Scheidenverletzung

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Allgemeines

Scheidenverletzungen können während des Deckaktes auftreten. Eine weitere Ursache können unsachgemäße geburtshilfliche Maßnahmen durch den Tierhalter sein. Seltener sind Verletzungen durch Biss- oder Risswunden, die sich eher auf das Vestibulum und die Scham beschränken. Verletzungen sollten möglichst frisch dem Tierarzt   in einer notdienstbereiten Tierklinik   vorgestellt werden.

Symptome

Eine Verletzung   der Scheide wird in den meisten Fällen durch austretendes Blut bemerkt. Der blutige Ausfluss kann allmählich in grünen oder grünlich-blauen eitrigen Ausfluss übergehen, wobei dies bereits ein Zeichen für eine Infektion   mit Bakterien   ist.
Kommt es im hinteren Drittel der Scheide zu einer perforierenden Verletzung, können Keime von der Scheide in die Beckenhöhle eindringen. Diese können Fieber, Antriebsarmut, Appetitlosigkeit und Schmerzen verursachen. Durch die Entzündung   kann das Gewebe   anschwellen und den Harn- und Kotabsatz des Tieres beeinträchtigen. In schweren Fällen kann die Infektion sich auf die Bauchhöhle ausdehnen und zu einer Peritonitis   führen.

Diagnose

In den meisten Fällen kann der Tierarzt / die Tierärztin die Diagnose mithilfe der Vaginoskopie stellen. Ist nicht klar zu ersehen, ob die Verletzung perforierend ist, kann ein Röntgenkontrastmittel in die Scheide eingebracht und mit einer Röntgenaufnahme die Perforation dargestellt werden.

Therapie

Leichte Verletzungen werden durch Scheidenspülung unter Einsatz von Antibiotika   bis zur Abheilung behandelt. Schwere perforierende Verletzungen werden nach Eröffnung der Bauchhöhle vernäht, der Bauchraum   gewaschen und die strikte Gabe von Antibiotika verordnet.

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