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Katze

Herkunft


Rassen im Überblick

Die Standards der Rassekatzen werden von der FIFe = "Federation Internationale Feline" vorgegeben. Man kann 3 Hauptgruppen unterscheiden: 1. robuster Typ (rechteckiger oder runder Kopf, gedrungener Körper, kurze und kräftige Beine / Eindruck: mächtig und imponierend) 2. muskulöser Typ (runder Kopf, mittelgroßer Körper, langer und mitteldicker Schwanz / Eindruck: agil und kräftig) 3. schlanker Typ (dreieckiger Kopf, schlanker Körper, langer und spitzer Schwanz, lange Nase / Eindruck: geschmeidig, nicht dürr, wohlgeformte Muskeln).

Kurzbeschreibung einiger Katzenrassen:

Abessinier
Körpermerkmale: langer, spitz zulaufender Schwanz; keilförmiger Kopf; mittellange Nase; mandelförmige, große und leuchtende Augen; weit auseinandergesetzte, große und abgerundete Ohren; geschmeidiger, muskulöser Körper; lange, schlanke Beine; prächtiger, agiler, sehr eleganter Gesamteindruck / Fell: kurze, dicht am Körper anliegende, feine Haare / Farbe: einfarbig rotbraun, wildfarben, blau-grau, mattes beige - jeweils mit einer sehr schwachen Tigerzeichnung an Kopf, Beinen, Brust und Schwanz / Charaktereigenschaften: sehr lebhaft, starker Bewegungsdrang, liebevoll.
Die Katze wurde 1860 von Abessinien nach England gebracht und 1929 als Rasse anerkannt. Sie ist nicht zur Wohnungshaltung ohne Garten geeignet.

Burma
Körpermerkmale: gerader, mittellanger Schwanz; leicht runder, keilförmiger Kopf; abgerundete Nase; weit auseinanderstehende, große Augen; leicht nach vorne geneigte, große Ohren; gedrängter, muskulöser Körper; feine Beine; verfügt ebenso wie ihre nahe Verwandte, die Siamkatze über eine sehr kräftige Stimme; eleganter, exotischer Gesamteindruck / Fell: kurze, eng am Körper anliegende, feine und glänzende Haare / Farbe: einfarbig braun, blau, chocolate, lilac, rot, seal-tortie / Charaktereigenschaften: neugierig, lebhaft, kaum schreckhaft.
Die Burmakatze gehört zu den Katzen, die in vergangenen Zeiten als Gottheit verehrt wurden. Sie soll aus burmesischen Klöstern stammen.

Kartäuser
Körpermerkmale: an der Spitze abgerundeter, gleichmäßig dicker Schwanz; runder Kopf; gerade und breite Nase; runde, große, orange oder kupferfarbene Augen; mittelgroße, runde Ohren; schwerer und muskulöser Körperbau; kurze, stämmige Beine; molliger, mehr kräftiger als eleganter Gesamteindruck / Fell: gleichmäßig kurze, dichte, vom Körper abstehende Deckhaare / Farbe: sämtliche Blautöne / Charaktereigenschaften: zutraulich, selbstsicher, relativ ruhig.
Die Kartäuserkatze stellt eine sehr alte Rasse dar. Sie wurde bereits 1735 erwähnt.

Maine Coon
Körpermerkmale: langer, spitz zulaufender Schwanz mit wehenden, langen Fell; breiter Kopf; mittellange Nase; weit auseinanderstehende, große und leicht schräge Augen; spitz zulaufende Ohren; muskulöser, kräftiger, mittelgroßer bis großer Körper; kräftige, mittellange Beine; robuster, muskulöser Gesamteindruck / Fell: an Kopf und Schultern kurz und dicht, zum Bauch hin lange, grobe und glatte Deckhaare / Farbe: unzählige Farbvarianten; zum Beispiel blau gestromt, schildpatt oder braun smoke / Charaktereigenschaften: zutraulich, zärtlich, relativ lebhaft.
Die Maine Coon Katzen wurden im 19. Jahrhundert aus der Türkei nach Amerika eingeführt.

Perser
Körpermerkmale: volle Halskrause über Schultern und Nacken; behaarte Wangen; buschiger Schwanz; kräftiger, gedrungener Körper; runder und breiter Kopf; platte Nase; große, runde Augen; kleine abgerundete Ohren; kurze, stämmige Beine; gut entwickelte Muskeln; untersetzter Gesamteindruck / Fell: langes, dichtes und seidiges Haar / Farbe: Perserkatzen werden in den verschiedensten Farben gezüchtet. Zum Beispiel: weiß, schwarz, blau, lilac, chocolate, rot, creme, colourpoint, silber, gestromt, schildpatt oder smoke / Charaktereigenschaften: ruhig, zurückhaltend, edel, zärtlich, gutmütig.
Die ersten Berichte über die Züchtung von Perserkatzen stammen aus dem Jahr 1871. Aufgrund ihres langen und dichten Fells müsen sie täglich gebürstet werden.

