Transponder - Mikrochip

Einleitung | Warum sollten Sie Ihr Haustier mit einem Mikrochip kennzeichnen? | Transponder | Implantation   | Tätowierung | Registrierung

Einleitung

Hund swFür die Tiermedizin stehen seit 1996 Transponder der ISO-Norm zur Verfügung, die einen 15-stelligen Zahlencode enthalten. Sie können sicher über den gesamten Lebenszeitraum eines Tieres mit Hilfe eines speziellen Lesegerätes fehlerfrei abgelesen werden. Tierärzte, Tierheime und Behörden verfügen über die entsprechenden Lesegeräte. Durch die ISO-Norm konnte grenzüberschreitend eine eindeutige Identifizierung der Tiere eingeführt werden. Die Einpflanzung ist nahezu schmerzfrei, bedarf keiner Narkose  , ist sicher und verursacht keine Komplikationen.

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Warum sollten Sie Ihr Haustier mit einem Mikrochip kennzeichnen?

  • Im internationalen Reiseverkehr ist die zweifelsfreie Kennzeichnung von Tieren Pflicht.
  • Ein eindeutig gekennzeichnetes Tier kann sicher seinem Impfpass zugeordnet werden. So lässt sich z.B. bei Tollwutverdacht eine Impfung anerkannt dokumentieren.
  • In Hamburg sowie warscheinlich auch bald im ganzen Bundesgebiet, wird die zweifelsfreie Kennzeichnung von Hunden für jeden Tierhalter Pflicht.
  • Durch die eindeutige Identifizierung eines Haustieres kann bei Verlust der Besitzer ausfindig gemacht und das Tier in sein Umfeld zurückverbracht werden.
  • Der Mikrochip ermöglicht den sicheren Eigentumsnachweis im Falle eines Diebstahls.
  • Durch den weltweit einzigartigen Zahlencode kann der zweifelsfreie Nachweis der Abstammung und Herkunft erbracht werden.
  • Für die Teilnahme an Ausstellungen wird eine eindeutige Identifikation eines Tieres gefordert, was die sichere Zuordnung der Abstammungsdokumente ermöglicht. Hier hat der Mikrochip bereits international die Tätowierung abgelöst.

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Transponder

MikrochipZur elektronischen Kennzeichnung wird Ihr Haustier mit einem ca. 13 x 2 mm großen Mikrochip markiert. Der darin enthaltene 15-stellige Zahlencode ist nach der internationalen ISO-Norm weltweit einmalig und von einer Verwechselung ausgeschlossen. Mittels eines Lesegerätes kann der gespeicherte Code bei Bedarf sichtbar gemacht werden. Der Mikrochip befindet sich mit seiner Antenne in einer medizinisch geprüften Bioglaskapsel. Die Einheit von Mikrochip, Antenne und Hülle wird Transponder genannt. Die Einheit ist steril zur Implantation verpackt.

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Implantation

TransponderinjektionDie Einpflanzung (Implantation) eines elektronischen Mikrochips unter die Haut ist eine dauerhafte, sichere, schmerzarme und schnelle Methode zur Kennzeichnung von Tieren. Nahezu jedes Tier kann gekennzeichnet werden: Pferde  , Hunde, Katzen, Nager, große Vögel. Der Eingriff entspricht einer Injektion. Da die Kanüle sehr spitz ist, bemerkt das Tier den Einstich kaum. Um den Transponder bildet sich eine Bindegewebshülle, die ihn fixiert. Er ist von außen nicht sichtbar und beeinträchtigt Ihr Tier nicht. Entzündungen oder Abstoßungsreaktionen treten kaum auf.

Das Wandern des Transponders, die sog. Migration, wird häufig diskutiert. Sie soll bei Schweinen und Hunden auftreten. In eigener Praxis habe ich in 15 Jahren noch keine Migration bei einem Transponder festgestellt. Durch die bindegewebige Verankerung des Transponders ist diese auch eher unwahrscheinlich. Eine Migration kurz nach der Applikation ist möglich bei Tieren, die ein sehr wildes Verhalten zeigen, oder wenn der Mikrochip nicht tief genug unter die Haut injiziert wurde.

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Tätowierung

Diese Methode zur Kennzeichnung von Tieren ist heutzutage fast vollständig durch den Mikrochip abgelöst worden. Damit die Tätowierung im Ohr oder Innenschenkelbereich durchgeführt werden kann, muss das Tier narkotisiert werden, da die Prozedur recht schmerzhaft ist. Ein weiterer Nachteil ist das Verblassen der Tätowierfarbe im Laufe der Zeit, so dass die Kennzeichnung häufig nicht zweifelsfrei abgelesen werden kann. Das ist bei verängstigten Fundtieren ein großes Problem. Das Ablesen eines Mikrochips stellt hingegen kein Problem dar, zumal nur eine geringe Annäherung und keine Berührung notwendig ist.

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Registrierung

Viele Tierärzte verfügen über moderne Computersysteme mit spezieller Praxissoftware. In diesen Programmen werden vor Ort die Chipnummer und die > EU-Pass Nummer eingetragen. Da diese Registrierung aber nicht ausreicht, besonders wenn das Tier abhandenkommen sollte, bieten viele Tierärzte zusätzlich die Dokumentation in einem Haustierregister an. Auch die Registrierung in der Karteikarte und der Ahnentafel ist von großer Bedeutung.

tasso evRegistrierung im Zentralen Tierregister Deutschlands TASSO e.V.;
es arbeitet eng mit Tierschutzvereinen, Behörden und Tierärzten im gesamten Bundesgebiet zusammen. TASSO e.V. verfügt über eine zwanzigjährige Erfahrung bei der Rückvermittlung von Tieren. Im vergangenen Jahr konnten rund 30.000 Tiere rückvermittelt werden. Die Rückvermittlung ist - ebenso wie alle anderen Leistungen der TASSO e.V. - völlig kostenlos. Auch Tiere ohne Mikrochip können bei der TASSO e.V. eingetragen werden, jedoch gestaltet sich die Rückvermittlung dann erheblich schwieriger.

Besuchen Sie jetzt die TASSO unter:
www.tiernotruf.org

iftaRegistrierung auf internationaler Ebene bei der Internationalen Zentrale für Tierregistrierung IFTA.

IFTA arbeitet mit verschiedenen Tierregistrierungsstellen aus unterschiedlichen europäischen Ländern zusammen. Dies ist besonders von Vorteil, wenn Tiere die Familie auf Auslandreisen begleiten. Auch im Ausland kann mit einem Lesegerät der elektronische Code des Mikrochips nach ISO-Norm gelesen werden. Durch die Eingabe des 15-stelligen Nummerncodes in die Suchmaske der IFTA unter:
www.tierregistrierung.de
www.europetnet.com

www.europetnet.com kann mit Hilfe der angeschlossenen Datenbank das Fundtier seinem Besitzer wieder zugeführt werden.

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