Leber - ein giftiges Nahrungsmittel für unsere Haustiere?

Leber und LeberwurstFür Hunde und Katzen stellt der würzige Geschmack von Leber eine große Versuchung dar, die gerne in jeder Form genossen wird. Ob als Rinderfrischleber, Geflügelleber, getrockneter Lebersnack oder Leberwurst - ein Stückchen passt immer hinein. In geringen Mengen ist Leber durchaus ein gesunder Lieferant von Nährstoffen. So macht wieder einmal die Dosis das Gift  !

Hunde und Katzen sind Fleischfresser und benötigen Eiweißbausteine in ihrer Nahrung. Diese Eiweißbausteine sind als Aminosäuren   bekannt, von denen 22 für die Gesunderhaltung von Nöten sind. Der Hund kann von den 22 benötigten Aminosäuren zwölf  selber synthetisieren  , die Katze dagegen nur elf. Die fehlenden Aminosäuren müssen also mit der Nahrung aufgenommen werden und sind somit essentielle Aminosäuren. Die Qualität der Aminosäuren in Leber ist sehr hoch und kann ausgezeichnet verdaut und in den Organismus   assimiliert werden.

Die Leber wirkt in einem Organismus als Entgiftungsorgan. Das bedeutet, dass sich Schadstoffe, wie beispielsweise Schwermetalle (Blei, Cadmium, Quecksilber etc.), in ihr ansammeln können, die dann mitgefüttert werden! Vor allem bei Katzen, denen gern auch rohe Leber gefüttert wird, stellen der hohe Vitamin-A-Gehalt und der erhöhte Phosphatgehalt eine Gefahr dar, denn Vitamin A kann zu einer Hypervitaminose führen. Dieses fettlösliche Vitamin reichert sich dann im Leber- und Nierengewebe der Hunde und Katzen an und schädigt in Zusammenarbeit mit dem Phosphor das Gewebe  . So können Wachstumsstörungen, Entkalkungen der Knochen, stumpfes Haarkleid, Schmerzen beim Laufen, Gelenkveränderungen an den großen Gelenken und der Halswirbelsäule und schließlich noch Entzündungen an den Nervenwurzeln der Rückgratnerven auftreten. Sind die Knochenveränderungen nicht zu stark ausgeprägt, kann durch eine ausgewogene Calcium-Phosphor-Fütterung unter Berücksichtigung einer qualitativ hochwertigen Fütterung mit ausgewogenen Vitaminen und Spurenelementen der Prozess ausgebremst werden.
Die durch das Phosphat und Vitamin A ausgelösten Nierenschädigungen können vor allen bei der Katze eine bleibende Beeinträchtigung der Nierenfunktion hinterlassen.

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