Ratte

Herkunft | Rassen im Überblick | Haltung | Pflege | Futter | Fortpflanzung | Lebenserwartung | Impfung | Häufige Krankheiten  

Herkunft

Ratte Karte Herkunft

Rassen im Überblick

Ratte beim Essen

Ratte


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Haltung

Ratten werden vorzugsweise in Ganzdrahtkäfigen mit Schmutzauffangwanne gehalten, deren Mindestmaße bei 100 x 50 x 80 cm (Länge, Breite, Höhe) oder als Turmbau 60 x 50 x 100 cm, in mehreren Etagen, liegen sollten. Der Standort muss so gewählt werden, dass er den Tieren Schutz vor Zugluft bietet. Die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu niedrig sein, weshalb man im Winter Raumbefeuchter an den Heizkörpern anbringen oder auf eine ausreichende Bepflanzung des Raumes achten sollte. Bei der Wahl des Standortes muss bedacht werden, dass Ratten vorzugsweise nachts aktiv sind, was eine Störung der Nachtruhe bedeuten kann (wobei sie durch Tagfütterung auch tagaktiv werden). Da Ratten friedliche Tiere sind, lassen sich zwei männliche oder zwei weibliche Exemplare problemlos halten. Bei verschiedengeschlechtlichen Tieren sollte aufgrund der enorm hohen Vermehrungsrate eine Kastration   des Männchens in Betracht gezogen werden. Als Einstreu dient Hobelspäne, Heu, Stroh oder Papierpellets. Die Käfigeinrichtung besteht aus: Futterautomat (Näpfe werden zu schnell mit Kot und Urin verunreinigt) / Wasserflasche / Schutzhäuschen / Kletter- sowie Spielmöglichkeiten. Ein Laufrad ist nicht zu empfehlen, da es die Ratten dazu zwingt, längere Zeit in einer für sie unphysiologischen Körperhaltung zu laufen, und die Verletzungsgefahr des langen Schwanzes ist hoch.

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Pflege

Das Auswechseln der Einstreu und Reinigen des Käfigs ist einmal pro Woche notwendig. Die Erneuerung des Trinkwassers muss täglich erfolgen. Wenn man sich ausreichend mit den Tieren beschäftigt, ist auch die Einzelhaltung möglich, wobei zu bemerken ist, dass Ratten hochsoziale Tiere sind und der Mensch eine Partnerratte nicht ersetzen kann. Dabei sind Weibchen den Männchen vorzuziehen, da diese die Eigenschaft haben, ihr Revier ständig mit Urin zu markieren. Ratten können vollkommen zahm werden und erkennen ihre Bezugsperson wieder. Sie brauchen viel Auslauf, da sie einen großen Bewegungsdrang haben. Dabei muss jedoch ihr starkes Nageverhalten bedacht werden.

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Futter / Ernährung  

Ratten sind Allesfresser. Ihre Nahrung besteht aus einer im Handel erhältlichen fertigen Körnermischung, welche durch kleine Mengen Frischfutter ergänzt wird. Dazu zählt:

  • ungespritztes Obst (z.B. Äpfel, Birnen)
  • ungespritztes Gemüse (z.B. Karotten, Salat, Tomaten, Gurken)
  • Käse
  • gekochter Reis oder Kartoffeln
  • ganze Nüsse (z.B. Haselnüsse). Diese sind sehr fettig und sollten nur in kleinen Mengen gefüttert werden
  • um den Nagertrieb zu unterstützen, eignen sich besonders Hölzer von ungespritzten Obstbäumen (im gutsortierten Zoohandel erhältlich).
  • Heu oder Hafer (kann Verdauungsstörungen verhüten, wird aber nur in kleinen Mengen aufgenommen)
  • gelegentlich auch kleine Portionen Fleisch oder Fisch (mit geringem Fettgehalt, da erwachsene Tiere zur Fettsucht   neigen)

Nicht aufgenommenes Frischfutter muss täglich entfernt werden, da es leicht verdirbt.

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Fortpflanzung

Ratte Atemwegserkrankung

Die Geschlechtsreife erreichen Ratten mit sechs bis acht Wochen. Um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden, sollten die Welpen im Alter von 4 1/2 - 5 Wochen vom Muttertier getrennt werden. Nach einer Tragzeit von 21 - 23 Tagen können die Weibchen vier bis zwölf Jungtiere pro Wurf gebären und sind bereits 24 Stunden später wieder empfängnisbereit. Die Jungen kommen blind, nackt und völlig hilflos mit einem Gewicht von 5 - 6 Gramm zur Welt. Sie werden vom Weibchen drei Wochen lang gesäugt. Die Entwöhnung erfolgt mit drei Wochen.

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Lebenserwartung

ca. 2 bis 3 Jahre (Altersrekord 7,4 Jahre)

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Impfung

Keine.

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Häufige Krankheiten

Zu den häufigsten Erkrankungen der Ratte gehören:

  • Atemwegserkrankungen. Aus diesem Grund sollten sie unter keinen Umständen Zugluft ausgesetzt werden. Symptome   hierfür sind schleimig-eitriger oder blutiger Nasenausfluss
  • Tumore  , welche oft erblichbedingte Ursachen haben, können den Tieren je nach Lokalisation erhebliche Schwierigkeiten bereiten
  • Hautprobleme / Hauterkrankungen z.B. durch Bisse, Milben etc. Die Symptome hierfür können starker Juckreiz, Haarausfall oder auch nässende Stellen sein. In diesen Fällen sollte ein Tierarzt   aufgesucht werden.

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