Kanarienvogel
Herkunft | Rassen im Überblick | Haltung | Pflege | Futter
Fortpflanzung | Lebenserwartung | Impfung | Häufige 

Herkunft

Rassen im Überblick

Man unterscheidet Gesangs-, Gestalts- und Farbkanarien. Gesangskanarienvögel zeichnen sich durch ihre einzigartigen melodischen Lieder aus. Auch die Farb- und Gestaltskanarienvögel können singen. Da sie aber mit anderen Finken gekreuzt wurden (um die große Farbauswahl bzw. die verschiedenen Körpermerkmale zu erreichen), ist ihr Gesang nicht so rein und umfangreich wie der ihrer "unverzüchteten" Verwandten. Es existieren viele Variationen der Farb- und Gestaltskanarienvögel. Zum Beispiel:
- schneeweiß
- gelb
- orange
- dunkelrot
- gesprenkelt
- zweifarbig
- gehäubt
- gesäumt
Haltung
Kanarienvögel werden in Käfigen mit den Mindestmaßen von 60 cm x 40 cm x 40 cm (Einzeltier), bzw. 80 cm x 40 cm x 40 cm (Pärchen) oder in Volieren gehalten. Der Standort muss so gewählt werden, dass er den Tieren Schutz vor Zugluft und Lärm bietet. Die Kanarien benötigen Sonnenlicht, dürfen aber nicht der prallen Sonne ohne Rückzugsmöglichkeiten in den Schatten ausgesetzt werden. Außerdem muss der Käfig erhöht aufgestellt werden, um das Sicherheitsgefühl der Tiere zu stützen und unnötigen Stress zu verhindern. Von der Unterbringung der Vögel in einem Raucherzimmer sollte man absehen, da sie empfindlich darauf reagieren können (z. B. mit Mauserschwierigkeiten). Als Einstreu dient Vogelsand, der über wichtige Inhaltsstoffe für Verdauung, Knochenbau, Herz- und Muskeltätigkeit verfügt. Die Käfig-/Voliereneinrichtung besteht aus: Futternapf oder Automat / Trinknapf (kein Trinkautomat, da Kanarienvögel das Wasser "schlürfen") / Kalkstein oder Sepiaschale (zum Schnabelwetzen) / Badehäuschen (oder rauhe Steingutschale). Bei Paarhaltung ist auch das Anbringen eines Nestes (z. B. ein geflochtenes Peddigrohrkörbchen) und die Bereitstellung von Nistmaterial (z. B. kurze Woll- und Sisalfasern, Stroh, Heu oder Moos) notwendig. Kanarienvögel können einzeln oder paarweise gehalten werden. Es ist auch möglich, einen Hahn mit mehreren Hennen zu vergesellschaften. Zwei Hähne vertragen sich jedoch nicht. Die weitverbreitete Meinung, dass männliche Kanarienvögel nicht mehr singen, wenn sie mit einem Weibchen zusammen gehalten werden, ist falsch. Denn gerade dann benutzen sie ihre Melodien, um die Partnerin zu umwerben.
Pflege
Das Wechseln des Vogelsandes und Reinigen des Käfigs ist zweimal pro Woche notwendig. Das Erneuern des Trink- und Badewassers und Säubern des Futternapfes muss täglich erfolgen. Um das regelmäßige Abnutzen der Krallen sowie die Beweglichkeit von Zehen und Läufen zu gewährleisten, sollten verschieden dicke Stangen (z. B. ungespritzte Äste von Weiden oder Birken) angebracht werden. Die 





Futter
Die Nahrung besteht aus einer im Handel erhältlichen Körnermischung für Kanarien, welche durch kleine Mengen Frischfutter ergänzt wird. Dazu zählt:
- ungespritztes Gemüse (z. B. Salat / Kresse / Gurkenscheiben)
- ungespritztes Obst (z. B. Äpfel / Trauben / Bananen)
- ungespritzte Wildkräuter (z. B. Vogelmiere / Brennessel / Blätter und Blüten des Löwenzahns)
- junge Triebe und Blütenknospen von Obstbäumen
Nicht aufgenommenes Frischfutter muss täglich entfernt werden, da es leicht verdirbt. Als Leckerbissen dienen Kolbenhirse oder Körner-Kräcker, die aufgrund ihres hohen Fettgehalts aber nicht zu oft gegeben werden dürfen, um einem Übergewicht der Kanarienvögel vorzubeugen.
Fortpflanzung
Die Brutsaison der Kanarienvögel beginnt im Frühjahr und dauert bis Ende Juni oder Juli an. Das Weibchen legt dann in Abständen von jeweils einem Tag zwischen zwei und fünf Eier. Die frischgeschlüpften Jungen sind völlig hilflos, nackt und blind.
Lebenserwartung
10- 12 Jahre (Altersrekord 34 Jahre)
Impfung
Impfung von Kanarienvögeln und Finkenarten
Häufige Krankheiten
Zu den häufigsten Krankheiten der Kanarienvögel zählen Erkrankungen der Atemwege und des Magen-Darm-Bereiches. Diese äußern sich durch: Trübe Augen, wässerigen Ausfluss aus den Nasenlöchern, häufiges Niesen, rasselnde oder pfeifende Atemgeräusche und aufgeplustertes Gefieder. Bei derartigen Symptomen sollte der Vogel einem 



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