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Ein Hund kommt ins Haus


Ein Hund kommt ins Haus
Für Ihren Hundewelpen ist die Begegnung mit seiner neuen Menschenfamilie ein ganz besonderes Ereignis !

Aus der Sicht eines Hundewelpen ist seine neue Welt riesig und verwirrend. Ein Welpe muß außer Zuneigung auch gewisse Regeln erlernen, damit er sich in der neuen Welt zurechtfindet. Hierzu gehören Diziplin und klare Grenzen, damit aus ihm ein ausgeglichener und zufriedener Hund werden kann. Obwohl die Welpen kleine süße Dinger zu sein scheinen, sind sie eigentlich Raubtiere und müssen erst lernen ein Haustier zu werden. Die Erziehung ist somit sehr wichtig !

Die ersten paar Wochen Ihres Welpen sind die allerwichtigsten in seinem Leben. Er möchte alles auskundschaften, doch hierbei müssen Sie ihn wie ein Kind im Krabbelalter beaufsichtigen, um ihn vor Gefahren zu schützen. Im Welpenalter sieht ein Hund seine Umgebung als etwas was man essen, kauen und jagen kann. Wenn Sie ihn gewähren lassen, werden Sie bald Kummer mit ihm haben. Bitte denken Sie daran, daß er noch nicht unterscheiden kann, was erlaubt und was verboten ist. Sie sollten wertvolle Gegenstände aus dem Weg räumen und gut verwahren.

Durch die richtige Beratung werden Sie sehen wie sich Ihr Welpe schnell entwickelt und zu einem Beispiel feinster Hundezucht heranwächst.

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Tierärztin / Tierarzt
Es sollte von Anfang an eine gute Beziehung zu Ihrem Tierarzt / Ihrer Tierärztin aufgebaut werden, denn dies sind Ihre Partner für sämtliche Fragen rund um Ihr neues Familienmitglied. Hier finden Sie Hilfe bei Fragen zu Gesundheit, Ernährung und Erziehung Ihres neuen Haustieres. Impfungen können schon mit 6 bis 8 Wochen durchgeführt werden. Ein guter Impfschutz sieht die für Ihren Hund notwendigen Impfungen vor. Verändert sich das Krankheitsrisiko Ihres Vierbeiners aufgrund von Reisen, Verhalten oder Krankheit, erstellt Ihr Tierarzt gerne einen individuell an Ihr Tier angepassten Impfplan. Ein bereits geimpfter Welpe sollte untersucht und ggf. nachgeimpft werden. Wichtig sind Entwurmungen und vorsorgliche Schritte gegen Parasiten wie beispielsweise Flöhe. Dies kann von Ihrem Tierarzt eingeleitet werden.

Denn vorbeugen ist besser als heilen!

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Erbgut
Jedes Lebewesen erhält von den Eltern Anteile des Erbguts, die sein Aussehen bestimmen (Rasse, Größe, Fellfarbe etc.), den Genotypus. Charaktereigenschaften werden von Umwelteinflüssen geprägt (Freundlichkeit, Verspieltheit, Ängstlichkeit etc.). Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, daß Sie einige Grundvoraussetzungen der Hundeerziehung erfüllen, da in den ersten Lebensmonaten eines Lebewesens die Prägung erfolgt, die ihn sein ganzes restliches Leben begleitet.

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Beißhemmung
Welpen müssen lernen, wie stark sie zubeißen können, bevor sie ihre ersten Zähne verlieren. Wenn sie mit ihren Brüdern und Schwestern spielen, lernen sie mit welcher Stärke sie zubeißen dürfen, bis die anderen laut aufschreien, wenn der Biß zu stark wird. Das können Sie auch mit Ihren Welpen üben! Dabei ist es wichtig, das Beißen abzugewöhnen. Aus diesem Grund sollten Sie so scharf wie möglich reagieren, wenn Sie gebissen werden. Schreien Sie laut auf und ignorieren sie sofort das Tier. Auf diese Weise lernt der Hund, daß Beißen von Menschen nicht geduldet wird !

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Kauen auf Gegenständen
Wenn Hundewelpen alleine gelassen werden, wirkt das Beißen auf einem Kauspielzeug beruhigend. Das Tier ist beschäftigt und vermißt Sie nicht so stark. Geben Sie Ihrem Tier nur Spielzeug, das nicht zerkaut oder verschluckt werden kann. Das Kauen auf Stöckchen sollte vermieden werden, da Verletzungen häufig nicht ausbleiben. Kleine Gegenstände die leicht verschluckt werden können, sollten aus der Reichweite des Hundes verbracht werden. Wenn Ihr Hund einmal einen Gegenstand gepackt hat, sollten Sie ihm nicht nachjagen um es ihm abzunehmen, da der Instinkt des Hundes ihn dazu veranlaßt, das Objekt zu verschlucken, welches möglicherweise als Fremdkörper einen Darmverschluß verursachen kann.

