FAQ Katzen

1. Wird durch die Kastration   eine Verstümmelung des Tieres vorgenommen, welche als tierquälerische Maßnahme angesehen werden könnte?

Nein: Das ist gänzlich falsch, es ist eher eine tierschützerische Maßnahme, die das Tierelend vermindern und eine unkontrollierte Fortpflanzung der Tiere verhindern soll. Lesen Sie hierzu unseren Abschnitt Katzenjammer !

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2. Ist es für unser Haustier nicht wichtig, wenigstens ein Mal Jungtiere aufgezogen zu haben oder die Möglichkeit gehabt zu haben, sich wenigstens ein Mal fortgepflanzt zu haben ?

Nein: Wenn keine besonderen Zuchtinteressen bestehen, sollten auch keine Nachkommen gezeugt werden. Die Tierheime sind voller Tiere, die ein Zuhause suchen. Angehende Abnehmer für die Jungtiere springen meistens, kurz bevor es akut   wird, ab, und so füllen sich wieder noch einmal mehr die Tierheime und Tierschutzorganisationen mit herrenlosen Tieren.

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3. Bleiben Katzen, die vor der ersten Rolligkeit kastriert werden, kleiner als jene, die erst nach der zweiten Rolligkeit kastriert werden?

Nein: Das Längenwachstum wird durch Wachstumshormone und Knochenfugen gesteuert und nicht durch die männlichen oder weiblichen Geschlechtshormone.

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4. Wachsen kastrierte Katzen mehr in die Breite und verfetten als Tiere, die nicht kastriert wurden ?

Nein: nicht generell. Durch die Kastration ändert sich der Stoffwechsel  , so dass die Futterverwertung verbessert wird. Nach der Kastration müssen kleinere Futtermengen gegeben werden, so dass bei der Fütterung etwa ⅓ bis zur ½ der normalen Futtermenge eingespart werden muss. Ist das Tier früh kastriert worden, kann es leichter an eine reduzierte Futtermenge gewöhnt werden, da junge Katzen viel entdeckungslustiger und verspielter sind als ältere Tiere. Eine Verfettung tritt vor allem bei einer Überfütterung mit ungenügendem Auslauf auf.

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5. Werden durch die Frühkastration die Knochen länger und brechen dadurch leichter?

Nein: Durch den verlangsamten Epiphysenfugenschluss (knorpelige Wachstumszone im Knochen) wachsen die Knochen geringfügig mehr und werden etwas länger, es konnte jedoch keine Tendenz zu gehäuften Knochenbrüchen festgestellt werden, wenn die Knochen eine normale Struktur und normalen Kalkgehalt aufwiesen.

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6. Führt die frühe Kastration vor allem von Katern zur Einengung des Durchmessers der Harnröhre und wird hierdurch eine Verstopfung der Harnröhre durch FLUTD   oder FUS   vorprogrammiert?

Nein: Durch wissenschaftliche Studien konnte widerlegt werden, dass bei Frühkastraten der Harnröhrendurchmesser der Kater zurückbleibt und die Entstehung von FLUTD unterstützt wird.

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7. Löst die frühe Kastration meines Tieres Verhaltensprobleme   aus?

Nein: In Studien mit jungen Katzen, die im Alter von 7 Wochen und Katzen, die im Alter von 7 Monaten kastriert wurden, konnten im Verhalten keine signifikanten Unterschiede nachgewiesen werden. In den Vereinigten Staaten von Amerika, in Großbritannien und einigen Mittelmeerländern wird die frühe Kastration von Katzen seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert, und ausgiebige Erfahrungen konnten gesammelt werden, ohne dabei nachteilige Konsequenzen aufzuzeigen.

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