Die Bengalkatze

Bengalkatze


Wer wollte nicht schon immer gern eine Wildkatze zu Hause haben? Nun, das ist zu gefährlich, sagen Sie? Stimmt, aber dann nehmen Sie doch eine Bengalkatze, ein kleines Wunderwerk, entstanden aus einer Kreuzung aus einem Kurzhaarhauskater und der asiatischer Leopardenkatze (Prionailurus bengalensis), einer vom Aussterben bedrohten kleinen Wildkatzenart aus Süd- und Ostasien, vergleichbar mit einem Ozelot. Das Ergebnis dieser Zuchtbemühungen war dann ein exotisches Haustier mit dem Aussehen einer Wildkatze und dem Charakter einer Hauskatze.

BengalkatzeIm Jahre 1963 gelang es der amerikanischen Genetikerin Jean Mill, eine weibliche Bengalkatze mit einem schwarzen Hauskater zu kreuzen, und dies war die Geburtsstunde der Bengalkatze (andere Namen: Bengal cat oder Leopardette). In den Folgejahren wurden verschiedene andere Katzenarten eingekreuzt, und in den 80-er Jahren erschien diese Katze dann zum ersten Mal auf Ausstellungen. Von den USA aus kam diese Katzenart dann nach Großbritannien, wo ebenfalls ein Zuchtprogramm aufgestellt wurde. Diese exotische Katzenrasse ist also verhältnismäßig neu und wurde erst im Jahre 1999 offiziell durch die FIFé („Fédération Internationale Féline“, der internationalen Dachorganisation von Katzenzuchtverbänden) als Rasse anerkannt.

BengalkatzeDie Bengalkatze hat einen mittelgroßen bis großen, geschmeidigen und sehr muskulösen Körper mit einem breiten, keilförmigen, langen Kopf und kurzen, nicht zu weit auseinanderstehenden Ohren mit breitem Ansatz und abgerundeten Spitzen. Ihre Hinterbeine sind lang, sodass sie über eine große Sprungkraft verfügt. Das Gewicht eines ausgewachsenen Katers beträgt ca. 5 – 6 kg, das einer Kätzin liegt beis 3 – 4 kg. Die Augen sind groß und oval. Ihr seidiges Fell ist kurz bis mittellang und sehr dicht, entweder mit markanten Tupfen („brown/black spotted“) oder marmoriert („marble“). Die Grundfarbe kann braun, gold, silver oder orange sein,alle mit den charakteristischen Punkten oder dem marmorierten Muster.

BengalkatzeDiese bildschöne Katze ist ein sehr neugieriges, intelligentes, sanftes und freundliches Tier. Sie ist sehr lebhaft und aktiv und braucht viel Bewegung, aber auch geistige Beschäftigung. Sie ist bis ins hohe Alter verspielt und sehr lernfreudig. Sie lernt sogar Kunststücke und das Apportieren   (Achtung: sie kann durchaus Schubladen und Türen öffnen) und kann mit Clicker-Training   bestens beschäftigt werden. Ein Überbleibsel von ihren wilden Vorfahren ist ihre Liebe zum Wasser. So kann es durchaus passieren, dass diese Katze magisch angezogen wird von Duschen, Badewannen und Planschbecken. Einige Bengalkatzen baden oder duschen sogar gerne. Sie ist äußerst menschenbezogen und anhänglich.

Die „sanften Schönheiten mit dem wilden Aussehen“, wie sie auch oft genannt werden, sind äußerst redselige Katzen. Sie unterhalten sich gerne und oft mit ihren Herrchen oder Frauchen und können deutlich mehr Laute von sich geben als andere Katzenrassen. Ein großes Plus für diese Katzen ist außerdem, dass die meisten Katzenallergiker nicht auf sie reagieren. Sie kann sowohl im Haus als auch im Garten gehalten werden, liebt es aber nicht, den ganzen Tag allein zu sein. Eine andere Katze oder ein anderes Haustier als Spielpartner wäre empfehlenswert. Die Lebenserwartung der Bengal liegt bei ca. 15 Jahren.

 

Züchter der Bengalkatze: http://www.bengal-ac.de          

„Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat“
Victor Hugo

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