Brucellose

Einleitung | Symptome | Diagnose | Therapie

Einleitung
In Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt die Krankheit eigentlich nicht vor, d. h. diese Länder sind als brucellosefrei zu bezeichnen. Durch die Globalisierung und Fernreisen mit dem Haushund ist die Einschleppung aber nicht unwahrscheinlich und soll aus diesem Grund hier angesprochen werden. Vor allem Hunde, die aus dem Ausland zu uns eingeführt werden, beispielsweise aus Mittel- und Südamerika, können Träger der Bakterien sein. Die Infektion erfolgt über die Schleimhäute von Maul und Nase und Bindehäute. Die Übertragung über die Genitalschleimhaut findet im direkten Kontakt mit Scheidensekret während der Läufigkeit oder durch das Sperma durch die Kopulation statt. Eine weitere Infektionsquelle stellt der Urin dar, der besonders wenn er von läufigen Hündinnen abgesetzt wird, nicht selten von Rüden aufgeschleckt wird. Diese Erkrankung kann zum Abort führen, die Sekrete und Anteile der Fehlgeburt können bis zu sechs Wochen infektionsfähige Bakterien enthalten. Rüden können nach der Infektion mit Brucella canis in den ersten 6 - 8 Wochen hohe Keimzahlen ausscheiden. Im weiteren Verlauf der Erkrankung werden intermittierend mittlere Bakterienzahlen aus den Nebenhoden und der Prostata mit dem Urin ausgeschieden. Die Krankheit kann als Zoonose bezeichnet werden, da eine Übertragung auf den Menschen möglich ist, jedoch nur sehr selten vorkommt.

Symptome
Bei dieser bakteriellen Erkrankung handelt es sich um eine übertragbare Geschlechtskrankheit die bei ausgewachsenen Hunden selten zu schweren Symptomen führt, obwohl nach Eindringen in den Organismus ein generalisiertes Krankheitsbild ausgelöst wird. Die Anzeichen werden aber häufig nicht bemerkt und können sich durch leichte Mattigkeit und Lymphknotenschwellung zeigen. Der Hodensack kann Wasser einlagern und anschwellen. Durch leichte Schmerzen kann ein vermehrtes Belecken des Hodensackes zur Besiedelung der Haut mit Bakterien der Gattung Staphylococcus führen. Der Schanz der Nebenhodens schwillt an, und in der akuten Phase können auch einer oder beide Hoden anschwellen. Bei einer chronischen Entzündung mit Brucella canis nimmt die Qualität des Ejakulates ab, wobei die Libido erhalten bleibt. Dies sichert eine Ausbreitung der Infektion mit Brucella canis.

Diagnose
Die Diagnose kann durch die Untersuchung des Ejakulates mit hilfe eines Spermiogramms und einer bakteriologischen Untersuchung durchgeführt werden.

Im Spermiogramm befindet sich eine Vielzahl von Entzündungszellen sowie deformierte Spermien, die entweder ihren Kopf verloren haben, oder mehrere durch Entzündungseiweiße zusammengeklebte Spermien, die sich zu einem klumpigen Gebilde vereinen. Durch ein bakteriologisch ausgerichtetes Laboratorium können Proben, wie beispielsweise Ejakulat , Prostatasekret und/oder Urin untersucht werden. Die Brucellen lassen sich meist aerob anzüchten und können dann isoliert werden.

Sehr kleine rund-ovale rosa eingefärbte Bakterien

Werden die Keime isoliert, muss ein Resistenztest erstellt werden, damit wirksame Antibiotika gezielt zur Therapie eingesetzt werden können. Die heute genutzte diagnostische Methode zum Nachweis einer Brucellose ist ein serologischer Test über das Blutserum, der vor allem bei Nutztieren von großer Bedeutung ist. Die serologische Diagnose erlaubt dem Tierarzt , diese Zoonose einfach und sicher frühzeitig zu erkennen und dann konsequent zu bekämpfen.



Therapie
Tiere, die an der Brucellose erkrankt oder positiv sind, müssen umgehend von der Zucht ausgeschlossen und am besten umgehend kastriert werden!
Die Behandlung mit Antibiotika ist schwierig, da Brucellen sich überwiegend in den Zellen des Nebenhodens und der Prostata aufhalten. Antibiotika können in diese Bereiche nicht gut diffundieren. So werden Intervall-Behandlungen über längere Zeiträume notwendig

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