Komplikationen der weiblichen Kastration

Nachblutung aus den Blutgefäßen können zu Blutungen aus dem Bauchraum   führen.

a. Der abgebundene Stumpf kann durch starke Bewegung des Tieres im Bauchraum hin- und hergleiten. Durch die Gewebeflüssigkeiten kann das Nahtmaterial nachgeben und sich weiten. Unter dem Zug der Organe an den Stümpfen kann die Ligatur   sich lockern. Sind bis zu diesem Zeitpunkt die Blutgefäße noch nicht durch natürliche Mechanismen verschlossen, kann es zu Sickerblutungen kommen, wobei das Blut zunächst in den Bauchraum fließt. Wenn die Gerinnungsmechanismen die Blutung nicht stoppen können, kann es zum Austritt von Blut aus der Operationswunde kommen.

b. Gerinnungsstörungen durch die Aufnahme von Rattengift oder Lebererkrankungen können zu einer erhöhten Blutungsneigung führen.

c. Hormonell aktive Tumore   oder Zysten   der Eierstöcke   können die Gerinnung des Blutes erheblich beeinträchtigen und zu Blutungen im Anschluss an die Operation führen.

d. Ein Belecken der Wunde durch den Patienten kann zur Nachblutung und zur Infektion   des Wundgebietes führen.

Eine Nachblutung wird durch den Tierhalter bei Überprüfung des Körbchens oder Liegeplatzes des Tieres bemerkt!

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Auch der Wundbereich kann Blut oder eine blutige Flüssigkeit zeigen. In diesem Fall sollte ein Notdienst   oder eine dienstbereite Tierklinik   aufgesucht werden, damit der Blutverlust möglichst gering gehalten werden kann.

Komplikation-uterusstumpfKomplikation-Koagulum

Das Ausmaß von inneren Blutungen kann mithilfe einer Ultraschalluntersuchung   ermittelt werden. Dieses diagnostische Verfahren ist nützlich, um zu entscheiden, ob die Bauchhöhle eröffnet werden muss, damit die Blutung gestoppt werden kann.

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