Uterusvorfall

Uterusprolaps – Gebärmuttervorfall

 

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Allgemeines

Diese Erkrankung   des Muttertieres kann im Anschluss an die Geburt   im Zusammenhang mit den Nachwehen auftreten. Gelegentlich tritt der Gebärmuttervorfall auch während der Geburt auf. Der Uterusvorall kann bei sämtlichen Haussäugetieren auftreten, am häfigsten sind, Rinder   (Kühe), Pferde   (Stuten), Hündinen, Kaninchen und Kätzinen von dieser Erkrankung betroffen.

 

Diagnose

Der Gebärmuttervorfall zeigt sich als eine ungewöhnliche Ausstülpung aus der Scheide, die nach der Geburt auftreten kann. Es können Anteile beider Gebärmutterhörner austreten oder auch nur der Gebärmuttermund. Vergleichen Sie hierzu den Scheidenvorfall, der in der Regel während der Läufigkeit auftritt mit weniger austretenden Gewebeanteilen. Zur Beurteilung muss der Bereich von Verunreinigungen befreit werden.

Wie ein Krürbis hängt ein Teil des Uterus aus der KuhGebürmuttevorfall als rote Kugel unter dem After eines Kaninchens.



 

Therapie

Der Patient sollte möglichst schnell dem Tierarzt   / der Tierärztin zur Behandlung   vorgestellt werden. 

Bei einem leichten Gebärmuttervorfall kann durch Kühlung mit kaltem Wasser, Abdecken mit feuchten Tüchern und Auflegen von Kältepacks ein übermäßiges Anschwellen des Gewebes vermieden werden.  Der Tierarzt / die Tierärztin kann unter leichter Narkose   des Tieres versuchen, die Gebärmutter in ihre ursprüngliche Position zurückzudrücken. 

Ist eine Rücklagerung nicht möglich, kann chirurgisch vorgegangen werden. Ist die Schwellung des vorgefallenen Gewebes zu stark oder haben Gewebeschädigungen durch Durchblutungsstörung zur Nekrose   des Gewebes geführt, ist die Amputation   der Gebärmutter unumgänglich. Nach erfolgter Positionierung der Gebärmutter erfolgt eine längere Nachbehandlung mit Antibiotika  . Die Zuchttauglichkeit ist nach Reposition der Gebärmutter eingeschränkt. Das Muttertier sollte vorzugsweise von der Zucht ausgeschlossen werden! 

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