Tiermedizinisches Begriffelexikon

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Schutzimpfung

 

Schutzimpfung

lat.: imputare = einschneiden

Impfung zur Erzeugung einer spezifischen Immunität eines Einzeltieres oder einer Herde durch eine Vakzine oder Impfstoffe zur Vorbeugung gegen determinierte Infektionskrankheiten.
1.- Aktive Lebend-Schutzimpfung: Erzeugung einer abgeschwächten Erkrankung durch Injektion von abgeschwächten, vermehrungsfähigen Krankheitserregern. Dies soll zur Bildung von Antikörpern gegen pathogene Bakterien oder Viren führen und bildet einen guten, recht beständigen Impfschutz. Ein Beispiel für einen Lebend-Impfstoff ist beispielsweise die Lebendvakzine gegen die Staupe des Hundes.
2.- Inaktivierte Schutzimpfung: Erzeugung einer abgeschwächten Erkrankung durch Injektion von abgetöteten, nicht vermehrungsfähigen Krankheitserregern, deren Eiweiße an ein Adjuvans gebunden sind - zur Verstärkung der Immunantwort. Dies soll zur Bildung von Antikörpern gegen pathogene Bakterien oder Viren führen, der Schutz ist aber nicht so effektiv wie bei einer Lebendvakzine. Ein Beispiel für einen inaktivierten Impfstoff ist die Tollwutvakzine.
3.- Örtliche Schutzimpfung: Hierzu zählen Impfungen, die auf die Nasenschleimhaut gegeben werden oder durch Verschlucken aufgenommen werden. Ziel ist die Erzeugung eines abgeschwächten Krankheitsverlaufes im Bereich der Schleimhaut und hierdurch eine Erhöhung der Abwehrstoffe in diesem Bereich. Durch lokale Immunisierung soll das Eindringen der Erreger verhindert werden. Er handelt sich in den meisten Fällen um Lebendvakzine. Ein Beispiel ist die FIP-Impfung der Katze.
4.- Passive Schutzimpfung: Es wird ein Serum mit spezifischen, vorgefertigten Abwehrstoffen appliziert. Dieses Serum wird von hyperimmunisierten Tieren gewonnen und dient zur Prophylaxe der Erkrankung bei nicht geimpften Tieren oder zur Behandlung eines erkrankten Tieres. Ein Beispiel für einen Passivimpfstoff sind die Hyperimmunglobuline im Serum gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche.



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