Trichinella spiralis

 

Trichina-spiralisNematoden (Fadenwürmer) der Gattung Trichinella befallen zunächst den Darm und wandern anschließend in die quergestreifte Muskulatur ein, wo sie sich als Finne einnisten und in einen hypobiotischen Zustand übergehen. Sowohl das Hausschwein spielt eine wichtige Rolle für die Infektion   des Menschen als auch wildlebende Fleischfresser und Allesfresser (Omnivore). In Deutschland kommen Trichinen in der Regel selten vor, gelegentlich bei Füchsen und Dachsen. In Italien, Spanien, Polen und Ungarn werden regelmäßig Trichinen in Schlachtvieh nachgewiesen. Nach der Aufnahme von trichinenhaltigem Fleisch werden die Larven durch die Verdauungssäfte freigesetzt. Sie häuten sich innerhalb von 24 - 36 Stunden viermal und erreichen die Geschlechtsreife. Die Infektion wird nach der Kopulation   fortgesetzt, indem das Weibchen in den 4 - 6 Wochen ihres kurzen Daseins 200 bis 1.600 lebende Larven gebärt. Die Larven wandern in die Lymphbahnen und in den Blutkreislauf, um sich schließlich in der Muskulatur des Wirtes einzunisten.

Trichinose SchweinefleischEine Behandlung   kommt nicht in Betracht. Mögliche Träger sollen tierärztlich untersucht werden.

Trichinen können abgetötet werden, indem das Fleisch über 77° C erhitzt wird. Die Tiefkühlung des infizierten Fleisches ist nur effektiv, wenn die Kühlung über lange Zeiträume erfolgt. Sie muss mindestens über 20 Tage erfolgen, wobei das Fleisch eine Temperatur von -25°C im Kern erreichen muss. Einige Trichinen-Arten, z. B. Trichinella nativa, ist sehr resistent und wird erst nach 24 Monaten bei - 18° C inaktiviert.

Sie sollten nach Möglichkeit auf den Verzehr von rohem Schweinefleisch verzichten, besonders wenn der Ursprung der Ware nicht eindeutig feststeht oder aus Hausschlachtung stammt.

Konservierungsverfahren, wie Pökeln, Salzen und Räuchern von Schweinefleischprodukten können die Trichinen nicht abtöten.

Fleischabfälle sollten nicht an Schweine   verfüttert werden, und es ist auf eine straffe Rattenbekämpfung im Stall zu achten!

Weiterführende Informationen finden Sie hier  www.trichinella.org

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