Siam
Körpermerkmale: langer, spitzer Schwanz; keilförmiger Kopf; spitze, lange Nase; mandelförmige und hellblaue Augen; spitze Ohren; muskulöser Körperbau; schlanke, lange Beine; verfügen über die durchdringendste und lauteste Stimme aller Katzen; geschmeidiger, anmutiger und typisch orientalischer Gesamteindruck / Fell: glatt anliegende, feine, glänzende, kurze Haare / Farbe: Das Fell ist am Körper hell (beige oder weiß) und im Gesicht, an den Ohren, den Pfoten und dem Schwanz dunkel (schwarzbraun, schokoladenbraun, lilac oder blaugrau). Charaktereigenschaften: sehr lebhaft und ausgelassen, neugierig, zeigen deutlich ihre Ab- bzw. Zuneigung.
Die Normen für diese Rasse wurden um 1880 festgelegt.

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Haltung

Vor der Anschaffung einer Katze gibt es einige Fragen, mit denen man sich beschäftigen muß: Kann ich die einmaligen und regelmäßigen Kosten aufbringen (für Grundausstattung, Futter, Katzenstreu, Impfungen, Tierarzt (im Krankheitsfalle)? Habe ich genügend Zeit, dem Tier die Pflege und Beschäftigung zu geben, die es benötigt? Wohin mit der Katze während des Urlaubs? Soll es ein junges oder erwachsenens Tier sein? Welches Geschlecht? Eine Haus- oder Rassekatze?

Die meisten Katzen können als reine Wohnungskatzen gehalten werden. Nur wenige, wie zum Beispiel die Abessinierkatze haben einen derartig ausgeprägten Bewegungsdrang, dass sie regelmäßigen Auslauf in einen Garten benötigen. Da Katzen sehr gesellige Tiere sind, sollte man erwägen, ob man sie zu zweit hält, wenn man berufstätig ist. Zur Grundausstattung für die Katze gehören: Wasser- und Futternapf / Pflegeutensilien (z.B. Kamm, Bürste) / Katzenklo / Schlafbox- oder korb / Kletter- und Kratzbaum. Der Standort des Korbes muss Schutz vor Zugluft bieten und sollte in einem ruhigen Bereich liegen.

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Pflege

Das Trinkwasser muss täglich (im Sommer öfter) erneuert werden. Die Fütterung erfolgt bei erwachsenen Tieren in zwei Teilen. Morgens eine kleinere Portion und abends die Hauptmahlzeit. Wenn im Frühling und im Herbst der Fellwechsel stattfindet, muss die Katze täglich gebürstet werden. In der restlichen Zeit des Jahres richtet sich die Häufigkeit der Fellpflege nach der entsprechenden Fellsorte. Langhaarkatzen müssen täglich, Kurzhaarkatzen wöchentlich gebürstet werden. Dabei können auch die Ohren regelmäßig auf Verunreinigungen kontrolliert werden. Die durch Urin verklumpte Einstreu sowie der Kot müssen täglich mit einer im Handel erhältlichen Katzenkloschaufel entfernt werden. Zweimal wöchentlich muss die gesamte Einstreu gewechselt und das Katzenklo mit heißem Wasser und einem ungiftigen Desinfektionsmittel gereinigt werden. Bei Katzen, die ausschließlich im Haus gehalten werden, kann es -trotz Kratzbaum- oder brett- in gewissen Abständen notwendig sein, die Krallen zu schneiden. Dabei muss genau darauf geachtet werden, dass man die inneren Blutgefäße der Krallen nicht verletzt. Das Krallenschneiden kann aber auch vom Tierarzt vorgenommen werden. Wenn sich Zahnstein gebildet haben sollte, muss dieser ebenfalls vom Tierarzt entfernt werden.

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Futter

Die Nahrung der Katze muss Proteine, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe enthalten. Der Handel bietet dafür ausgewogene Fertignahrung in Form von Trocken- und Dosenfutter in den verschiedensten Geschmacksrichtungen an. Für junge Kätzchen ist ein spezielles Dosenfutter erhältlich, da diese einen anderen Nährstoffbedarf haben. Als Abwechslung, bzw. Leckerei dienen Fisch, Hühnerfleisch und Niere, Milz, Leber vom Rind oder Schwein, welche immer abgekocht werden müssen. Auch spezielle Katzen-Snacks bietet der Fachhandel. Weiterhin sollte man die Katze regelmäßig mit Katzengras versorgen, welches man selber ziehen oder fertig kaufen kann. Es dient der Katze als eine Art Gleitmaterial, damit sie ihre beim Putzen verschluckten Haare leichter auswürgen kann.