Achtung: Schuh-Alarm!

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Schmusen mit Welpen
Vor allem Kinder sind immer wieder überrascht, daß Hunde Schmusen und zärtliche Umarmungen nicht sehr schätzen, sondern eher als einen bedrohlichen Akt interpretieren. So kann es vorkommen, daß der Hund nach ihnen schnappt. Aus diesem Grund beginnen Sie mit vorsichtigem Kitzeln auf dern Rücken und an den Flanken. Wünscht das Tier mehr Kontakt, präsentiert es die bevorzugten Bereiche. Ist ein ausreichendes Vertrauensverhältnis aufgebaut, toleriert das Tier eine Berührung an seinen empfindlichsten Stellen wie dem Bauch und dem Halsbereich. Ist das nötige Vertrauen einmal aufgebaut, fallen Ihnen die tägliche Zahnpflege und das Kämmen viel leichter. Beim Hochheben eines Welpen sollten Sie achtsam sein, diesen nicht fallen zu lassen, da der Hund sonst mißtrauisch gegenüber dem Menschen werden kann. Auch Verletzungen und Brüche sind bei einem unglücklichen Sturz möglich. Wenn Sie einen Welpen aufnehmen, greifen Sie Ihn unter der Brust und umgreifen Sie das Hinterteil. Ziehen Sie jetzt den Welpen an Ihren Körper heran, um ihn mit Ihrer Brust sicher zu stützen, auch wenn dieser vielleicht etwas unruhig ist. Wenn Sie den Welpen absetzen, lassen Sie ihn erst los wenn Sie spüren, daß sich sein ganzes Gewicht auf dem Erdboden befindet.

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Sauberkeit
Welpen brauchen etwa 8-12 Wochen, bis sie ihre körperlichen Funktionen kontrollieren können. Sie sollten möglichst früh und schnell mit dem Reinlichkeitstraining beginnen, damit anhaltende Probleme gar nicht aufkommen. Ihrem Welpen sollten Sie dies nach dem Prinzip "lernen ohne Fehler " näherbringen. Warten Sie nicht bis Ihr Welpe etwas falsch gemacht hat. Sobald Sie bemerken, daß nach dem Schlafen oder dem Fressen der Welpe erste Anzeichen für sein Geschäft zeigt, sagen Sie einfach "Gassi" und bringen Sie ihn an einen geeigneten Ort im Freien. Mit gutem Zureden und einer Belohnung wenn er fertig ist, wird er schnell lernen, daß es gut ist, das Geschäft im Freien zu erledigen. Am Anfang sollten Sie Ihren Welpen alle zwei Stunden rausnehmen und auf Warnzeichen achten, z.B. daß er schnüffelt oder in die Hocke geht. Wenn im Welpenalter mal ein kleines Malheur passiert, bestrafen Sie ihn nicht sondern prägen Sie ihm nur das richtige Verhalten ein, dann wird er dieses sicher schnell lernen. Kot sollten sie auf öffentlichen Wegen mit einem "Gassi-Beutel" aufheben und entsorgen!

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Sozialisierung
Sozialisierung bedeutet, daß Ihr Hund mit anderen Lebewesen (mit anderen Hunden, mit Menschen und mit anderen Haustieren, z.B. Katzen) auskommen kann. Dieser Sozialisierungsprozeß kann 5-12 Wochen dauern. Ist der Hund dafür bereit - am besten wenn der erste Impfschutz erfolgt ist - sollte so viel Kontakt wie möglich zu anderen Tieren aufgenommen werden. Dabei sollte er mit Ihnen spielen um Spaß zu haben. Nehmen Sie Ihren Welpen also mit zu anderen geimpften Hunden, damit er ein gesundes Sozialverhalten entwickeln kann. Er muß herausfinden, daß nicht alle Hunde aussehen wie seine Brüder und Schwestern. Ein Hund muß lernen, mit Menschen aller Größen und Formen auszukommen, ohne dabei Angst zu entwickeln. Ab der zwölften Lebenswoche können Welpen auf ungewöhnliche Eindrücke mit Furcht reagieren, beispielsweise auf den Staubsauger der merkwürdige Bewegungen mit furchteinflößendem Getöse verbindet. Wenn Sie eine gute Vertrauensbeziehung etabliert haben, können Sie Ihrem Hund durch diese schwierige Phase helfen.

