Aktuell im September - Würmer

Nutztiere: Ein Parasitenbefall durch Würmer bei Rindern und Schafen kann schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen und zusätzlichen wirtschaftlichen Schaden für den Halter mit sich bringen.
Pferde InfoSuche können durch Rundwürmer der Gattung Strongylidae an einer Arterienverstopfung erkranken. Diese kann schwere Koliken verursachen, die schließlich den Tod des Pferdes herbeiführen können.
Heimtiere InfoSuche, wie beispielsweise Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster etc. gelten aus parasitologischer Sicht meist als ungefährlich für den Menschen. Dennoch darf die Gefahr nicht unterschätzt werden, da auch diese possierlichen Tierchen Parasiten InfoSuche übertragen können. Ein Hamster oder eine Ratte kann z. B. den Zwergbandwurm auf den Menschen übertragen.
Hunde und Katzenwelpen sollen unser besonderes Augenmerk erhalten. Diese Tierbabys können bereits durch das Muttertier infiziert werden und durch ihren engen Kontakt zum Menschen häufig eine Übertragung ermöglichen oder begünstigen.

Je stärker ein Tier verwurmt ist, desto größer ist das Risiko, sich mit einem gefährlichen Parasiten zu infizieren!


Viele Würmer übertragen lediglich ihre Larven, nicht aber den ausgewachsenen Wurm auf den Menschen. Dieser wandert durch den Körper und nistet sich in Organen oder wichtigen Gewebestrukturen des Körpers ein. Kommt es zur Nidation InfoSuche der Larven in einem lebenswichtigen Organ, können Störungen oder Fehlfunktionen auftreten, die zu mehr oder minder schweren Krankheitsbildern führen können. Ein Beispiel sind die Wanderlarven der Spulwürmer, die typischerweise durch den Körper des Zwischenwirtes wandern. Kommt es zur Wanderung durch die Netzhaut in einem Auge, kann es zur Beeinträchtigung des Sehvermögens führen oder schlimmstenfalls zur Erblindung des betroffenen Auges. Massive Wanderungen der Larven durch das Gewebe InfoSuche des Zentralen Nerven Systems (ZNS InfoSuche) können bei Mensch und Tier durch Narbenbildung zur Epilepsie InfoSuche führen.
Aber auch die Eier der Hakenwürmer können unfreundliche Wanderlarven freisetzen, die bei einigen Menschen zu sichtbaren Bohrkanälen in der Haut führen können.

Die meisten Würmer können, wie oft fälschlicherweise geglaubt wird, nicht mit dem bloßen Auge im Kot erkannt werden. Die Strategie der Parasiten ist, so sie vorhanden sein sollte, sich möglichst im Verborgenen zu halten. Dazu gehört, eine größtmögliche Anzahl an Eiern zu produzieren und ein Maximum an Wirtstieren zu infizieren, um deren Darm zu besiedeln. So kann ein Spulwurm-Weibchen bis zu 200 000 Eier am Tag legen. Im Eierstock InfoSuche selbst sind bis zu 27 Millionen Eier angelegt. Die Lebensdauer des Parasiten kann bis zu eineinhalb Jahren betragen. Sollte es zur Übervölkerung im Darm des Tieres kommen, kann durch Erbrechen ein ganzer Wurm in die häusliche Umgebung ausgestoßen werden. Viele Darmparasiten sind jedoch so winzig, dass es nicht möglich ist, sie ohne mikroskopische Vergrößerung zu sehen. So können Bandwürmer wie beispielweise der ausgewachsene Hundebandwurm eine Gesamtlänge von 2-7 mm aufweisen.

Übertragungswege:

