Da Zwergkaninchen zu den Pflanzenfressern (Herbivoren) gehören, bekommen sie ausschließlich veganische Kost. Optimal wäre es, wenn die Tiere rund um die Uhr auf einer grünen Wiese weiden könnten, da Gras und frische Kräuter allerdings nicht immer zur Verfügung stehen, ist Heu eine wichtige Alternative in der Kaninchenernährung, es sollte immer zur Verfügung stehen, da Kaninchen einen Stopfmagen haben und unentbehrlich zur Abnutzung der ständig nachwachsenden Backenzähne ist.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Kaninchenernährung ist Grünfutter und Gemüse. Um den Tieren Flüssigkeit, Kohlenhydrate und Vitamine zuzuführen, sollten sie mehrmals am Tag Grünfutter und Gemüse bekommen, als Faustregel gilt, mindestens 100 g pro kg Kaninchen pro Tag. Geeignet sind Blätter von Kulturpflanzen wie Kohlrabiblätter, Möhrengrün, Kraut von verschiedenen Rüben, sowie natürlich Gemüse wie beispielsweise Möhren, Pastinaken, Fenchel, verschiedene Salate und vieles mehr. Wasser sollte dennoch immer zu Verfügung stehen.
Die im Handel erhältlichen Körnermischungen sollten nur in sehr geringen Mengen angeboten werden (maximal ein Teelöffel pro kg Kaninchen am Tag), da sie leicht zur Überernährung führen. Für Kaninchen in Innenhaltung ist die Trockenfutterfütterung absolut unnötig und ungesund. Für Tiere in Außenhaltung ist es nur bedingt notwendig z.B. wenn es auf den Winter zugeht, um für genügend Winterspeck zu sorgen. Das Kraftfutter sollte in erster Linie aus getrockneten Kräutern und Trockengemüse und nur wenig Fettfutter und Pellets bestehen. Getreide sollte nur bis maximal 20 % beigemischt werden, auf Weizen ist zu verzichten.
Für den Zahnabrieb dienen Äste und Zweige. Trockenes Brot dient dm Zahnabrieb nicht. Für die Schneidezähne ist dies keine Herausforderung und bis das Brot bei den Backenzähnen angelangt ist, ist dieser nur noch ein Brei. Zudem ist Brot (egal welches) ungesund, da Getreide, Hefe, Stärke, Backtriebmittel und weitere Zusatzstoffe nicht in einen Kaninchenmagen gehören.
Auch die im Handel angebotenen Leckereien für Kaninchen sind meist ungesund und führen zu Darmproblemen. Dazu gehören sogenannte Knabberstangen (zu viel Zucker, Getreide) sowie auch Joghurtdrops. In diesen Drops ist neben Zucker auch Milch oder Milcherzeugnisse drin. Kaninchen entwickeln nach dem Absetzen der Muttermilch eine Laktoseinteroleranz. Deshalb passiert es oft, dass Kaninchen mit dem Füttern von Drops Durchfall haben.
Ebenfalls gehören in keine Kaninchenernährung sogenannte Salzlecksteine und Nagersteine. Diese zusätzlichen Mineralien sind zum einen überflüssig und zum anderen gesundheitsschädlich. Nierenprobleme und Nierenversagen (mit Folge vom Tod) sind damit vorprogrammiert.