Mikrosporie

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Allgemeines

Schlauchpilze der Gattung Microsporum   sind fadenförmige Hautpilze mit keratolytischen Eigenschaften. Die meisten leben im Erdboden, können aber auch Tiere (zoophil) und Menschen (anthrophil) befallen und finden eine weltweite Verbreitung. Viele von ihnen stellen eine Zoonose   dar und sind sehr infektiös. Die Mikrosporie  -Infektionen   fallen unter die Meldepflicht und müssen vom Arzt an die zuständige Behörde gemeldet werden.

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Erreger

mikrosporum-mikromicrosporum-kulturEs sind etwa 16 Mikrosporum  -Arten bekannt. Microsporum canis befällt vorzugsweise Katzen und Hunde. Mikrosporum cooeki (Hund, Katze, Nager), Microsporum gallinae (Geflügel  ), Microsporum gypseum (Nager) und Microsporum nanum (Schweine  ).
Die Kolonien sind weiß, watteähnlich bis staubig. Taplin-Agar verfärbt sich von orange-gelb nach rot. Unter dem Mikroskop können die spindelartigen, spitz zulaufenden Makrokonidien   betrachtet werden. Die genaue Morphologie   der Makrokonidien und die Anzahl der Septen erlaubt dem Mykologen die Zuordnung der Spezies.

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Krankheit

mikrosporum-pilzcatVor allem Jungtiere, die unter schlechten Haltungsbedingungen leben und sich in einem unterernährten Zustand befinden, sind schnell betroffen. Tiere mit geschwächtem Abwehrsystem durch Infektionskrankheiten, wie beispielsweise Katzen-AIDS, können in jedem Alter besonders hart getroffen werden. Eine Ansteckung durch Schmusen und "Köpfchen geben der Katze" kann schnell zur Übertragung auf den Menschen führen. Die haarlosen Bereiche sind besonders auffällig im Gesichtsbereich, wo eine Rötung mit feiner Schuppenbildung auftritt. Im Randbereich, um die haarlose Stelle herum, brechen die Haare besonders schnell ab oder lassen sich leicht auszupfen.

Damit Ihr Tierarzt   eine möglichst genaue Diagnose stellen kann, stellen Sie bitte Ihr Tier ohne Vorbehandlung, z. B. durch Salben, vor.

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Diagnose

mikrosporum-footDie Diagnose kann verdachtsweise mit der Woodschen Lampe gestellt werden. Durch Bestrahlung mit einem kurzwelligen Licht des blau-violetten Spektrums wird eine grüne Fluoreszenz   vom Pilz produziert. Sicher ist das Zupfen der Haare aus dem veränderten Bereich, um diese auf einen Nährboden nach Taplin aufzubringen. Dieser wird über einen Zeitraum von mindestens 10 Tagen bei 28° C und hoher Luftfeuchtigkeit bebrütet. Nach dem Farbumschlag des Nährbodens wird ein wenig Pilzmaterial auf einen Objektträger verbracht und mit Lakotphenol Cottonblue versetzt und unter dem Mikroskop untersucht. Anhand der Makro- und Mikrokonidien   kann der Pilz zugeordnet und die Diagnose gestellt werden.

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Therapie

Die Behandlung   wird in den meisten Fällen, nachdem die Erreger-Kultur entnommen worden ist, vom Tierarzt eingeleitet. Je nach Schweregrad der Erkrankung   und dem Risiko für den Halter, wird entweder nur eine topische (oberflächliche) Behandlung mit z. B. Miconazol Creme eingeleitet, oder es wird durch systemische Gaben, z. B. Grisofulvin Tabletten und ein sporizides Desinfektionsmittel zur Umgebungsbehandlung, diese ergänzt. Pilze   sind recht hartnäckig, insofern sollte die Behandlung mindestens 21 Tage dauern. Der Tierarzt wird Ihr Tier überwachen und gegebenenfalls Nachuntersuchungen anordnen. Es ist auch möglich, das Tier zusätzlich mithilfe einer Impfung aktiv gegen Mikrosporum zu immunisieren. Die Impfung ist aber nur für Tiere mit geschwächtem Abwehrsystem oder wiederkehrenden Infektionen zu empfehlen. Hygienische Schutzmaßnahmen, wie Handschuhe, Händewaschen und Desinfizieren sollten nicht vernachlässigt werden.

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