Chronische Endometritis

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Allgemeines

Durch die Rückbildung des Gelbkörper - und Senkung des Progesteronspiegels wird der Gebärmuttermund geöffnet. Es folgen rhythmische Bewegungen der Gebärmuttermuskulatur. Diese entfernen unter Zusammenwirken mit dem Sekret der Drüsen der Gebärmutterschleimhaut entzündetes und eitriges Endometrium aus dem Lumen des Uterus . Der Zweck dieses Vorganges ist, altes, abgestorbenes Gewebe aus dem Uterus zu entfernen. Doch bei der chronischen Endometritis liegt die Entzündung so tief, dass das Endometrium und Myometrium weitgehend zerstört sind. Dieser Selbstreinigungs- und Erholungsvorgang wird durch abgekürzte, sich häufig wiederholende Sexualzyklen (3-4 Zyklen pro Jahr) unterbrochen.

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Ursachen

Hormonelle Entgleisung durch Zyklusstörungen oder Medikamentengaben. Sekundär durch die Infektion des Endometrium mit Keimen vom Typ E. coli, Staphylococcus und Streptococcus . Es kommt zur Hyperplasie des Gewebes mit Einwanderung von Lymphozyten und Plasmazellen in die Gebärmutterschleimhaut. Durch die heftigen Entzündungsprozesse in der Gebärmutter bildet sich eine Fibrosierung im Myometrium aus. Unter den chronischen Entzündungsprozessen werden die Drüsen der Gebärmutterschleimhaut immer weiter zurückgebildet; es kommt zur Atrophie des Uterus. Die Selbstreinigung der Gebärmutter kann nicht mehr gewährleistet werden, und eitriges Sekret sammelt sich im Lumen des Uterus an.

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Diagnose

Die Krankheitszeichen fallen im Allgemeinen spät, etwa 40. bis 90. Tag nach der Läufigkeit/Rolligkeit auf. Eine erhöhte Wasseraufnahme und vermehrter Harnabsatz können beobachtet werden. Zur gleichen Zeit sind die Tiere abgeschlagen, verweigern das Futter oder nehmen nur sehr geringe Mengen an. Das auffälligste Zeichen bei der chronischen Pyometra , die über einen langen Zeitraum besteht, sind Veränderungen im Haarkleid. Die Haare gehen an beiden Flanken aus und das Fell wird schütter. In einigen Fällen kommt es zu vermehrter Pigmenteinlagerung in den kahlen Hautbereichen.

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Therapie

Eine konservative Therapie kann nur bei jungen, wertvollen Zuchttieren in Erwägung gezogen werden. Bei geschlossenem Gebärmuttermund ist von dem Vorhaben eher abzuraten. In Zusammenarbeit mit dem behandelnden Veterinär sollten die Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden.

Die Therapie der Wahl ist jedoch die bereits beschriebene Ovariohysterektomie .

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