Die von erwachsenen Weibchen im Darm abgelegten Eier gelangen mit dem Kot in die Umwelt. Dort findet das Ei bei ausreichender Feuchtigkeit und Temperaturen von 10° C bis 35° C gute Bedingungen zur Weiterentwicklung. Unter den gegebenen Umweltbedingungen wird innerhalb von 2-7 Wochen vom ersten Larvenstadium das zweite Larvenstadium. Die Eier sind jetzt infektiös und können vom Wirt aufgenommen werden. Im Dünndarm des Wirtes schlüpft die Larve InfoSuche, die sich durch die Darmwand bohrt und über den Blutstrom zur Leber wandert, wo sie sich erneut häutet und ein drittes Larvenstadium bildet. Diese Larve III kann sich in der Muskulatur in Hypobiose InfoSuche einnisten. Sie kann mit der Muttermilch in die Welpen gelangen oder erreicht das Herz des Wirtes. Über den Lungenkreislauf wandert die Larve in die Lungenbläschen aus, dort häutet sie sich abermals (viertes Larvenstadium). Über die Bronchien und die Luftröhre wandert sie zum Kehlkopf. Von dort aus wird sie entweder abgehustet oder geschluckt. Die Dauer dieser Phase beträgt 30 bis 35 Tage. Nun kehrt die Larve wieder zum Dünndarm zurück, wo sie zum ausgewachsenen Wurm heranwächst, der im Höhepunkt seiner Entwicklung die Geschlechtsreife erreicht.

Kommt es zur Aufnahme durch einen Fehlwirt, beispielsweise einen Menschen, irrt die Larve durch den Körper, ohne den Zyklus InfoSuche vollenden zu können. Dabei schädigt sie Organe und Gewebe des Zwischenwirtes.

Entwurmung

Zur Gesunderhaltung des geliebten Haustieres und des Menschen ist eine regelmäßige Entwurmung von großer Bedeutung.
Hierzu empfiehlt die ESCCAP (European scientific counsel companion animal parasites) die nachfolgenden individuellen Entwurmungen je nach Risikogruppe:

1.- Hunde und Katzen, die über freien Auslauf verfügen, jagen und unbeaufsichtigt Nager reißen, sollten monatlich gegen Spul- und Bandwürmer entwurmt werden!

2.-
Hunde und Katzen, die Kot oder Aas fressen, sollten monatlich gegen Spul- und Bandwürmer entwurmt werden!

3.-
Hunde und Katzen, die Kontakt mit Artgenossen haben, die nicht im gleichen Haushalt leben (z. B. Hundewiese, Sportverein etc.), sollten vierteljährlich gegen Spul- und Bandwürmer entwurmt werden!

4.-
Hundewelpen können schon im Alter von zwei Wochen und Katzenwelpen mit drei Wochen entwurmt werden! Die Entwurmung der Welpen sollte im14-tägigen Abstand wiederholt werden - bis zum Absetzen der Muttermilch. Ergänzend zu der Entwurmung der Welpen sollten Muttertier und andere im Haushalt befindlichen Tiere ebenfalls entwurmt werden.


5.- Tiere, die in Pensionen oder Tierhotels untergebracht werden, aber auch diejenigen, die an Ausstellungen und Wettkämpfen teilnehmen, sollten 4 Wochen vor und 2-3 Wochen nach dem Ereignis entwurmt werden.

6.-
Tiere, die im Rettungsdienst stehen, in Altenheimen eingesetzt werden oder von Ordnungskräften, wie der Polizei und Zoll genutzt werden, sollten einer monatlichen Behandlung InfoSuche gegen Würmer unterzogen werden.

7.-
Personen, die unter einer Immunschwächeerkrankung leiden, wie beispielsweise HIV, einer Autoimmunerkrankung oder eine Organtransplantation erhalten haben und eng mit einem Haustier in einer häuslichen Gemeinschaft leben, sollten regelmäßig und konsequent eine monatliche Entwurmung durchführen.

Es sollten die Medikamente InfoSuche zur Entwurmung in Abständen gewechselt werden. So wird eine Resistenzbildung durch die Parasiten verhindert!

Eine normale Wurmkur ist nicht schädlich für Ihr Tier. Sie trägt entscheidend zur Gesunderhaltung Ihres Lieblings und der Familie bei.
Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt InfoSuche anzusprechen oder nehmen Sie Kontakt zu einem Tierspezialisten InfoSuche aus unserer Tierspezialistensuche auf www.tierklinik.de auf. Es kann Ihnen sicherlich geholfen werden!



© 1997 – Tierklinik.de - Das Tiermedzin Informationsportal. All rights reserved.

Aktuelle Informationen, interessantes rund ums Tier und wissenswertes aus dem tiermedizinischen Bereich. Allgemeine Informationen zur Tiergesundheit, Tipps zur Haltung und Pflege von Haustieren, Notdienste und tierärztliche Spezialeinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Tierklinik .de - Hamburg, München, Berlin, Köln, Frankfurt, Düsseldorf.