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Fortpflanzung

Kätzinnen werden mit ca. 9 Monaten, Kater zwischen dem 9., manchmal aber auch erst 24. Monat geschlechtsreif. Von diesem Moment an beginnen die Kater sowohl in der Wohnung als auch im Freien ihr Revier mit Urin zu markieren. Kätzinnen werden in regelmäßigen Abständen "rollig". Dabei wälzen sie sich stark maunzend und gurrend am Boden. Wenn sie nicht gedeckt werden, kann sich eine Dauerrolligkeit entwickeln, welche durchaus gesundheitsgefährdende Folgen haben kann. Deshalb sollte man eine Kastration in Erwägung ziehen, wenn man nicht mit dem Tier züchten müchte. Diese sollte erst durchgeführt werden, wenn die Tiere geschlechtsreif und zu voller körperlicher Schönheit herangewachsen sind. Die Tragzeit beträgt zwischen 62 und 67 Tage. Dann kommen in Abständen von etwa 30 - 40 Minuten die ca. 4 bis 6 Jungen zur Welt. Sie wiegen 70 - 130 Gramm, sind voll entwickelt, aber blind und taub. Die Augen öffnen sich nach 8 - 10 Tagen, wobei die Pigmentierung erst nach 5 Wochen einsetzt. Ab dem 14 - 21 Tag beginnen sie zu hören. Nachdem sie ungefähr 4 Wochen lang gesäugt wurden, beginnt die Entwöhnung.

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Lebenserwartung

ca. 13- 18 Jahre

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Impfung

Es existieren 5 gefährliche Infektionskrankheiten, gegen die eine Impfung möglich und notwendig ist:

1. Die Katzenseuche (Viruserkrankung)
2. Der Katzenschnupfen (verschiedene Infektionserreger)
3. Die Tollwut (Viruserkrankung)
4. Die Katzenleukose (Viruserkrankung)
5. Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP = ansteckende Bauchfellentzündung).


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Häufige Krankheiten

Neben den im Kapitel Impfungen erwähnten Krankheiten gibt es noch weitere, welche ebenfalls tödlich verlaufen. Zum Beispiel der 1987 entdeckte Feline Immunschwäche-Virus (FIV), der mit dem menschlichen HIV-Virus verwandt ist. Die Krankheit wird durch Blut, Mutter-Kind-Vererbung oder Speichel (Bisse, gemeinsamer Futternapf, gegenseitiges Lecken) übertragen. Sie äußert sich durch Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen, Ausbildung von Tumoren und Schädigung innerer Organe. Diese Symptome treten meist erst Jahre nach der Infektion auf. Ein Impfschutz existiert zur Zeit nicht. Man kann an vielen verschiedenen Symptomen erkennen, ob eine Katze erkrankt ist: - häufiges Kratzen oder Beißen an der Haut - Reizungen an Ohr/Auge/Nase, verbunden mit Ausfluß - Appetitlosigkeit - Apathie des Tieres - übermäßiges Trinken - anhaltender Durchfall oder Erbrechen - Probleme beim Absetzen von Kot und Urin - Humpeln/Lähmungen von Gliedmaßen - Beschwerden beim Atmen - Krämpfe/Kollabieren - angeschwollener Bauch - erhöhter Haarausfall/kahle Stellen - Blutaustritt aus einer Körperöffnung - häufiges Niesen/Husten - Gewichtsverlust. Wann immer eines oder mehrerer derartiger Symptome beobachtet wird, sollte die Katze unverzüglich einem Tierarzt vorgestellt werden, da in manchen Fällen akute Lebensgefahr bestehen kann und einige Krankheiten nur im Frühstadium behandelbar sind. Es können innere oder äußere -erworbene, ererbte oder rassespezifische- Krankheiten, aber auch Vergiftungen, Parasiten, Ernährungs- u. Haltungsfehler, verschluckte Fremdkörper, Verbrennungen oder Verletzungen die Ursache dafür bilden. Zu den Parasiten gehören Flöhe, Zecken, Läuse, Milben und Flechten, welche auf der Katze, sowie Sporentierchen, Band-, Spul- und Hakenwürmer, welche in der Katze leben. Außenparasiten entfernt man mit Insektizidsprays, Bäder oder Cremes, bzw. durch Herausdrehen (Zecken). Die Innenparasiten werden mit Hilfe einer Wurmkur abgetötet. Diese muss in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um einem Befall vorzubeugen. Eine weitere sehr gefährliche Gefahrenquelle stellen ungesicherte Balkone oder Fenster dar. Unzählige Katzen ziehen sich bei Stürzen (auch aus geringer Höhe) schwere oder tödliche Verletzungen zu. Auch auf kipp gestellte Fenster müssen gesichert werden, da die Tiere beim Versuch, hinauszugelangen, oft im schrägen Zwischenraum hängenbleiben. Bei dem Versuch, wieder herauszukommen, quetschen sie sich immer mehr und mehr ein, was innere Verletzungen zur Folge hat.

Kleine Katzenkinder spielen mit allem, was sich bewegt, um ihren Jagttrieb zu entwickeln. So kann es vorkommen, dass auch mal eine Biene oder Wespe zusticht. Diese Erfahrung musste diese kleine Katze machen und bekam eine dicke Pfote.

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