenbank -Tierärzte - Tierernährung.

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Fertigfutter

Verschiedene Hersteller bieten Diätfertigfutter an. Bei diesen handelt es sich um sehr hochwertige Futtermittel, die durch ihre sorgsam ausgewählten Inhaltsstoffe oder durch besonders aufbereitete Inhaltsstoffe auffallen.

Hierbei handelt es sich um Verschreibungsdiäten, die nur beim Tierarzt erhältlich sind!

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