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Verdorbene Futtermittel - Schadstoffe und Toxine


Einleitung


Bei ungenügender Konservierung und schlechter Lagerung (zu warm, zu feucht, vor Licht ungeschützt, beschädigte Verpackung oder überlagert) können Futtermittel und Nahrungsmittel verderben.

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Reif oder verdorben

Wenn ein Lebensmittel verdirbt, möchten wir es auch nicht mehr essen. Unseren Tieren geht es nicht anders. Ist eine Grünpflanze (Salat, Kraut oder Gemüse) welk geworden, so ist es nicht unbedingt ungenießbar, aber es fehlt dieser frisch saftige Biß, der das Grün so appetitlich für uns macht. Werden Früchte überreif (z.B. die Banane) kann durch Vergärung der Nährstoffe ein Nahrungsmittel entstehen, das vollkommen andere Eigenschaften aufweist als das Ausgangsprodukt. Wird ein Lebensmittel durch Mikroorganismen wie Schimmelpilze oder Bakterien befallen, werden die Nährstoffe des Futtermittels durch die Mikroorganismen genutzt, verstoffwechselt und die Ausscheidungen des Stoffwechsels in das Lebensmittel abgegeben. Pilze können beispielsweise hochgiftige Aflatoxine bilden, die in sehr geringen Mengen zum Tod führen können. Einige Stoffwechselprodukte können Tumorerkrankungen wie Krebs auslösen. Beispielsweise hat sich auf der geöffneten Futterdose, die im Kühlschrank verwahrt wird, ein Schimmelpilz gebildet. Dieser wird vom Tierhalter entfernt und das Futter anschließend an des Haustier verfüttert. Der Pilz wächst aber mit seinem langen Wurzelwerk in das Futtermittel ein ! Durch Diffusion können Giftstoffe und Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes tief in das Futtermittel eindringen ! Ein mit Schimmelpilz befallenes Futtermittel gehört in den Abfall!

Ein weiterer Feind vor allem von Trockenfutter sind Parasiten (Futtermilben, Speckkäfer und Reismehlkäfer). Sie sind überwiegend Auslöser von allergischen Reaktionen.

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Parasiten

Falsch gelagerten Trockenfutter kann Luftfeuchtigkeit aufnehmen und dann schnell verderben!

Getreide und Futtermischungen für Nager und Vögel sind bei falscher Lagerung leicht anfällig für Verderb. Beim Kauf sollten Sie auf die Lagerung achten. Untersuchen Sie genau die Körner, z.B. auf Löcher (durch Parasiten) oder parasitäre Exkremente. Diese zeugen von schlechter Lagerung, Verschmutzung bzw. Belastung durch Schadstoffe. Bakterien und Schimmelpilze lassen sich nur im Laboratorium nachweisen und die Giftstoffe sind noch schwieriger aufzuspüren.

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Unsichtbare Bedrohung


Optisch nicht optimaler Sonnenblumenkern. Auf dem Nährboden zeigt er sich keimfähig, ohne Bakterien- oder Schmimmelpilzbefall. Rechts die Gemüseflocke ist mit Bakterien verseucht und links die Getreideflocke ist durch Schimmelpilze verunreinigt. Diese Erreger sind nicht sichtbar, können aber in einem Labor nachgewiesen werden. Wichtig: Sie sollten auf einen ungewöhnlichen Geruch des Futters achten.

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Schädlinge

Eine Vielzahl an Schädlingen kann schon mit dem bloßen Auge beobachtet werden. Hierzu zählen Reismehlkäfer, Kornkäfer, Motten und Getreidekapuziener. Mit der Lupe oder dem Mikroskop sind Milben und Läuse sichtbar. Untersuchen Sie die Verpackung auf Mottengespinnste, Körner auf Fraßschäden durch Käfer. Achten Sie auf ungewöhliche Gerüche des Futters und auf Exkremente der Schädlinge zwischen den Futterbestandteilen. Hierzu ist das Futte auf einen weißen Teller zu schütten und auf feine Bröckchen zu achten!

Lochfraß durch einen Kornkäfer. Die Ausscheidungen der Parasiten führen zu Darmreizungen und allergischen Reaktionen, die zu Futtermittelallergien führen können.

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