Penisamputation

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Einleitung:

Die Penisamputation wird beim Kater auch als perineale Urethrotomie bezeichnet. Bei Verletzungen, nekrotisierenden Erkrankungen und Tumoren muss die Penisamputation als Mittel zur Wahl in der Behandlung   von Hunden, Katzen und Pferden erwogen werden.

Indikation  :

Sichtbar ist die stark geschwollene Vorhaut und die verkrustete teilweise abgestorbene Eichel des Penis.

Die Penisamputation ist angezeigt bei irreparablen Verletzungen des Penis   nach Unfällen, nach Auftreten von zerstörerischen Tumoren und Neubildungen, durch Nekrose   des Penis nach Infektionen  , mechanischen Obstruktionen der Harnröhre durch Harnsteine oder Harngries mit /oder mechanischer Gewebezerstörung durch intensives Belecken des Patienten, Durchblutungsstörungen mit Nekrosen   der Harnröhre.

 Diagnose:

Die Diagnose muss durch den Tierarzt  /der Tierärztin erfolgen. Der Fachmann/die Fachfrau muss entscheiden, ob die Gewebeschädigung so schwerwiegend ist, dass nur noch die Penisamputation als therapeutische Maßnahme bleibt. Bei schweren wiederkehrenden Obstruktionen der ableitenden Harnwege mit Steinen oder Harngriess (FLUTD  ) bleibt häufig keine andere Wahls als die Entfernung des Penis und die Erweiterung der Öffnung der Harnröhre.


Therapie – Operation

Für den chirurgischen Eingriff bedarf es einer tiefen Narkose  , damit das Schmerzempfinden vollständig ausgeschaltet werden kann.  Das Operationsgebiet wird rasiert, gewaschen und desinfiziert. Der After wird chirurgisch temporär verschlossen, damit kein Kot in das Operationsgebiet gelangen kann. Nun ist der Patient für den Eingriff bereit.

Der Kater liegt narkotisiert auf dem Bauch mit den Beinen nach unten hängend.

Patient Rasiert auf dem Operationstisch. Aktives Bild: A = Anus, S = Hodensack, P = Penis.

Das Operationsgebiet wird erneut desinfiziert und vom Chirurgen mit sterilen Tüchern abgedeckt. Sind die Hoden   noch vorhanden, müssen diese und der Hodensack entfernt werden.


 Grossaufnahme unschönen entzündeten Penis.Der Penis wird mit einer Gewebefasszange angehoben.



Eine sehr sorgfältige Präparation ist erforderlich. Damit der Verlauf der Harnröhre leichter verfolgt werden kann, wird nach Entfernung des infizierten Wundbereichs  in die Harnröhre ein Katheter eingeführt. 

 

Seitenansicht auf den Penis nach dem die Haut durchtrennt worden ist.Die Eichel ist mit der Haut entfernt worden ind ein Katheter wurde in die Harnröhre eingeführt.



 

Der chirurg demonstriert die tiefen Schichten währed der Operation.Muskel in der Tiefe durchtrennt.



 

Die abbildung zeigtdas der Penis deulich länger geworden ist.Mit einer sehr feinen Schere wir der Penis aufgeschnitten.



 

Entlang der Harnkatheters wird der Penid der Länge nach aufgeschnittenDas abgestorbene Gewebe stellt sich als schwarze Masse dar.



 

Einblick in den sauberen und gesunden Harnröhrenabschnitt.Der chirurg präsentert das Operationsergebnis.



Postoperatorium

Sehr wichtig ist die Pflege im Anschluss an die Operation, damit der Eingriff auch von Erfolg gekrönt ist. Der Kater darf auf keinen Fall an der Wunde lecken, denn ansonsten können durch die raue Zungenoberfläche die feinen Nähte aus der Wunde gerissen werden. Außerden könnte Speichel in die Wunde eindringen, und eine Infektion   durch Bakterien   kann den positiven Ausgang des Eingriffs schnell zunichte machen! Vermieden werden sollte auch das Rutschen des Tieres mit dem Genitalbereich auf Teppichen oder Polstermöbeln, das durch den Juckreiz, der während der Wundheilung auftreten kann, oft ausgelöst wird. Während der Heilung muss die Schleimhaut und der Wundbereich durch das Auftragen einer Salbe feucht und elastisch gehalten werden. Die aggressiven Bestandteile im Urin können zu Schwierigkeiten in der Heilphase führen. Gegebenenfalls ist es deshalb in einigen Fällen besser, die Nachbehandlung des Tieres in einer Tierklinik   durch geschultes Personal übernehmen zu lassen.

 

Die Wunde sieht sauber aus, die Fäden befinden sich noch im Wundgebiet.DER genitalbereich ist sauber und mit Haaren zugewachsen.



Wird eine Amputation   des Penis notwendig, braucht der Tierhalter nicht zu befürchten, anschließend ein inkontinentes Tier zu Hause zu haben. Der Harnabsatz wird durch den Schließmuskel am Blasenhals kontrolliert. Die Operation sieht lediglich vor, das zerstörte Gewebe   zu entfernen und für einen ungehinderten und kontrollierten Harnabsatz zu sorgen. Die einzige Schwierigkeit ist, dass durch die größere Harnröhrenöffnung leichter Keime von außen in die Harnblase gelangen können. Die Gefahr der Harnwegsinfektionen ist aber nicht höher als bei einem weiblichen Tier.

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