Katzenjammer

Besonders Katzen machen den Tierschützern, Tierheimen und Katzenschutzvereinen im Frühjahr und Herbst Kopfzerbrechen. Die Probleme treten überwiegend durch unkastrierte Kätzinnen und Kater auf. Der Katzenjammer beginnt vor allem während dieser Jahreszeiten mit der Rolligkeit der Tiere. Hieraus resultieren stark vermehrte Zahlen von trächtigen Fundkätzinnen, Katzenmüttern mit kleinen Babykätzchen oder verwaisten Babykätzchen, die dann an die Hilfsorganisationen herangetragen werden.

Sobald die jungen Katzen nach draußen kommen, kann der Trend beobachtet werden, dass weibliche Katzen unter dem Einfluss der werbenden Kater immer früher geschlechtsreif werden. So kann durchaus die erste Rolligkeit mit drei bis sechs Monaten auftreten. Überleben die Katzenwelpen und pflanzen sich ihrerseits fort, könnte nach zehn Jahren rein rechnerisch eine Katzenpopulation von 32 Millionen Tieren entstehen! (Bitte sehen Sie hierzu unsere hier im Anschluss gezeigte Grafik.)

Katzenverwandschaft

In den Vereinigten Staaten von Amerika begegnet man diesem Problem auf eine deutlich einfachere Art und Weise. Sie werden getötet, obwohl die Tiere weder krank noch alt sind! So werden in Amerika pro Jahr etwa 10 Millionen Katzen getötet. Die meisten dieser Tiere sind nicht älter als drei Jahre, es gibt aber kein Zuhause, sodass sie einfach eingeschläfert werden. Hätten die Tierhalter Vorsorge betrieben und ihre Haustiere rechtzeitig kastrieren lassen, würden diese unglaublichen Missstände gar kein Thema sein.

So wird den Tieren ihr Vertrauen gedankt, das sie dem Menschen entgegenbringen!

Hierzulande werden jährlich 500.000 Katzenwelpen bereits kurz nach der Geburt   ertränkt oder auf andere Art und Weise "entsorgt"!

Unsere Haustiere haben etwas Besseres verdient, als vom Menschen verstoßen oder ausgesetzt zu werden, sich unter dem Gestrüpp verstecken zu müssen und auf der täglichen Futtersuche Mülltonnen und Mülldeponien nach etwas Fressbarem zu durchforsten. Denjenigen, die überfahren werden, geht es noch verhältnismäßig gut im Gegensatz zu denen, die durch langsam schleichende Krankheiten   dahingestreckt werden.

Besonders in der Ferienzeit finden sich unsere so geliebten Vierbeiner plötzlich ausgesetzt oder am Straßenrand angebunden, von ihren Menschen plötzlich verstoßen, weil wichtigere Dinge nun im Vordergrund stehen. So berichtete die Tageszeitung DIE WELT im Juli 2005, dass ein wichtiger Grund für die "Entsorgung" der Tiere, in diesem Fall aus Hamburger Haushalten, die schlechte Wirtschaftslage ist. Bei diesen Tieren ist etwa ein Drittel krank. Die Tierhalter geben an, dass sie aufgrund der angespannten Wirtschaftslage nicht mehr für die Tierarztkosten aufkommen können. Jedoch sollte bei der Anschaffung eines Haustieres auch zusätzlich zu den Futterkosten noch steuerliche Abgaben, Tierarztkosten, etwa für Kastration  , Krankheit   und Operationen, berücksichtigt werden. Vor allem die Kosten für die Kastration sind von entscheidender Wichtigkeit, damit das Elend nicht ausufert. Schließlich sind die Gefahren aus der tierischen Überbesiedelung Quellen für Krankheitserreger   unserer Kinder in dichten Ballungsgebieten.

Katzenjammer-welt-tiere-normal

Um die Abbildung aus dem Zeitungsartikel DIE WELT zu vergrößern, führen Sie bitte einen Doppelklick auf der Abbildung aus.

Diese Situation, die in diesem Artikel für das Hamburger Tierheim Süderstraße von Reportern aufgezeigt wurde, trifft für Hunderte von Tierheimen und Tierschutzorganisationen in ganz Deutschland zu.

Bitte helfen Sie mit, dass der Katzenjammer nicht zum Trauerspiel wird !

Vor der Anschaffung eines Tieres überlegen Sie sich mit der ganzen Familie die Vor- und Nachteile, die mit der Haltung eines Tieres in Verbindung stehen.

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