Hamster
Herkunft | Rassen im Überblick | Haltung | Pflege | Futter
Fortpflanzung | Lebenserwartung | Impfung | Häufige 

Herkunft

Die Wildformen der bei uns erhältlichen Hamsterarten stammen aus den unterschiedlichsten Teilen unserer Erde, wie z.B. Bulgarien, Rumänien, Syrien, Israel, China und der Mongolei
Rassen im Überblick

Der bekannteste Hamster ist der Goldhamster, den es in verschiedenen Farbschlägen und Felltypen gibt. Auffällig sind die langhaarigen Goldhamster (Teddyhamster), die es mit glänzendem oder stumpfem Fell gibt.
Andere beliebte Hamsterarten sind z.B. der Daurische Zwerghamster (Fellfarbe grau mit Aalstrich), der Chinesische Zwerghamster ( leicht grau, meistens ohne Aalstrich), der Dsungarische Zwerghamster und in seltenen Fällen der wesentlich größere Europäische Hamster.
Haltung
Hamster sollten in Käfigen mit Mindestmaßen von 60 x 40 x 45 cm gehalten werden. Die Gitterstäbe sollten waagerecht angeordnet sein, um dem Hamster das Klettern zu ermöglichen. Der ideale Standort ist zwar warm, aber nicht zu hell, da Hamster nachtaktiv sind. Die optimale Umgebungstemperatur liegt zwischen 18 und 26°C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 bis 70 %. Bei Temperaturen unter 15 °C, zu kurzen Lichtperioden oder Futterknappheit verfällt das Tier in einen Pseudowinterschlaf, in dem es zusammengekauert und komatös erscheinend in seinem Versteck liegt. Da Hamster Einzelgänger sind, sollten sie einzeln gehalten und nur zu Zuchtzwecken zusammengeführt werden. Der Käfigboden sollte aus einer gut zu reinigenden Kunststoffschale bestehen. Als Einstreu dient Sägespäne, Holzwolle oder kleingeschnittener Zellstoff; Torfstreu ist aufgrund des entstehenden Staubes nicht zu empfehlen. Die Käfigeinrichtung besteht aus einem Futternapf, einer Trinkflasche (Wassernäpfe werden durch das starke Wühlbedürfnis des Hamsters zu schnell verunreinigt), einem Schlafhäuschen ( 15 x 15 x 10 cm, Einschlupfloch 5 x 5 cm), einem Laufrad und gegebenenfalls anderen Turnmöglichkeiten, wie z.B. ungespritzten Ästen.
Pflege
Die Reinigung des Käfigs sollte ein- bis zweimal pro Woche erfolgen, wobei das Schlafhäuschen nur einmal monatlich völlig gereinigt werden sollte. Allerdings ist es notwendig, die "Vorratskammer" regelmäßig auf leicht verderbliches Futter zu kontrollieren. Das Säubern von Futternapf und Trinkflasche muss täglich erfolgen. Vor der Anschaffung sollte man bedenken, dass Hamster nachtaktive Tiere sind und es zu nächtlichen Ruhestörungen kommen kann z.B. durch das Quietschen des Laufrades, das aber neben dem regelmäßigen Freilauf für die 



Futter
Die Nahrung besteht aus einer im Handel erhältlichen Körnermischung für Hamster. Außerdem benötigen Hamster durch ihren erhöhten Eiweißbedarf kleine Mengen an rohem Fleisch, Fisch, Leber, Mehlwürmern und hartgekochtem Ei, um z.B. Muskelschwund vorzubeugen. Zur Befriedigung des Nagetriebes sollte hartes Brot oder Hundekuchen angeboten werden. Als unerläßliches Saftfutter dienen Kohl, Salat, Birnen, Möhren, Äpfel, Löwenzahn u.ä. Eine willkommene Abwechslung sind sämtliche Getreidesorten, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Nüsse und Obstzweige.
Fortpflanzung
Hamster werden mit ca. zwei Monaten geschlechtsreif, wobei die Geschlechtsreife beim Weibchen häufig zwei Wochen früher eintritt als beim Männchen. Als Heimtier gehaltene Hamster sind das ganze Jahr über paarungsbereit. Nach einer Tragzeit von 16 bis 22 Tagen bringt das Weibchen fünf bis neun Junge zur Welt, die zwischen der 3. und 4. Woche von der Mutter abgesetzt und separat gehalten werden sollten, um aufkommende Rivalitätskämpfe zu vermeiden.
Lebenserwartung
1,5 bis 3 Jahre.
Impfung
Keine
Häufige Krankheiten
Relativ häufig treten beim Hamster Erkrankungen der Haut und der Hautanhangsgebilde auf, die u.a. durch Demodex-Milbenbefall, Pilzerkrankungen und andere Ektoparasiten, wie Flöhe und Läuse verursacht werden können. Diese Erkrankungen können sich durch häufiges Kratzen, kahle Stellen, stumpfes Fell und starken Haarausfall bemerkbar machen. Neben einer intensiven 



Leider sind vor allem ältere Hamster recht anfällig für Tumoren, wobei diese besonders häufig an Haut, Gesäuge und Leber auftreten.
Durch verdorbenes oder ungeeignetes Futter kann es zu einer Anschoppung der Backentaschen in Zusammenhang mit einer Mundschleimhautentzündung kommen, die nur durch eine Backentaschenspülung und Antibiotikagabe behandelt werden kann.
Durch unsachgemäße Handhabung oder Stürze kann es leicht zu Frakturen, Lähmungen und Schockzuständen kommen, sodass eine sofortige Behandlung durch den Tierarzt notwendig wird. Eine weitere Unfallgefahr stellt die handelsübliche Synthetikwatte dar, die sich leicht zu unzerreißbaren Schnüren um die Extremitäten des Hamsters wickeln und so ein Absterben derselbigen zur Folge haben können.
Hamburger Tierspital
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