Rotwangen-Schildkröte
Herkunft | Rassen im Überblick | Haltung | Pflege | Futter | Fortpflanzung | Lebenserwartung | Impfung | Häufige 



Herkunft

Rassen im Überblick


Haltung
Rotwangen-Schmuckschildkröten werden in Aquarien gehalten. Deren Grundfläche muss mindestens 100 cm x 50 cm betragen, wenn es sich um Jungtiere handelt. Um die Kosten eines Aquariumwechsels zu sparen, empfiehlt es sich aber von Anfang an ein größeres Becken zu kaufen, da die Tiere innerhalb von fünf Jahren eine Größe von bis zu 25 cm erreichen. Man sollte Rotwangen-Schmuckschildkröten mindestens zu zweit halten, wobei die Aquariumgröße der Anzahl der Schildkröten angepasst werden muss. Die Freilandhaltung in einem kleinen Gartenteich ist möglich. Zur Aquariumausstattung gehören: Filteranlage / Heizung (um eine konstante Wassertemperatur von ca. 25° C Grad zu gewährleisten) / eine Insel (z.B. Kork, Baumwurzeln, Stein, Kienholz). Der Bodenbelag besteht aus Kies, der mit einer Schlamm- und danach einer Sandschicht bedeckt wird und ungefähr 8 cm hoch sein sollte. Wenn der Kies aus dem Sand herausragt, kann dies zu Kratzern und Verletzungen des Bauchpanzers führen. Der Wasserstand muss immer mindestens doppelt so hoch wie die Länge der Tiere sein. Von einer Bepflanzung kann man absehen, da die Schildkröten die Pflanzen innerhalb kurzer Zeit anfressen oder zumindest ausreissen würden.
Pflege
Das Aquariumwasser sollte täglich teilerneuert werden, da es trotz des vorhandenen Filters sehr schnell verdreckt, was die Gefahr von Pilzerkrankungen erhöht. Über der Insel, die zur Grundausstattung des Beckens gehört, muss eine Licht- oder Wärmequelle angebracht sein, da die Rotwangen-Schmuckschildkröten zu den sogenannten wechselwarmen Tieren gehören. Das bedeutet, dass ihre Körpertemperatur von der Temperatur ihrer Umgebung abhängt, da sie diese nicht selber regulieren können. Und weil die Tiere erst ab einer Körpertemperatur von 10° C bis maximal 37° C beginnen, aktiv zu werden, müssen sie sich durch Sonnenbäder "aufheizen". Wenn die Schildkröten keine Möglichkeit eines direkten Sonnenbades haben, sollten sie wöchentlich für jeweils ein paar Minuten eine UV-Licht-Bestrahlung erhalten. Ohne diese regelmäßige Versorgung mit UV-Licht kann es zu Stoffwechselstörungen und Panzerschäden kommen. Rotwangen-Schmuckschildkröten können sehr zahm werden und erkennen ihre Bezugsperson wieder.
Futter
Die Rotwangen-Schmuckschildkröten können nur im Wasser fressen. Wenn ihre Beute zu gross ist zum Verschlucken, zerkleinern sie diese, indem sie das Maul schließen und dann mit ihren Vorderpfoten versuchen, herausragende Stückchen abzureissen, da sie aufgrund der Unbeweglichkeit ihrer Zunge nicht kauen können. Die Nahrung besteht aus Fertigfutter für Rotwangen-Schmuckschildkröten, das durch Frischfutter ergänzt wird. Dazu zählt:
- ungespritztes Gemüse (z.B. Salat)
- Wasserpflanzen
- Lebendfutter (z.B. Tubifex, Mückenlarven, Mehlwürmer, Schnecken)
Auch regelmäßige Vitamin- (besonders Vitamin A) und Kalkzugaben sind für die Tiere wichtig.
Fortpflanzung
Das Erreichen der Geschlechtsreife erkennt man bei den Rotwangen-Schmuckschildkröten an der Länge ihres Panzers. Als Richtwerte gelten ca. 15 cm bei den Weibchen und ca. 10 cm bei den Männchen. Die Paarungszeit dauert von Frühsommer bis Sommer. Das Weibchen legt die Eier in eine ungefähr 2 cm tiefe Legehöhle, welche sie an einer trockenen und sicheren Stelle gegraben hat. Nach der nur wenige Minuten dauernden Eiablage verschließt sie die Höhle wieder und überläßt das Gelege seinem Schicksal. Eine Brutpflege der Eier oder Jungen findet nicht statt. Diese schlüpfen nach 60 bis 90 Tagen und suchen sofort das schützende Wasser auf. Das Züchten der Rotwangen-Schmuckschildkröten ist eher schwierig und gelingt nur in speziellen Becken mit konstanten Temperaturen von 26° C bis 30° C.
Lebenserwartung
Bei guter Haltung mehr als 30 Jahre
Impfung
Keine.
Häufige Krankheiten
Zu den häufigsten Krankheiten der Rotwangen-Schmuckschildkröten zählt die Lungenentzündung, welche sich die Tiere bei falscher Haltung leicht zuziehen. Die Ursache dafür ist, dass die Temperatur des Wassers sich in diesen Fällen von der Temperatur der Luft unterscheidet. Die Tiere atmen dann an der Wasseroberfläche die kalte Luft ein. Dies kann zu Schnupfen führen und endet oft mit einer Lungenentzündung. Eine erste Hilfsmaßnahme stellt dann das Bestrahlen mit einer Infrarotlampe dar. Weiterhin muss die erkrankte Schildkröte unverzüglich einem 





Pilzerkrankungen des Panzers kommen häufig bei Wasserschildkröten vor, bei denen Haltungsfehler aufgetreten sind. Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten.


Überwinterung / Winterschlaf
Links
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Hamburger Tierspital
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