Eine vorsichtige Annäherung und Geruchsaufnahme stellt erste soziale Kontakte sicher.

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Wachstum
Sie werden erstaunt sein wie schnell Ihr Welpe heranwächst !

Das Wachstum bei kleinen Hunderassen, beispielsweise Teckeln, kann im Alter von 12 Monaten als abgeschlossen betrachtet werden, hingegen ist das Wachstum von Riesenrassen z.B. Doggen sehr viel langsamer. So können diese also erst mit 24 Monaten als erwachsen betrachtet werden. In nur sieben Monaten kann Ihr kleines Hündchen das Vierzigfache seines Geburtsgewichtes erreicht haben! In der Zeit des schnellen Wachstums ändert sich der Ernährungsbedarf eines Hundes drastisch. Die Entwicklung des Hundes, seine Muskulatur, Sehnenstärke, Größe, Ausdauer und Koordination ist abhängig von der Fütterung. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung legen Sie den Grundstein für die körperliche und geistige Gesundheit Ihres Hundes.

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Erziehung
Die Erziehung des Hundes liegt einzig und alleine an Ihnen. Da Hundewelpen sehr schnell erwachsen werden, ist keine Zeit mit der Hundeerziehung zu verlieren. Es ist viel schwieriger, einen ausgewachsenen Hund zu erziehen als einen kleinen Welpen während seiner Entwicklung zu beeinflussen hinsichtlich seines späteren Verhaltens.

Sie sollten Ihrem Hund nur Aufmerksamkeit zukommen lassen, wenn Sie es wollen und nicht wenn er es will. Lassen Sie den Hund nicht zu Ihrem Schatten werden. Dieses Verhalten könnte zu Trennungsangst führen. Um dies zu vermeiden, füttern Sie Ihren Hund, bevor Sie das Haus verlassen und lassen Sie ihn vorher erst sein Geschäft verrichten. Geben Sie ihm ein Kau- oder Beißspielzeug, damit er beschäftigt und evtl. müde ist, wenn Sie das Haus verlassen. Lassen Sie beim Verlassen des Hauses den Fernseher oder das Radio laufen, so daß der Welpe sich nicht alleine gelassen fühlt. Bei Ihrer Rückkehr machen sie keine große Sache daraus und nehmen den Hund direkt zum Harn- oder Kotabsatz nach draußen. Schimpfen Sie nicht, wenn ihm ein kleines Malheur passiert ist. Lassen Sie den Hund immer wieder für kurze Zeit allein. Das wird sein Vertrauen schnell aufbauen.

Hausregeln müssen klar definiert werden. Überlegen Sie gut, wo Ihr Hund schlafen soll und wo nicht. Alle Familienmitglieder sollten die aufgestellten Regeln beachten, damit die Hausregeln einheitlich sind. Der Hund sollte nie vom Tisch gefüttert werden, damit Sie immer in Ruhe die Einnahme Ihrer Speisen genießen können.

Hunde lernen durch Erfolg und Mißerfolg. Wird ein bestimmtes Verhalten durch Gabe einer Leckerei belohnt, so erinnert sich der Hund an dies und wird sein Verhalten wiederholen. Auf diese Weise kann der Hund lernen, was richtig und was falsch ist.

Zur richtigen Hundeerziehung sollten Sie eine korrekte Handlung Ihres Hundes durch ein Geräusch wie das Schnipsen mit den Fingern oder das Klicken mit einem Klicker bestätigen, um so eine Verhaltensverstärkung zu erreichen, die anschließend mit einem Leckerlie belohnt wird. Der Hund assoziiert somit das Geräusch mit dem Leckerlie und wird das gewünschte Verhaltensmuster deutlich schneller erlernen.

Sie sollten den Hund zunächst an seinen Namen gewöhnen, dann an die Leinenführung. "Sitz", "Bleib" und "Komm" sind als wichtigste Kommandos geeignet, um die Hundeerziehung zu beginnen. Wenden Sie etwas Zeit und Geduld auf, wenn Sie Ihr Tier konditionieren. Denken Sie daran, das Geräusch mit der Belohnung zu koppeln und loben Sie Ihren Hund kräftig.

Sollten Sie mit der Erziehung selbst nicht zurecht kommen, so konsultieren Sie bitte einen Spezialisten, den Sie in unserem Bereich "Spezialisten" finden können.

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