Malassezia–Mykose

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Allgemeines

Dieser Pilz gehört zu den Hefepilzen und kann in geringen Mengen auf der Hautoberfläche, dem äußeren Gehörgang, dem Enddarm, Scheidenbereich und gelegentlich dem Analbeutel angetroffen werden. Gute Bedingungen für die krankhafte Ausbreitung dieses Pilzes sind ein stark feuchtes und warmes Milieu der Haut. Hierbei befallen die Malassezien die Oberfläche der Haut, wobei sie nur das Stratum corneum und die Haarfollikel der Haut bevölkern. Die tiefen Schichten der Haut werden auch bei chronischen Entzündungen im Zwischenzehenbereich nicht von diesem Pilz erreicht. Bei chronischen Schädigungen der Haut, die durch häufige Waschungen, vermehrtes Kratzen bei Seborrhoe oder Risse in feuchter Haut auftreten, kann es zu einer Besiedelung mit Malassezia-Pilzen kommen.

Symptome

Die Symptome - Rötungen der Haut mit Ausbildung   von Papeln, Belägen und Krusten - sind recht unspezifisch und lassen keine eindeutige Rückschlüsse auf eine Infektion   mit Malassezia zu. Die Hauveränderungen werden von Juckreiz begleitet.

Diagnose

Der Nachweis der Malassezien in veränderten Hautarealen lässt sich sowohl durch einen Nachweis in der Pilzkultur wie auch mithilfe eines Klarsicht-Klebestreifen erbringen.

Klebestreifen wird gegen die Hautveränderung gedrückt.orange-roter Farbstoff wurde aufgetragen.Der blau-violette Farbstoff ist aufgebracht worden.


Die Malassezien werden unter dem Mikroskop nachgewiesen, und das gefärbte Klebestreifenpräparat wird vom Tierarzt   ausgewertet. Dabei stellt sich Malassezia spp. morphologisch wie eine Erdnuss dar. Mit ihren großen Zellen von 2-5 µm sind diese Hefepilze   verhältnismäßig gut zu erkennen. Assoziierte Erreger  , wie beispielsweise Staphylokokken  , können unter Umständen im gleichen Präparat durch eine entsprechende Spezialfärbung simultan beurteilt werden.

Malassezien nach der Färbung unter dem Mikroskop.


 

Therapie

Eine örtliche Behandlung   kann mit jodhaltigen Shampoos oder Waschungen erfolgen. Bei Allergikern kann hierdurch leicht eine allergische   Reaktion der Haut ausgelöst werden. Medizinische Shampoos, die Chlorhexidin enthalten, führen selten zu allergischen Reaktionen.
Schwere Infektionen   müssen zusätzlich mit einem oral zu applizierenden Antimykotikum   behandelt werden. Hierzu eignen sich Tabletten, die Ketoconazol enthalten. Sie müssen dann über vier bis sechs Wochen verabreicht werden.

 

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