"Hot Spot" – Traumatische oberflächliche Pyodermie - Erkrankung der Haut

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Allgemeines

Als „Hot Spot“ wird umgangssprachlich eine meist runde, nässende Veränderung der Haut bezeichnet. Er gehört zu dem Komplex der oberflächlichen Pyodermien und kann sich in schweren Fällen flächenhaft in kurzer Zeit zu einer ausgedehnten Pyodermie ausweiten und große Hautareale befallen. Häufig werden Hunde großwüchsiger Rassen vom Hot Spot befallen, aber auch kleine Rassen bleiben nicht verschont.

Weisser Hund zeigt eine kreisrunde rosarote Hautveränderung die an der Oberfläche Feuchtigkeit absondert.Der Hot Spot tritt häufig beim Labrador, Golden Retriever, Schäferhund, Berner Sennenhund, Bernhardiner, Neufundländer, Rottweiler und Bobtail auf. Diese Erkrankung   tritt vornehmlich in der warmen Jahreszeit auf!

<- Bologneser mit Hot Spot
im Halsbereich

Symptome

Die häufigsten Lokalisationen für den Hot Spot sind im Kopf- und Halsbereich, an der Kruppe und im Bereich des Oberschenkels. Der „Hot Spot“ wird bei entsprechender Prädisposition des Hundes durch einen Reiz, wie beispielsweise eine allergische   Reaktion auf einen Zeckenbiss, ausgelöst. Eine ähnliche Reaktion kann auch bei Katzen beobachtet werden als eine Reaktion auf Medikamenten- oder Futtermittel-Unverträglichkeiten.

Die Haare sind zum Teil im nässenden Wundbereich ausgegangen.Rosaroter entzündeter Hautbereich mit haarlosen Stellen.




Die erkrankten Hunde zeigen einen sehr starken Juckreiz und lecken und kratzen an der Hautveränderung. Durch das Setzen tiefer Wunden und im feuchtwarmen Klima breitet sich die bakterielle Infektion   in Windeseile aus, sodass tiefe Hautschichten und große Hautareale betroffen werden. Je mehr das Wundsekret mit den Haaren verklebt, desto besser sind die Bedingungen zur Fortpflanzung der Bakterien  .
In der Tiefe können die Haarfollikel zerstört werden, und die Bakterien erreichen die Fettschicht der Unterhaut, was das Absterben einiger Hautareale nach sich ziehen kann.

Therapie

Die erste und wichtigste Maßnahme ist das großzügige Scheren der Haare über dem veränderten Hautbezirk. Mit milden, antiseptischen Shampoos wird die Haut gereinigt und mit antiseptischen und adstringierenden Lösungen oberflächlich behandelt. Es dürfen keine fetthaltigen Salben aufgetragen werden, da diese die Hautoberfläche vor der Luft schützen und die Fortpflanzung der Bakterien unterstützen. Der Einsatz von Antibiotika   und Kortison ist vom Fall abhängig und wird von dem behandelnden Tierarzt   / der Tierärztin entschieden. Der frühzeitige Beginn der Behandlung   verhindert das Ausbreiten der Entzündung   sowohl in die Tiefe als auch auf der Oberfläche!

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