Akne

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Allgemeines

Akne kann bei jungen Hunden im Alter von drei Monaten bis zu zwei Jahren auftreten. Bei der Katze ist diese Erkrankung   nicht zwingend altersabhängig. Die Katze weist häufig als auslösenden Faktor eine Sensibilisierung gegenüber Futterbestandteilen auf, was zu einer örtlichen Entzündung   führt, die dann im Anschluss durch Bakterien   der Gattung Staphylococcus   besiedelt wird. Dagegen nimmt man beim Hund an, dass es sich hierbei um eine Verhornungsstörung der Epidermis handelt, die begleitet wird von einer übermäßigen Talkproduktion der Drüsen in den Haarfollikeln. Eine Infektion   durch Staphylococcus tritt dann sekundär auf, was zu einer eitrigen, oberflächlichen Haarballenentzündung (Follikulitis  ) führen kann. Kommt es zu einer tiefen Entzündung, die bis in die Fettschicht der Unterhaut reicht, spricht man von einer Furunkulose, die jedoch eher bei Katzen auftritt.

 

Symptome

Zunächst werden Mitesser   (Komedonen  ) gebildet, in denen sich das Sekret   der Talkdrüsen anstaut und verhärtet.

Statk geschwollenen Schnuze einer Katze mit Aknepusteln.Die Pusteln sind nach 6 Wochen abgeheilt.


Die Haarfollikel füllen sich stark mit der Abscheidung aus den Talkdrüsen an. Die Haare können sich nicht mehr im Haarfollikel halten, und es bilden sich Papeln an Kinn, Lefzen, Ober- und Unterlippe. Bakterien (üblicherweise Staphylokokken  ) besiedeln zunächst die Oberfläche der Haut und dringen dann in die Haarfollikel ein, die sich durch übermäßige Talkproduktion zu wehren versuchen - eine Papel   wird ausgebildet. Durch die Ausscheidungsprodukte aus dem Stoffwechsel   der Bakterien wird das Abwehrsystem angelockt, und es kommt zur Bildung von eitrigen Pusteln. Gelingt es den Bakterien, tiefer in die Haarfollikel der Haut einzudringen, stirbt der Haarfollikel ab, und es kann eine Furunkulose bis hin zum Karbunkel entstehen. Das eitrige Sekret kann durch Schmierinfektionen auch auf andere Hautareale verteilt werden, sodass bei einer ungünstigen Immunlage des Tieres eine Ausbreitung mit Schwellung der Lymphknoten und Fieber folgen kann.

 

Therapie

Kommt es zu einer milden Ausprägung der Akne, reichen oft regelmäßige Waschungen mit einem antiseptischen Shampoo aus. Durch die waschaktiven Substanzen werden Talkstopfen gelöst und Bakterien in ihrem Wachstum gehemmt. Schwere Fälle werden mit Antibiotika   über einen Zeitraum von zwei bis sechs Wochen behandelt. In einigen Fällen kann der Einsatz von Vitamin-A-Säure hilfreich sein. Die genaue Therapie wird vom behandelnden Tierarzt   / der Tierärztin im Einzelfall entschieden.

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