Pfotenverbände

Das Anlegen von Verbänden bedarf einiger Übung und wird hier an der Pfote einer Katze demonstriert. Die vorbereitenden Maßnahmen wie Wundreinigung Behandlung   von Wunden und sterile Abdeckung der Wunde sind vorausgegangen.

Wichtig: Die Watte darf nicht mit der Wunde in Kontakt kommen!

 

Anlegen eines Pfotenverbandes 01Da Hunde wie auch Katzen Schweißdrüsen an der Unterseite der Pfote besitzen, muss der Hauptballen mit Watte aus 100% Baumwolle abgepolstert werden, da diese die Feuchtigkeit der Schweißdrüsen aufnehmen kann. Sollte die Wunde sich in diesem Bereich befinden, so kann an Stelle der Watte auch eine sterile Wundgaze aufgerollt und eingelegt werden.


Anlegen eines Pfotenverbandes 02Da durch die Verletzung   oder dem vom Verband ausgeübten Druck eine Schwellung der Pfote verursacht werden kann, die möglicherweise die Durchblutung der Zehen beeinträchtigt, muss jeder einzelne Finger oder jede Zehe mit einem Watte- oder Gazepolster gegen Druckstellen von der benachbarten Zehe getrennt und geschützt werden.


Anlegen eines Pfotenverbandes 03Nun wird das Bein, beginnend von der Pfote bis über das Sprunggelenk oder Handwurzelgelenk, mit Rollenwatte bandagiert.

Es ist darauf zu achten, dass saubere und gleichmäßige Wattebahnen gelegt werden. Rollenwatte aus 100% Baumwolle ist zwar etwas rauher, verrutscht dafür jedoch nicht so leicht und ist eher in der Lage, Feuchtigkeit der Haut aufzunehmen.


Anlegen eines Pfotenverbandes 04Eine Krepppapierbinde sorgt für die Versteifung der Gliedmaße, das Tier kann die Gliedmaße nicht mehr so frei bewegen, wodurch eine Entlastung der Wunde erreicht wird und diese in Ruhe heilen kann. Die Krepppapierbinde wird in der gleichen Weise wie die Watte bandagiert.


Anlegen eines Pfotenverbandes 05Der Abschluss wird mit einer elastischen Fixierbinde erreicht. Auch diese wird von unten nach oben gewickelt. Um den Verband vor dem Verrutschen zu bewahren, werden an bestimmten Punkten "Haltegurte" mit Pflasterstreifen gelegt.


  1. Über dem Sprung- oder Handwurzelgelenk kann auch am Fell oder der Haut festgeklebt werden, um ein Abreißen des Verbandes durch das Tier zu verhindern.

  2. Unter dem Sprung- oder Handwurzelgelenk, um das Rutschen zu vermeiden und zusätzliche Stabilität zu geben.

  3. Zwei über das Verbandende gelegte, in Kreuzform angeordnete Pflasterstreifen, die bis zum Anfang des Fußes reichen und eine Stabilisierung des Verbandes beim Laufen erreichen sollen.

  4. Der letzte Streifen fixiert den Verband am Ansatz des Fußes oder der Hand.

Der so angelegte Verband sollte nicht länger als zwei Tage auf der Wunde verbleiben und muss dann gewechselt werden. Besser ist es, wenn Ihr Tierarzt   den Verband überprüft und Ihnen dann die notwendigen Ratschläge gibt.

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